Landwirtschaftstour durch Ostwestfalen-Lippe (NRW)

17. Oktober 2018  Allgemein

Pressemitteilung über die Landwirtschaftstour Dr. Johanna Scheringer-Wright

Sechs Termine, sechs Orte, große Themen – Landwirtschaft in Deutschland und Europa, Ökologie, solidarische Strukturen und die gemeinsame Europäische Agrarpolitik der EU. Dr. Johanna Scheringer-Wright, Sprecherin für Agrarpolitik und regionale Entwicklung der Thüringer Landtagsfraktion und Mitglied des Bundesparteivorstands der Partei DIE LINKE macht sich auf den Weg in die Region Ostwestfalen (NRW).
Wie brisant die Themen sind, zeigt sich zum einen an den immer wieder auch öffentlich geführten Debatten über Ernährungssicherheit, Tierschutz und Umweltwirkungen der Landwirtschaft. Zum anderen ist im EU-Haushalt die Gemeinsame Agrarpolitik mit etwa 38 % der Haushaltsmittel immer noch der größte eigenständige Posten und umstritten. Begehrlichkeiten und Kürzungsvorschläge gibt es von verschiedenen Seiten. Aufgrund des BREXIT wird ein Netto-Einzahler aus der EU ausscheiden, weiterhin wird eine enorme Militarisierung der EU vorbereitet, die wiederum Geld frisst und letztlich gibt es eine öffentliche Debatte über die Sinnhaftigkeit der Subventionen überhaupt. Kürzungsvorschläge für den Agrarbereich von 5% und für den Köhäsionsbereich, der das Zusammenwachsen der Regionen fördern soll, von sogar 10%. Diese Ausrichtung des EU-Haushaltes lehnt Johanna Scheringer-Wright ab. Sie fordert Abrüstung und eine komplett andere Ausrichtung der Aufstellung und der Politik der EU.
Von Herford, über Lemgo, Rheda, Höxter und Minden geht es nach Gütersloh. Die Themen sind so vielfältig, wie die Orte und die Gesprächspartner, die von Verbraucherinnen und Verbrauchern bis zu den Vertretern der verschiedenen Bauernvertretungen reichen. Zwischendrin gibt es noch Aktionen mit dem Bürger-Bündnis gegen die Erweiterung des Schlachthofes Tonnies. Dieser riesige Schlacht- und Wurstbetrieb in Rheda-Wiedenbrück, der erweitert werden soll zeigt schlaglichtartig die falsche Entwicklung der Agrarpolitik. Johanna Scheringer-Wright unterstützt das Bündnis tatkräftig.
Der direkte Kontakt und die Diskussion mit allen Interessengruppen sind der Abgeordneten wichtig. „Weder Boden, noch Lebensmittel dürfen Spekulationsobjekte sein. Gesunde Nahrungsmittel müssen für alle verfügbar sein und Landwirtschaft muss umweltverträglich sein. Gleichzeitig brauchen auch die in der Landwirtschaft und in der Schlacht- und Lebensmittelindustrie Tätigen ein existenzsicherndes Auskommen und gute Arbeitsbedingungen. Dazu braucht es grundlegende Änderungen in der EU – auch in der Gemeinsamen Agrarpolitik und genau dafür kämpfe ich“ so Scheringer-Wright.

Die genauen Termine der Tour sind:
• 18.10.2018, 19:00 Uhr: „Wochenmarkt statt Weltmarkt“, Werretalhalle in Löhne, Kreis Herford
• 19.10.2018, 19:00 Uhr: „Biogasanlagen – Fluch oder Segen?“ – Podiumsdiskussion, Schloss Brake Lemgo
• 20.10.2018, Von 11 bis 13 Uhr informieren wir in der Fußgängerzone in Gütersloh über die industrielle Nutztierhaltung und über Möglichkeiten einer veränderten Landwirtschaft.
• Um 13 Uhr fahren wir gemeinsam zur Schlachtfabrik nach Rheda.
• Von 14 bis 15 Uhr Schlachtfabrik Tönnies in Rheda – Mahnwache mit dem Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung
• 21.10.2018, 16:30 Uhr: „Alternativen zur industriellen Landwirtschaft“, Meierhof, Kirchwinkel 2, Höxter-Ottbergen
• 22.10.2018, 19:00 Uhr: „Alternativen zur industriellen Landwirtschaft“, Linkes Büro, Minden
• 23.10.2018, 19:30 Uhr: Bäuerliche solidarische statt industriellen Landwirtschaft, Podiumsdiskussion mit Landwirtschaftsverband Gütersloh, Gütersloher Brauhaus

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