Landwirtschaft

Genossenschaften in der Landwirtschaft früher und heute – Besuch im Saale-Orla-Kreis anlässlich des Internationalen Jahrs der Genossenschaften

14. September 2012  Allgemein, Landwirtschaft, Lokales

Auf Einladung der Abgeordneten Heidrun Sedlacik, ebenfalls Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, besuchte Johanna Scheringer-Wright am 4.September 2012 mit dem Fahrrad den Saale-Orla-Kreis. Thema der Fahrradtour war die Entwicklung der Genossenschaften in der Landwirtschaft in der Region.

Die erste Station der Tour führte deshalb zu Herbert Klinger, dem heutigen Ortschronisten von Nimritz, Mitglied der Agrargenossenschaft Oppurg e.G. und früheren Parteisekretär der Genossenschaft und Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB). Mit Bildern und Ausführungen aus den 1970ziger Jahren erzählte er den beiden Abgeordneten von seiner Zeit als Vertreter der VdgB. In 58 Vorträgen informierte Herbert Klinger über mehrere Jahre in Bayern über die Lage der Genossenschaftsbauern der DDR. Diese Zusammenarbeit zwischen der VdgB der DDR und des Arbeitskreises Landwirtschaft im Parteivorstand der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) der BRD mündete neben der Vortragstätigkeit auch in gegenseitigen Besuchen von Bauern aus Bayern und aus dem damaligen Bezirk Gera. Hauptakteure dieser Zusammenarbeit waren Herbert Klinger und der Großvater der Abgeordneten Scheringer-Wright, Richard Scheringer, dem als Bauer und Kommunist in Bayern sehr an der Genossenschafts­­­bewegung und einer gesamtdeutschen Agrarpolitik gelegen war.

Besonders interessant ist, wie die Agrarpolitik und die Bemühungen der beiden Mitstreiter von damals innerhalb der Genossenschaftspolitik bis heute aktuell geblieben ist. Auch gerade in Anbetracht der jetzt anstehenden Reform der Agrarförderung in der Europäischen Union, in der darüber nachgedacht wird, Genossenschaften aufgrund ihres Förderzweckes besser zu stellen als reine Aktiengesellschaften.

Die zweite Station führte die Abgeordneten zur Agrargenossenschaft Geroda e.G. Hier erklärte der Betriebsleiter und Vorstandsvorsitzende Ralf Voit den Neubau des Milchviehstalles der Agrargenossenschaft. Um die Leistung der Milchviehherde zu erhalten und die Gesundheit der Tiere zu verbessern sei es notwendig, einen neuen Stall zu bauen, der den Kühen Licht, Luft und die Möglichkeit zum Laufen gewährleiste.

Dritte Station war eine Abendveranstaltung mit Einwohnern von Geroda und Mitgliedern des Linksaktivs im Wahlkreis. Scheringer-Wright erläuterte die Vorschläge der LINKEN für sozial gerechte und ökologisch angepasste europäische Agrarsubventionen. Sie arbeitete heraus, dass nur DIE LINKE neben ökologischen, auch soziale Kriterien, nämlich die Anrechnung von versicherungspflichtigen Arbeitsplätzen, als Voraussetzung für Subventionen einfordere. In der regen Diskussion in die sich auch der Vorsitzende der Agrargenossenschaft Geroda lebhaft einbrachte, wurden diese Positionen und allgemeine Fragen rund um die Landwirtschaft und Genossenschaften thematisiert.

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Besuch auf dem Eichsfelder Bauernmarkt am 25. und 26. August in Kallmerode

27. August 2012  Landwirtschaft, Lokales

Wie jedes Jahr besuchte Dr. Johanna Scheringer-Wright den Eichsfelder Bauernmarkt in Kallmerode.

Als Sprecherin für Agrarpolitik und regionale Entwicklung der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag unterstreicht Dr. Johanna Scheringer-Wright, wie wichtig die Landwirtschaft für den ländlichen Räum allgemein und im Speziellen für das Eichsfeld ist.

Die Landwirtschaft prägt wie keine andere Wirtschaftsform die Kultur- und Naturlandschaft der ländlichen Räume. Deshalb kommt ihr bei der Entwicklung der ländlichen Räume eine zentrale Bedeutung zu. Welche Methoden in der Landwirtschaft angewendet werden beeinflusst die Qualität der Gewässer, der Biotope und der Landschaft.

DIE LINKE unterstützt eine Landwirtschaft, die umweltverträglich wirtschaftet, gesunde Nahrungsmittel produziert und Arbeitsplätze im ländlichen Raum sichert. Eine solche Landwirtschaft ist auch ein Baustein für eine zukunftsfähige regionale Entwicklung. Linke Regionalpolitik umfasst für die linke Abgeordnete Scheringer-Wright aber mehr als nur Wirtschaftsförderung. Wenn die Atmosphäre in unseren ländlichen Regionen nicht weltoffen ist, sondern zu sehr auf das Bodenständige und Althergebrachte reduziert, dann ist das neben schwierigen wirtschaftlichen Aussichten ein zusätzlicher Grund für Menschen abzuwandern und eine erhebliche Barriere für Zuwanderung.

Schade fand Dr. Johanna Scheringer Wright nur, dass der Landwirtschaftsmiinster den Weg zum Eichsfelder Bauernmarkt nicht gefunden hat.

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Unverantwortliche Personalpolitik der Landesregierung – Solidarität mit klagenden Waldarbeitern

28. August 2009  Landwirtschaft, Politik

Unmittelbar nach Ausbildungsabschluss kündigte das Thüringer Agrarministerium neun jungen Waldarbeitern, die als gewählte Auszubildendenvertreter das Recht auf Übernahme in eine unbefristete Beschäftigung haben. Die Betroffenen haben dagegen Klage eingereicht.

Dazu erklärt die Sprecherin für Agrarpolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag Dr. Johanna Scheringer-Wright: „Es ist skandalös, dass junge Menschen im Forst nicht übernommen werden, obwohl es dort sowieso Personalmangel gibt und vor dem Hintergrund, dass die gegenwärtig beschäftigten Waldarbeiter immer älter werden und dringend auf Teamverstärkung von jungen Mitarbeitern warten. Das ist sowohl gegenüber den neun Auszubildendenvertretern, als auch gegenüber den derzeit beschäftigten Waldarbeitern eine unsoziale Entscheidung.“

Aus ihrer Erfahrung als Mitglied der IG BAU fügt Frau Dr. Scheringer-Wright hinzu: „Gerade bei schwerer Waldarbeit kommt es darauf an, Teams im Forst zu haben, die unterschiedliche Erfahrungen und auch Kraft haben.“ Weiterhin weist die Abgeordnete darauf hin, dass DIE LINKE seit Jahren einen Einstellungskorridor für junge Forstfachkräfte fordert. „Die Entscheidung des Minister Sklenar zeigt, wie weit er von den Mitarbeitern des Thüringer Forstes weg ist. Ich wünsche den jungen Facharbeitern viel Erfolg bei ihrer Klage. Sie können sich der Unterstützung der LINKEN sicher sein“, so Scheringer-Wright abschließend.

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Offener Brief an Dr. Frank Augsten, Geschäftsführer „Thüringer Ökoherz“, Redakteur „Ökoherz Forum“ und Spitzenkandidat B90/Die Grünen in Weimar

26. August 2009  Landwirtschaft, Politik, Umwelt

Sehr geehrter Herr Dr. Augsten

Als Mitglied des Fördervereins Ökoherz habe ich die letzte Ausgabe des Ökoherz Forums mit Interesse gelesen. Unter dem Titel „Landtagswahl 2009: Wahlprüfsteine Ökologie“ stellen Sie Aussagen der Parteien CDU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE dar.

Bei den Wahlaussagen der Partei DIE LINKE sind zwei gravierende Fehler abgedruckt. So schreiben Sie unter der Überschrift Agro-Gentechnik, dass es auf kommunaler Ebene teilweise eine Befürwortung der Agro-Gentechnik gäbe. Das stimmt nicht. In allen Programmen einschließlich des jetzigen Regierungsprogramms ist eine eindeutige Ablehnung der Agro-Gentechnik nachzulesen.

Weiterhin vermerken sie unter dem Stichwort Energiepolitik, dass es dazu keine Aussage im Wahlprogramm gäbe. Das ist falsch. Im Wahlprogramm gibt es auf den Seiten 50 bis 53 ein eigenes Kapitel dazu unter der Überschrift „Unser Leitprojekt: Energieoffensive und ökologische Ausrichtung der Wirtschaft“. Unter den Untertiteln „Für Alternativen in der Energiepolitik“, „Für die Vergesellschaftung von Stromnetzen und Kraftwerken“ und „Reserven erschließen und ökologisches Handeln belohnen“ sind genaue Vorstellungen für eine Energiewende in Thüringen beschrieben.

Fehler können einem ja immer unterlaufen, und keine Redaktion ist davor gefeit. Da ich jedoch weiß, dass Sie einer der Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen sind und wir beide ja schon als politische Wettstreiter bei verschiedenen Podiumsdiskussionen gewesen sind, hat für mich diese Fehldarstellung einen schlechten Beigeschmack. Der Eindruck drängt sich auf, dass hier Wahlkampf über fehlerhafte Darstellung der Aussagen der Kontrahenten gemacht wird. Dies geschieht umso mehr, da es ja inhaltlich im Politikfeld Ökologie durchaus Schnittmengen zwischen der Partei DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen gibt. Aber auf ein solches Niveau von Wahlkampf sollte sich niemand einlassen!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Johanna Scheringer-Wright

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CDU-Agrarpolitiker produzieren Sprechblasen

18. August 2009  Landwirtschaft, Lokales, Politik, Umwelt

Die Vorschläge der CDU-Agrarpolitiker zur Unterstützung Milch produzierender Betriebe laufen nach Ansicht der Thüringer Landtagsabgeordneten der LINKEN, Dr. Johanna Scheringer-Wright, „überwiegend ins Leere“.

„Fakt ist doch, dass die Milcherzeuger aufgrund der Verluste, die sie in den letzten Monaten eingefahren haben, schon gar keine Steuern mehr bezahlen“, wendet die Agrarpolitikerin der LINKEN ein und nennt die CDU-Forderung nach Steuerentlastung eine Sprechblase. Nötig wären vielmehr – und das sage DIE LINKE schon lange – „eine gemeinsame Mengenregulierung für den Milchmarkt sowie ein Mindesterzeugerpreis für Milch“.

Der CDU-Vorschlag einer Betriebsumstellung zur Senkung der Überproduktion bedeute „im Klartext, dass Milchproduktion aufgegeben werden soll, und das hat natürlich wieder den Verlust von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum zur Folge“, unterstreicht Scheringer-Wright und sieht in diesem Kontext auch die Umwidmung von Viehweiden in Naturschutzflächen kritisch.

Die Agrarexpertin verweist darauf, dass DIE LINKE mit den Milcherzeugern schon lange im Gespräch ist. So habe sie deren Vorschlag zur Einführung von kostenloser Schulmilch in Thüringen in ihr 100-Tage-Programm nach den Landtagswahlen aufgenommen. „Auch bei der Steuerreduzierung für Biokraftstoffe handelt es sich um eine Forderung, für die wir seit 2005 kämpfen. Allerdings wurde erst kürzlich im Landtag ein entsprechender Antrag der LINKEN von der CDU abgelehnt“, so Johanna Scheringer-Wright abschließend.

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Johanna Scheringer-Wright und der Ministerpräsidentenkandidat Bodo Ramelow im Eichsfeld

30. Juli 2009  Landwirtschaft, Lokales

Wenn in Sachsen-Anhalt der Wind zu stark weht, werden in Thüringen die Leistungen der Blockheizkraftwerke heruntergefahren. Hier spielen sich die Erzeuger der erneuerbaren Energieformen gegenseitig aus. Und das, obwohl der Tenor doch lautet, von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energie umzustellen. Wie kommt das? Große Stromkonzerne senken die Grundlast im Energienetz nicht. Wenn in Sachsen-Anhalt ein gewisses Niveau der Energieerzeugung durch Windkraftanlagen zu hoch wird, muss in Thüringen die Leistung gedrosselt werden. Wer zur Tat schreiten muss, sind kommunale Energieerzeuger in öffentlicher Hand, Stadtwerke. Schuld daran ist der Mangel an einem einheitlichem Durchleitungskonzept der Stromerzeuger. Notwendig wären wenigstens Marktregulierungen, die private Energieerzeuger in die Pflicht nehmen können, wirkungsvoller wäre jedoch die komplette Überführung des Energiesektors in öffentliche Hand. Ganzen Beitrag lesen »

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Es brennt bei den Milchbauern

03. Juli 2009  Landwirtschaft, Politik

Bei der heutigen Übergabe eines Briefes von Thüringer Milchbauern an Staatssekretär Baldus vor der Erfurter Staatskanzlei, in dem Ministerpräsident Althaus aufgefordert wird, eine offizielle Umfrage unter allen Milcherzeugern durchzuführen, hat die agrarpolitische Sprecherin Dr. Johanna Scheringer-Wright die Unterstützung der LINKEN erklärt: „Wir stehen an der Seite der Milchbauern. Die niedrigen Milcherzeugerpreise werden für viele zunehmend zur Existenzfrage.“

Die Landesregierung wäre also gut beraten, der Forderung nach einer Befragung der Thüringer Milchbauern nachzukommen. Dadurch würden alle Thüringer Milchproduzenten in die Entscheidungsfindung eingebunden. Die Landesregierung hat aber eine solche Befragung abgelehnt, obwohl sie den Bauern Hilfe versprochen hat. Das zeigt wieder einmal, dass die Landesregierung Politik über die Köpfe der betroffenen hinweg macht und nicht mit ihnen“, kritisiert Scheringer-Wright.
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CDU erweist dem Anbau nachwachsender Rohstoffe einen schlechten Dienst

13. Mai 2009  Landwirtschaft

Außerordentlich enttäuscht über das Verhalten der CDU-Mitglieder im Landwirtschaftsausschuss des Thüringer Landtages zeigt sich die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Dr. Johanna Scheringer-Wright: „Durch die Ablehnung des Antrags meiner Fraktion zur Aussetzung der Erhöhung der Steuer auf reine Kraftstoffe aus einheimischer Biomasse ist auch einer entsprechenden Bundesratsinitiative aus Thüringen der Weg verstellt.“

Selbst Landwirtschaftsminister Dr. Volker Sklenar habe in seinem Kurzbericht bestätigt, dass die Situation der Biodieselhersteller in Thüringen äußerst schwierig sei. Durch die Steuererhöhungen gehe der Verkauf von reinem Biodiesel zurück und gerade der öffentliche Busverkehr sei wieder auf fossile Kraftstoffe übergegangen. „Das ist kontraproduktiv für Arbeitsplätze und den Klimaschutz“, erklärt Frau Dr. Scheringer-Wright.
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Anbau von Pflanzen mit Antibiotika-Resistenzgenen ist genau der falsche Weg

28. April 2009  Landwirtschaft

„Die von der Bundeslandwirtschaftsministerin erteilte Erlaubnis für den großflächigen Versuchsanbau von 20 Hektar der gentechnisch veränderten Amflora-Kartoffel ist nicht nachvollziehbar“, so die Agrarexpertin der Thüringer Landtagsfraktion DIE LINKE, Dr. Johanna Scheringer-Wright.

Diese Stärkekartoffel enthalte ein Antibiotika-Resistenzgen als Marker und berge damit die Gefahr der weiteren Verbreitung von Antibiotika Resistenzen. „Und das vor dem Hintergrund der Probleme bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten bei Mensch und Tier durch Antibiotika“, warnt die Abgeordnete. „Schon heute sterben in der Europäischen Union jährlich etwa 50.000 Menschen, weil die Antibiotika wegen Resistenzbildungen nicht mehr wirken. Ganzen Beitrag lesen »

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Probleme der Milchbauern nach wie vor noch nicht angekommen

16. April 2009  Landwirtschaft

Angesichts der für heute in Erfurt angekündigten Demonstration der Milchbauern für bessere Erzeugerpreise offenbart sich für die agrarpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der LINKEN, Dr. Johanna Scheringer-Wright, dass „die Existenzängste und Probleme der Milchbauern in den Köpfen politisch Verantwortlicher nach wie vor nicht angekommen sind“.

Die Abgeordnete erinnert daran, dass vor fast genau einem Jahr bundesweit die Milcherzeuger auf ihre prekäre Finanzsituation aufmerksam gemacht hatten. „Die dann aus diversen Milchgipfeln und Krisentreffen, auch in Thüringen, folgenden Verhandlungsergebnisse sind offensichtlich wie Strohfeuer erloschen.“
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