Unverantwortliche Personalpolitik der Landesregierung – Solidarität mit klagenden Waldarbeitern

28. August 2009  Landwirtschaft, Politik

Unmittelbar nach Ausbildungsabschluss kündigte das Thüringer Agrarministerium neun jungen Waldarbeitern, die als gewählte Auszubildendenvertreter das Recht auf Übernahme in eine unbefristete Beschäftigung haben. Die Betroffenen haben dagegen Klage eingereicht.

Dazu erklärt die Sprecherin für Agrarpolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag Dr. Johanna Scheringer-Wright: „Es ist skandalös, dass junge Menschen im Forst nicht übernommen werden, obwohl es dort sowieso Personalmangel gibt und vor dem Hintergrund, dass die gegenwärtig beschäftigten Waldarbeiter immer älter werden und dringend auf Teamverstärkung von jungen Mitarbeitern warten. Das ist sowohl gegenüber den neun Auszubildendenvertretern, als auch gegenüber den derzeit beschäftigten Waldarbeitern eine unsoziale Entscheidung.“

Aus ihrer Erfahrung als Mitglied der IG BAU fügt Frau Dr. Scheringer-Wright hinzu: „Gerade bei schwerer Waldarbeit kommt es darauf an, Teams im Forst zu haben, die unterschiedliche Erfahrungen und auch Kraft haben.“ Weiterhin weist die Abgeordnete darauf hin, dass DIE LINKE seit Jahren einen Einstellungskorridor für junge Forstfachkräfte fordert. „Die Entscheidung des Minister Sklenar zeigt, wie weit er von den Mitarbeitern des Thüringer Forstes weg ist. Ich wünsche den jungen Facharbeitern viel Erfolg bei ihrer Klage. Sie können sich der Unterstützung der LINKEN sicher sein“, so Scheringer-Wright abschließend.

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