Landtagsabgeordnete Scheringer-Wright macht sich für Milchproduzenten in Thüringen stark

Am Montag, den 24. Februar traf sich die agrarpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion DIE LINKE Dr. Johanna Scheringer-Wright mit dem Landesvorstand des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) e.V. in ihrem Wahlkreisbüro in Gotha. Als Vertreter des Vereines waren Ralf Schmidt, Thüringer Beirat des BDM, und Arnold Becker, Landesvorsitzender des BDM, anwesend.

BDM 24.2.14

Der BDM ist eine Interessensvertretung der deutschen Milchviehhalter, welche für eine gesellschaftsverträgliche, nachhaltige und vielfältige Milchwirtschaft zum Nutzen aller steht. Er setzt sich unter anderem für eine wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung der Milchviehbetriebe ein.

Anlass des Gespräches ist die Senkung des Milchpreises im Januar dieses Jahres auf 39 Cent. Ralf Schmidt nannte das: „einen Kartellverstoß der großen Milchbetriebe“. Es sei an der Zeit die Verantwortungsfrage zu stellen, führte Schmidt weiter aus. Die praktizierenden Landwirte fühlen sich übergangen und in den großen Molkerei-Genossenschaften nicht mehr repräsentiert. „Es geht doch um die Vermarktung der Milch und nicht um das Verschenken der Milch!“, ergänzte Arnold Becker. Beide Bauern befürchten einen weiteren Milchpreis-Einbruch in naher Zukunft.

Deutsche Milchbauern können nicht zu den günstigsten Bedingungen erzeugen. Dennoch wird von den hiesigen Milchbauern erwartet ebenfalls für den Weltmarkt zu produzieren. „Wir sind die, die es als erstes trifft, wenn der Milchpreis fällt“, fasste es Becker zusammen.

Ziel des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter ist es daher, auf dieses Thema aufmerksam zu machen. „Das System muss reguliert werden.“, meinte Schmidt, „Jeder Autohersteller fährt seine Produktion zurück, wenn der Markt gesättigt ist. Nur die Milchbauern produzieren noch mehr Milch.“ Der BDM fordert daher eine EU-weite Überwachung des Milchmarktes und eine Regulierung der Milchproduktion innerhalb Deutschlands. Die Landtagsabgeordnete Dr. Johanna Scheringer-Wright versprach, diese Forderung mit in den Landtag zu nehmen und sich dafür stark zu machen. „Die in Thüringen tätigen Betriebe müssen in die Lage versetzet werden, den wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen sowie den Anforderungen des Verbraucher gerecht zu werden“, so Frau Scheringer-Wright, „Denn immer mehr Menschen wünschen sich eine bessere, faire Nahrungsmittelherstellung.“ Dafür müsse auch der ordnungspolitische Rahmen verändert und Fördermittel gezielt eingesetzt werden. Dazu habe auch DIE LINKE immer wieder Vorschläge gemacht, auch im Entwurf des Landtagswahlprogramms sei dies verankert.

Share Button