Gedenken am Standortübungsplatz Ohrdruf 24.Oktober.2018

25. Oktober 2018  Allgemein

Unter grauem Himmel versammelten sich am gestrigen Tag etwa zwanzig Menschen um am Standortübungsplatz in Ohrdruf den Opfern von Zwangsarbeit und Krieg zu gedenken, eingeladen vom VVN-BdA, Der Landtagsabgeordneten Johanna Scheringer-Wright und der Partei DIE LINKE. im Kreis Gotha.

Dazu wurden an zwei Stationen Blumen niedergelegt und gedacht. Am Massengrab von 5000 Häftlingen, die in Zwangsarbeit Kriegsgerät herstellen mussten, gab es eine kurze Rede von der Abgeordneten Scheringer-Wright, in der sie sich jedoch sehr klar und deutlich gegen Krieg und Faschismus positionierte: Frieden für Alle. Zudem betonte sie, wie sehr ihr die Stilllegung und Umnutzung des Militärgeländes am Herzen liegt. Nach einer Schweigeminute wurde zum zweiten Gedenkort gefahren. Das sogenannte „Hühnernest“, das an 150 Opfer des Naziregimes zwischen 1944 und 1945 erinnert, wurde nocheinmal Ort der Erinnerung und des Gedekens, mit weiteren Blumen.

Beim Verlassen des militärischen Geländes, das eine rauhe Buschlandschaft mit herbstlicher Kulisse zeigte, gab es Schafe und Ziegen, aber auch abgestelltes Kriegsgerät zu sehen. Ziviles steht neben den Übungsorten für Auslandseinsätze und Krieg.

Nicht nur die Gedenksteine sind eine Mahnung und nur das Erinnern reicht nicht aus: Wir müssen uns für Frieden stark machen und gegen Krieg zusammenstehen.

 

Alle Fotos wurden von Gerd Döllstedt aufgenommen

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