Schlagwort: Landwirtschaft

Unverantwortliche Personalpolitik der Landesregierung – Solidarität mit klagenden Waldarbeitern

28. August 2009  Landwirtschaft, Politik

Unmittelbar nach Ausbildungsabschluss kündigte das Thüringer Agrarministerium neun jungen Waldarbeitern, die als gewählte Auszubildendenvertreter das Recht auf Übernahme in eine unbefristete Beschäftigung haben. Die Betroffenen haben dagegen Klage eingereicht.

Dazu erklärt die Sprecherin für Agrarpolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag Dr. Johanna Scheringer-Wright: „Es ist skandalös, dass junge Menschen im Forst nicht übernommen werden, obwohl es dort sowieso Personalmangel gibt und vor dem Hintergrund, dass die gegenwärtig beschäftigten Waldarbeiter immer älter werden und dringend auf Teamverstärkung von jungen Mitarbeitern warten. Das ist sowohl gegenüber den neun Auszubildendenvertretern, als auch gegenüber den derzeit beschäftigten Waldarbeitern eine unsoziale Entscheidung.“

Aus ihrer Erfahrung als Mitglied der IG BAU fügt Frau Dr. Scheringer-Wright hinzu: „Gerade bei schwerer Waldarbeit kommt es darauf an, Teams im Forst zu haben, die unterschiedliche Erfahrungen und auch Kraft haben.“ Weiterhin weist die Abgeordnete darauf hin, dass DIE LINKE seit Jahren einen Einstellungskorridor für junge Forstfachkräfte fordert. „Die Entscheidung des Minister Sklenar zeigt, wie weit er von den Mitarbeitern des Thüringer Forstes weg ist. Ich wünsche den jungen Facharbeitern viel Erfolg bei ihrer Klage. Sie können sich der Unterstützung der LINKEN sicher sein“, so Scheringer-Wright abschließend.

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Agrarpolitisches Fachgespräch 4.Juni 2009 in Kalteneber (Eichsfeld)

28. Mai 2009  Allgemein

>> Nähere Informationen und Ablauf finden Sie hier <<

Durch die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union haben sich die Rahmenbedingungen für die landwirtschaftlichen Betriebe grundsätzlich geändert. Nicht zuletzt dadurch steht die Landwirtschaft in Thüringen vor großen Herausforderungen. 70 Prozent des Einkommens generieren die landwirtschaftlichen Betriebe in Thüringen aus Agrarbeihilfen. Trotz dieser Beihilfen sehen sich bei den gegenwärtigen Erzeugerpreisen viele Tierhaltungsbetriebe, insbesondere Milchviehbetriebe in ihrer Existenz gefährdet. Ein Aufgeben der Tierhaltung würde einschneidende Auswirkungen auf die Arbeitsmarktsituation und die ökologische Kreislaufwirtschaft im ländlichen Raum haben.
Wie auf diese Situation zu reagieren ist und welche politischen Maßnahmen ergriffen werden sollten, soll Gegenstand dieses Agrarpolitischen Fachgespräches sein. Die Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag wird ihre Vorschläge und Lösungsansätze vorstellen und diese mit Praktikern und Verantwortungsträgern diskutieren.

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Probleme der Milchbauern nach wie vor noch nicht angekommen

16. April 2009  Landwirtschaft

Angesichts der für heute in Erfurt angekündigten Demonstration der Milchbauern für bessere Erzeugerpreise offenbart sich für die agrarpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der LINKEN, Dr. Johanna Scheringer-Wright, dass „die Existenzängste und Probleme der Milchbauern in den Köpfen politisch Verantwortlicher nach wie vor nicht angekommen sind“.

Die Abgeordnete erinnert daran, dass vor fast genau einem Jahr bundesweit die Milcherzeuger auf ihre prekäre Finanzsituation aufmerksam gemacht hatten. „Die dann aus diversen Milchgipfeln und Krisentreffen, auch in Thüringen, folgenden Verhandlungsergebnisse sind offensichtlich wie Strohfeuer erloschen.“
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Sollen brennende Fragen zur Landwirtschaft auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden?

11. März 2009  Landwirtschaft

„Ein demokratisches, gemeinschaftliches Beraten der durchaus schwierigen Situation der Thüringer Landwirtschaft soll offenbar verhindert werden“, kritisiert die Agrarpolitikerin der Fraktion DIE LINKE, Dr. Johanna Scheringer-Wright, angesichts der Aufstellung der Tagesordnung für die nächste Landtagssitzung.

Der Antrag der LINKEN zur wirtschaftlichen Situation der Landwirtschaft steht schon seit Dezember 2008 auf der Tagesordnung. Zusätzlich hat die Linksfraktion einen Entschließungsantrag zur Aussetzung der Besteuerung von einheimischen Biokraftstoffen eingebracht.

Nun habe der Ältestenrat aber mehrheitlich dafür gesorgt, dass Anträge der CDU, die man neu eingereicht hat, vorgezogen und in der März-Sitzung des Landtages behandelt werden. Frau Dr. Scheringer-Wright weist darauf hin, dass diese Themen teilweise schon einmal im vergangenen Dezember unter anderen Überschriften besprochen worden seien. Die Abgeordnete weist auf die vielen ernsthaften Probleme der Thüringer Landwirte hin: „Was macht die CDU eigentlich für eine Agrarpolitik? Will sie, dass die Landesregierung allein mit dem Bauernverband im stillen Kämmerlein die Probleme bespricht und der Landtag und viele Bauern völlig außen vor bleiben oder scheut sie vielleicht gar die öffentliche Debatte“, fragt Dr. Johanna Scheringer-Wright.

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