Antifaschismus

Scheckübergabe an das Antifa Bündnis Gotha

01. Juli 2015  Antifaschismus, Mein Wahlkreis

Seit über einem Jahrzehnt findet im Landkreis Gotha ein Aufmarsch von Neonazis anlässlich des Volkstrauertages statt. Das sogenannte Heldengedenken von NPD und Kameradschaftsszene hat sich zu einem festen Termin entwickelt. Jedes Jahr 2 Sonntage vor dem ersten Advent trifft sich der harte Kern der Neonazi-Szene um ihrer gefallenen „Helden“ zu gedenken. Im Schein ihrer Fackeln rufen sie die Angehörigen von Heer bis Waffen-SS in ihre Reihen zurück und singen die Lieder aus dem „nationalen Gesangsbuch“.

Über Jahre hat sich kaum jemand an diesem Treiben gestört. Erstmals formierte sich 2009 ein Bündnis antifaschistischer und linker Gruppen und Einzelpersonen, um das „Thüringer Heldengedenken“ nicht unkommentiert in Friedrichroda stattfinden zu lassen. Seit 2012 gibt es eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem „Heldengedenken“ der Neonazis, sowie der deutschen Gedenkpolitik anlässlich des Volkstrauertages.

Zur Arbeit des Antifa-Bündnisses gehörten immer auch inhaltliche und theoretische Auseinandersetzungen mit der Thematik. Diese gesammelten Werke, werden rechtzeitig vor dem diesjährigen Volkstrauertags in Form einer umfangreichen Broschüre erscheinen. Die Alternative 54 unterstützt den Druck dieser Broschüre mit 400€.

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„Thügida“ kommt nach Ohrdruf

27. April 2015  Antifaschismus, Mein Wahlkreis

Seit Anfang des Jahres marschieren Neonazis, Rassisten und Wutbürger jeden Montag auf Thüringens Straßen. Nach Suhl, Erfurt und Eisenberg ist für Montag den 27. April eine Demonstration in Ohrdruf geplant. Der Anlass dafür ist die geplante Unterbringung von rund 100 Flüchtlingen, was einem Anteil von etwa 2,2% der Einwohner entspräche.

Organisiert wird Thügida von Neonazis rund um Tommy Frenck (NPD-nahe Bündnis Zukunft Hildburghausen) und David Köckert (NPD). Unterstützt werden sie von zahlreichen lokalen Anti-Asyl-Initiativen, sowie verschiedenen rechten Gruppierungen (Europäische Aktion, Bündnis Zukunft Landkreis Gotha, Pro Ohrdruf,…).

„Es ist unsere moralische Pflicht schutzbedürftigen Menschen Hilfe und Unterstützung zu gewähren“, so Johanna Scheringer-Wright. „Weiterhin wäre es ein fatales Signal den rechten Mob ungestört marschieren zu lassen.“

Am Montag wird es eine Kundgebung unter dem Motto „Ohrdruf für Demokratie und Weltoffenheit“ geben. Johanna Scheringer-Wright ruft dazu auf die Ohrdrufer Zivilgesellschaft zu unterstützen, und sich an der Kundgebung an der Heuwaage (Winzerstraße) ab 18:00 Uhr zu beteiligen.

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Friedenskundgebung und Gedenken an die Opfer Todesmarsches

08. April 2015  Antifaschismus, Lokales

Am frühen Ostersamstag fand in Ohrdruf die traditionelle Friedenskundgebung statt. Am Gedenkstein für die 5.000 Opfer des Außenlagers Ohrdruf SIII (Außenlager des KZ Buchenwald), in der Waldstraße, versammelten sich die überschaubare Gruppe. Neben der musikalischen Begleitung, gab es eine Rede von Johanna. Thematisiert wurden die aktuelle Außen- und Rüstungspolitik der BRD, die Situation rund um den Truppenübungspatz von Ohrdruf, die Ehrung der Opfer des historischen Nationalsozialismus und die Gefahren durch die aktuelle rassistische Mobilisierungswelle (Rede im Anhang).

Anschließend ging es mit dem Bus ins Jonastal. Anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung des Außenlagers erinnerte ein Sternmarsch an die Todesmärsche der KZ-Häftlinge. Etwa 300 Menschen beteiligten sich an der Gedenkzeremonie. Unter ihnen der ehemalige Häftling Petro Mischtschuk, der Veteranen der US-Army Douglas Dillard und Dmitry Baskakov (russisches Generalkonsulat).

Nur wenige Stunden nach der Veranstaltung wurde die neu gestaltete Gedenkstätte geschändet. Eine Tafel wurde beschädigt und die Blumengebinde zerstört.

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Theodor-Neubauer Gedenken

06. Februar 2015  Antifaschismus, Lokales
Rede von Johanna Scheringer-Wright (MdL)

Rede von Johanna Scheringer-Wright (MdL)

Am 5. Februar 2015, dem 70. Todestag von Theodor Neubauer, versammelten sich etwa 40 Menschen am Theodor-Neubauer-Park in Tabarz, um dem kommunistischen Widerstandskämpfer zu gedenken.

Auf der, vom VVN-BdA organisierten, Gedenkkundgebung sprachen neben dem Kreisvorsitzenden der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Martin Mürb, auch die Landesvorsitzende Elke Pudszuhn, die Beigeordnete des Gemeinderates Tabarz Susanne Hoske, Professor Peter Arlt, Gerald Möller von der DKP sowie die Landtagsabgeordnete Johanna Scheringer-Wright.

Die verschiedenen Redner und Rednerinnen gingen auf das Leben und Wirken Neubauers, seinen Kampf gegen den Faschismus, sowie seine Hinrichtung durch die Nazis ein. Das Gedenken an die Ermordung Neubauers ist zugleich eine Mahnung an die Gegenwart. „Gerade für die heutige Zeit sollten wir aus Neubauers Leben Ideen schöpfen“ forderte die Abgeordnete Scheringer-Wright. Die Unzufriedenen dürften nicht Nazis und Volksverhetzern überlassen werden. Hier und heute müssen Alternativen entwickelt werden, die der Spaltung der Gesellschaft effektiv entgegenwirken und die Rassismus, Nazismus und Ausgrenzung den Boden entziehen, so Scheringer-Wright abschließend.

Theodor-Neubauer-Gedenkstein.

Theodor-Neubauer-Gedenkstein.

In diesem Sinne wurde während der Gedenkkundgebung der Theodor-Neubauer-Preis ausgelobt.

„In dieser Zeit, in der erneut der Mob die Straßen gewinnt, müssen wir uns des Lebens und Kampfes solcher Menschen, wie Theo Neubauer, in Erinnerung rufen und aus ihrem Schicksal Einsicht, Kraft und Hoffnung gewinnen und aktiv werden.“ (Auszug aus dem Auslobungstext)

 

 

Im Anhang findet ihr die Rede von Johanna Scheringer-Wright, sowie einige weitere Bilder der Kundgebung

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Gesicht zeigen gegen Sügida

04. Februar 2015  Antifaschismus, Lokales

Die Landtagsabgeordnete Dr. Johanna Scheringer-Wright hat den Protest gegen Sügida in Suhl am 02. Februar

persönlich unterstützen. „Es ist sehr wichtig, im Protest gegen Neonazis und Rechtspopulisten nicht nachzulassen und Solidarität mit der weltoffenen Suhler Zivilbevölkerung zu leben!“

Seit 4 Wochen demonstrieren Montag für Montag „besorgte Bürger“ gemeinsam mit der organisierten Neonaziszene Thüringens gegen eine vermeintliche Islamisierung Südthüringens. Maßgeblich organisiert werden die Kundgebungen und „Spaziergänge“ vom NPD-nahem „Bündnis Zukunft Hildburghausen“ um Tommy Frenck.

In Suhl marschieren militante Neonazis und Rechtspopulisten Seite an Seite. Woche für Woche beteiligen sich etwa 1.000 Personen an diesen fremdenfeindlichen Veranstaltungen. Die einende Parole dieser heterogenen braun-schwarzen Menschenmenge lautet „Wir sind das Volk“. Gegendemonstranten, egal ob aus den liberalen und linken Parteien (SPD, Grüne, Piraten, Linke), Gewerkschaften, Vereinen und Verbänden, der Kirche oder dem Antifa-Spektrum werden voller Hass als „Volksverräter“ bezeichnet. Die Presse, teilweise mit eigener Security unterwegs, wird als „Lügenpresse“ beschimpft.

Unterstützt werden die südthüringischen Neonazis nicht nur von lokalen AfD-Größen, sondern auch durch Personen und Organisationen aus dem Landkreis Gotha. Der NPD-Kreisverband Gotha und das „Bündnis Zukunft Landkreis Gotha“ um den militanten Neonazi Marco Zint mobilisieren ihre Anhänger nach Suhl. Ebenso wurden auf der ersten Sügida-Veranstaltung zwei Bewohner des „Gelben Hauses“ aus Ballstädt gesichtet. Thomas Wagner, Kopf der Rechtsrockband „SKD“ und Hauptverdächtiger des Überfalls auf eine Feier im Gemeindesaal von Ballstädt, sowie der aus Bad Langensalza stammenden Tony St., mutmaßlich ebenfalls an dem brutalem Überfall mit 10 Verletzten (2 davon schwerverletzt) beteiligt, sind in Suhl mit dabei. Vor dem Hintergrund dieser neuen Aktivitäten der Gothaer Neonazi-Szene ist es unverständlich, dass die Tatverdächtigen des Überfalls in Ballstädt noch nicht vor Gericht stehen. So lässt man ihnen Raum sich an volksverhetzenden Unternehmungen zu beteiligen. „Der Prozess ist überfällig, und muss endlich beginnen.“ fordert Scheringer-Wright.

Zudem möchte Scheringer-Wright alle Gothaerinnen und Gothaer dazu ermutigen sich an den Gegenprotesten zu beteiligen und die Suhler Zivilgesellschaft in ihrem Widerstand zu unterstützen. „Aber auch in unserem eigenen Landkreis sollten wir wachsam sein, und fremdenfeindlichen sowie neonazistischen Aktivitäten mutig entgegentreten“, so Scheringer-Wright abschließend.

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NPD greift linke Abgeordnete an

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Während des Auftritts der Neonazis vor dem Thüringer Landtag wollte die Abgeordnete ein Plakat mitnehmen, dass sie zuvor an der Wand beim Schriftzug des Thüringer Landtags stehen gelassen hatte. Sofort griff der Ordner der NPD die Abgeordnete an und schubste sie zurück. „Der Schub war schon sehr heftig, ich bin jedoch nicht zu Boden gegangen, weil ich glücklicherweise einen festen Stand habe“ erklärt die Abgeordnete. „Dass ich aber als frei gewählte Abgeordnete von Nazis abgehalten werden soll, mich vor dem Landtag zu bewegen, ruft mir die schlimmsten Bilder aus der Vergangenheit Deutschlands in Erinnerung“ so die Abgeordnete weiter. „Solche tätliche Angriffe der NPD werden mich nicht davon abhalten gegen Nazis Gesicht zu zeigen und den tätlichen Angriff lasse ich diesem NPD Funktionär auch nicht durchgehen“ sagt Scheringer-Wright. Die Abgeordnete hat sofort nach dem Vorfall Anzeige gegen diesen NPD-Funktionär erstattet.

 

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Die Angst in Ballstädt sitzt noch tief

17. Februar 2014  Allgemein, Antifaschismus, Lokales, Politik

Der Kreisvorstand der Partei DIE LINKE. Gotha verurteilte in seiner Sitzung am 11.02. den neonazistischen Überfall auf die Kirmesgesellschaft in Ballstädt.

Ballstädt

Johanna Scheringer-Wright übergibt eine Spende an die Bürgermeisterin von Ballstädt Frau Reisser

DIE LINKE verfolgt die neonazistischen Umtriebe im Landkreis seit langem mit großer Sorge. Dieser Terrorüberfall stellt jetzt auch hier im Landkreis  eine neue Qualität der Einschüchterung dar. Wie die Betroffenen aussagten, war der Überfall sorgfältig geplant und die Durchführung äußerst schlagkräftig und brutal. „Das lässt befürchten, dass eine neue Terrorzelle am Werk ist“ sagt die lokale Landtagsabgeordnete Johanna Scheringer-Wright.

DIE LINKE fordert daher Polizei, Staatsanwaltschaft und Staatsschutz auf, auch in Richtung terroristische Vereinigung zu ermitteln. In der rechten Szene hieße es bereits „NSU – reloaded“. „Dies muss als Alarmzeichen gewertet werden und hierauf muss reagiert werden.“ so Scheringer-Wright weiter. Der Kreisvorstand, die linke Kreistagsfraktion im  Gothaer Kreistag und die linke Abgeordnete Scheringer-Wright sprechen allen Betroffenen ihr Mitgefühl aus und rufen dazu auf, an Mahnwachen und anderen Solidaritätskundgebungen in Ballstädt teilzunehmen.

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DIE LINKE unterstützt Mahnwache in Ballstädt

11. Februar 2014  Allgemein, Antifaschismus, Lokales

Die Landtagsabgeordnete der LINKEN, Dr. Johanna Scheringer-Wright, besuchte am Montag Ballstädt und deren Bürgermeisterin. „Ich wollte den Einwohnerinnen und Einwohnern, der Kirmesgesellschaft und natürlich der Bürgermeisterin persönlich mein Mitgefühl ausdrücken und Unterstützung anbieten“, sagt Scheringer-Wright.

„Ich war tief erschüttert von der Schilderung der Betroffenen. Dieser brutale Überfall ist brauner Terror pur“, erklärt Frau Scheringer-Wright. Sie fordert alle, insbesondere Landrat Gießmann auf, die Bürgermeisterin und die Einwohner von Ballstädt in dieser schwierigen Situation nicht allein zu lassen. „Auch die Landesregierung muss sich mit diesem Terrorüberfall befassen und das Dorf unterstützen, um mit dieser Situation umzugehen“, so die LINKE-Abgeordnete, die ihr Wahlkreisbüro in Gotha hat. Das Thema wird auf Antrag der LINKEN im Innenausschuss des 01. BallstädtLandtags aufgerufen.

Am Mittwoch soll es eine Mahnwachegeben, die von der Allianz gegen Rechts organisiert wird. „Ich fordere alle auf, an der Seite der Betroffenen, der Bürgermeisterin und aller demokratischen Einwohnerinnen und Einwohner an der Mahnwache teilzunehmen und ein Zeichen für Solidarität und Demokratie zu setzen“, so Scheringer-Wright.

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Neonazis in Ballstädt

09. Februar 2014  Allgemein, Antifaschismus, Lokales, Politik

Nachdem wir gestern an der relativ erfolgreichen Aktion gegen Neonazis in Weimar teilgenommen habe, bin ich heute geschockt von dem Überfall auf die Kirmesfeier in Ballstädt, Landkreis Gotha.

Ballstädt

Dieses Haus in Ballstädt ist 2013 an Angehörige der rechten Szene verkauft worden. Foto: Lutz Ebhardt

Da mindestens ein Schläger erkannt wurde, der zu der Neonazi-Gruppe Crawinkel/Ballstädt gehört, ist davon auszugehen, dass dies ein faschistischer Überfall war. Mein Mitgefühl gilt den verletzten Personen und deren Familien. Dieser Vorfall muss aufgeklärt, die Verantwortlichen vor Gericht gestellt und es muss geprüft werden, inwieweit das Haus der Neonazis in Ballstädt als Ausgangs- bzw. Vorbereitungsbasis für diesen brutalen Überfall gedient hat. Polizei, Kripo und Staatsschutz müssen mit Hochdruck ermitteln.

Ich möchte den Einwohnern von Ballstädt mein Mitgefühl ausdrücken und ihnen Mut machen, sich nicht einschüchtern zu lassen.

Johanna Scheringer-Wright

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Anti-Nazi Demo Weimar

08. Februar 2014  Allgemein, Antifaschismus, Lokales, Politik
Anti-Nazis Demo Weimar 2014

Anti-Nazis Demo Weimar 2014

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