„Drei Jahre Fukushima: Atom-Risiko ist nicht gebannt“

11. März 2014  Allgemein, Lokales, Politik, Umwelt

Mit einer Mahnwache am 10. März auf dem Neumarkt in Gotha erinnerten die Ökologische Plattform der Partei DIE LINKE. Thüringen und andere Atomkraftgegner*innen an die seit drei Jahren andauernde Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima und demonstrierten gleichzeitig gegen den Weiterbetrieb von neun Atomkraftwerken in Deutschland. Mahnwachen fanden an diesem Tag bundesweit in mehr als 100 Orten statt.

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„Drei Jahre nach dem Super-GAU in Fukushima ist die Katastrophe weiterhin in vollem Gang: Die Kernschmelze ist nur notdürftig unterbrochen, die Heimat Hunderttausender ist verstrahlt und schon jetzt sind alarmierende Krebszahlen bei Kindern zu verzeichnen“, sagte die Abgeordnete Johanna Scheringer-Wright von der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. „Gleichzeitig sind hierzulande immer noch neun Atomreaktoren in Betrieb. In jedem davon kann es jeden Tag zum nächsten Super-GAU kommen. Wir fordern, das Atomrisiko endlich zu beenden, die AKW abzuschalten und die Energiewende voranzubringen statt sie zu zerreden. Denn was Atomenergie kostet, erleben die Menschen um Fukushima, Tschernobyl und Harrisburg jeden Tag auf bitterste Weise.“

 Die Anti-Atom-Bewegung hat durch ihre Proteste vor drei Jahren mit dem Aus für acht Reaktoren viel erreicht. Jetzt müssen noch die übrigen AKW stillgelegt werden. Das fordert auch die Mehrheit der Bevölkerung, wie eine repräsentative Emnid-Umfrage im September 2013 ermittelt hat.

„Wir rufen daher alle Menschen auf, am 22. März zu einer der Demonstrationen für die Energiewende in eine der sieben Landeshauptstädte – Kiel, Potsdam, Hannover, Düsseldorf, Mainz/Wiesbaden und München – zu fahren“, sagte Scheringer-Wright.

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