Scheringer-Wright fordert Mehrgefahrenversicherung für Landwirtschaft

04. Mai 2007  Landwirtschaft

Angesichts der Auswirkungen des Klimawandels, auf die sich Land- und Forstwirtschaft einstellen müssen und der Befürchtungen der Landwirte vor Ernteeinbußen durch den akuten Wassermangel appelliert die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion der Linkspartei.PDS, Dr. Johanna Scheringer-Wright, an die Landesregierung, sich für die Einführung einer umfassenden Mehrgefahrenversicherung einzusetzen.

„Der Klimawandel, der die Land- und Forstwirtschaft im besonderen Maße betrifft, wird immer wieder Notsituationen hervorbringen, wenn nicht gegengesteuert wird.“ Die Bewässerungskapazitäten reichten in Thüringen nicht aus, über dies seien kostengünstige Bewässerungssysteme nicht verfügbar. Die Agrarforschung werde im Personalbereich zurückgefahren, so dass auch weniger Forschung betrieben werden könne, um Abhilfe durch die Entwicklung von geeigneten Sorten, Kulturen und Anbausystemen für Thüringen zu schaffen. „Staatliche Nothilfen sind auf die Dauer keine Lösung, wenn Notsituationen, sei es durch Stürme oder Dürren, jährlich auftreten. Es kann doch nicht angehen, dass es für Landwirte jedes Jahr eine Zitterpartei gibt, ob es durch Extremwettersituationen zu existenziellen Ernteausfällen kommt oder nicht, und ob, wenn es dazu kommt, die öffentliche Hand einspringt oder nicht“, sagt Frau Scheringer-Wright. Als ersten Schritt, um dem Klimawandel zu begegnen, hätten europäische Nachbarländer schon eine Mehrgefahrenversicherung mit staatlicher Prämienstützung eingeführt. „Da hinkt Deutschland, da hinkt Thüringen hinterher. Es ist hohe Zeit zu handeln“, so die Agrarpolitikerin der Linksfraktion abschließend.

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