Antifaschismus

3. Tag der Nazikundgebung vor dem Praktiker

05. November 2015  Allgemein, Antifaschismus, Mein Wahlkreis

Heute wird es die dritte Dauerkundgebung der Gothaer Neonazi-Szene vor dem ehemaligen Praktiker-Baumarkt in der Langensalzaer Straße geben. Die Mitglieder der Kameradschaft „Bündnis Zukunft Landkreis Gotha“ und der Partei „Die Rechte“ werden wieder von 11:00 bis 22:00 Uhr in unmittelbarer Nähe zur zukünftigen Erstaufnahmeeinrichtung stehen, und auf die Ankunft der ersten Geflüchteten warten.

Die Aktion läuft unter dem Hashtag „GothaBlockt“ (die Nazis sagen vermutlich Raute „GothaBlockt“), und es ist zu vermuten das sie die Ankunft der Busse zumindest verzögern wollen.

Gestern gab es eine Gegenkundgebung, danke an alle Leute die da waren, die gekocht haben und Kuchen und Kaffee vorbeigebracht haben.

Aktuelle Infos zur Situation erhaltet ihr auf der Seite des Infoladen Gotha, unterstützt die Leute vor Ort! Das erste was die Geflüchteten von Gotha sehen, sollte kein wütender Mob mit „Refugees not Welcome“-Transparenten sein.

Gegenprotest an der Langensalzaer Straße

Gegenprotest an der Langensalzaer Straße

Gegenprotest an der Langensalzaer Straße

Gegenprotest an der Langensalzaer Straße

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Offener Brief des VVN-BDA (Gotha)

30. Oktober 2015  Antifaschismus, Mein Wahlkreis

Die Landtagsabgeordnete Johanna Scheringer-Wright unterstützt den Apell des VVN-BDA an die Politiker_innen des Landkreises Gotha. Der Stimmungsmache von Neonazis und Rassisten muss breiter Widerstand entgegengesetzt werden. Sowohl in den Parlamenten, als auch auf der Straße.

Offener Brief

Herrn Landrat Konrad Gießmann,

Herrn Oberbürgermeister Knut Kreuch,

die Damen und Herren BürgermeisterInnen des Landkreises Gotha,

die und Mitglieder des Kreistages, der Stadt- und Gemeinderäte des Landkreises Gotha

sowie die Beamten, Mitarbeiter und Angestellten der Kreis-, Stadt- und Gemeindeverwaltungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

in tiefer Sorge um das Gemeinwohl der Mitmenschen und um den Zusammenhalt der Einwohner der Städte und Gemeinden unseres Landkreises wende ich mich namens der Mitglieder der Kreisorganisation der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten auf diesem ungewöhnlichen Wege an Sie.

Spätestens seit dem feigen Anschlag in Ballstädt wissen Sie, welche Art faschistoider Marodeure sich in unserem Landkreis herumtreiben. Der Brandanschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in Friemar ist nicht das letzte Wetterleuchten einer Bedrohung der Bürger, ihres Eigentums sowie der öffentlichen Ordnung in unserem Kreis.

Naziparolen brüllende, einschlägig bekannte Rechtsradikale rotten sich regelmäßig unter dem Deckmantel gesetzlich erlaubter Demonstrationsfreiheit zusammen und dürfen diesen Wegs den Faschismus und ihren Rassismus verbreiten.

„Der Anstreicher kam zur Macht nicht nur durch einen Staatsstreich, sondern auch auf gesetzmäßige Weise. Seine Partei war plötzlich die größte aller Parteien, so dass ihm die Bildung der Regierung nach dem Gesetz zustand. Im Volke herrschte die größte Verwirrung. Viele stimmten für den Bekämpfer der Demokratie, weil sie Demokraten waren. Dann gab es die vielen Unzufriedenen, die mit bestimmten Parteien unzufrieden waren, nämlich den vorhandenen, und auf die Partei des Anstreichers blickten als auf eine, die noch nicht regiert, also noch nicht versagt hatte. Die Kälber, unzufrieden mit ihren Scherern und Futtermeistern und Hütern, entscheiden, nun einmal den Metzger ausprobieren zu wollen.Bertolt Brecht

Seit Jahrzehnten fordert die VVN- BdA gemäß Artikel 139 des Grundgesetzes das Verbot und die Auflösung aller neofaschistischen Parteien und Organisationen.

Nun werden Sie einwenden, dass dies in Ihrer Macht nicht liege.

Sehr geehrte Damen und Herren,

dann wenigstens zeigen Sie Flagge, öffentlich, nehmen Sie an den Gegendemonstrationen der antifaschistischen und gesellschaftlichen Organisationen sichtbar und engagiert teil, geben Sie Ihren Mitbürgern die Sicherheit, Sie als die politisch Verantwortlichen an ihrer Seite zu haben! Je mehr wir alle unseren Mitmenschen die Ängste nehmen, umso weniger verirren sich als mitlaufende Kälber bei denen, die jederzeit bereit sind, den Metzger zu spielen.

 

Martin Mürb

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Grußadresse zur „Es reicht, ya basta, it’s enough, كافيةأنها – Antirassistische Demonstration in Gotha am 10.10.2015“

12. Oktober 2015  Allgemein, Antifaschismus, Mein Wahlkreis

ttip_demoLiebe Antifaschistinnen und Antifaschisten, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen

Ich befinde mich gerade auf der Demonstration gegen TTIP in Berlin und protestiere gegen eine Handelspolitik, die menschenverachtend ist, und nur den Profiten der Konzerne und der Großaktionäre dient, und im Endeffekt auch Fluchtgründe verursacht.

Aus diesem Grund kann ich leider heute nicht hier in Gotha an Eurer Seite sein. Ich freue mich aber, dass Ihr hier seid um laut zu sagen „es reicht – kein Rassismus in Gotha“.

Der Brandanschlag mitten in der Nacht auf die Turnhalle in Friemar war ein versuchter Mord an den Menschen, die dort schliefen. Ich fordere, dass mit allem Nachdruck die strafrechtlichen Ermittlungen geführt werden, damit die Brandstifter, die mit solchen Taten Terror verbreiteten, zur Verantwortung gezogen werden können. Ich möchte auch alle Anwohner und potentiellen Zeugen ermutigen, sich nicht einschüchtern zu lassen und der Polizei mögliche Beobachtungen mitzuteilen. Denn wenn es Anschläge gibt, darf niemand mehr wegschauen sonst macht man sich mitschuldig.

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Die Landtagsabgeordnete Johanna Scheringer-Wright verurteilt den Brandanschlag in Friemar und fordert gleichzeitig mehr dezentrale Unterkünfte

06. Oktober 2015  Allgemein, Antifaschismus, Lokales
Brandschaden an der Unterkunft

Brandschaden an der Unterkunft

Am Montag, den 05.10.2015 machte sich die DIE LINKE Landtagsabgeordnete Johanna Scheringer-Wright vor Ort in Friemar an der Turnhalle ein Bild und kam mit Mitarbeitern des Landratsamtes und der Sicherheitsfirma ins Gespräch.

„Dieser Brandanschlag mitten in der Nacht ist ein versuchter Mord an den Menschen, die dort schliefen“ empört sich Scheringer-Wright. Sie hoffe, dass mit allem Nachdruck die strafrechtlichen Ermittlungen geführt werden, damit die Brandstifter, die mit solchen Taten Terror verbreiteten, zur Verantwortung gezogen werden können. „Ich möchte auch alle Anwohner und potentiellen Zeugen ermutigen, sich nicht einschüchtern zu lassen und der Polizei mögliche Beobachtungen mitzuteilen“ sagt Scheringer-Wright. Denn wenn es Anschläge gebe, dürfe niemand mehr wegschauen.

Die Mitarbeiter des Landratsamtes seien sich einig, dass der Schaden wieder behoben werden könne und dass die Turnhalle dann wieder genutzt werden kann.

„In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass der Landrat auch andere Gebäude in die

Turnhalle Friemar

Turnhalle Friemar

Planung für Flüchtlingsunterkünfte in den Blick nimmt“ fordert Scheringer-Wright. Wenn die Nutzung von Turnhallen bedeutet, dass die Schüler keinen Turnunterricht mehr haben können, sei das immer eine schlechte Lösung, erklärt Scheringer-Wright. „Ich weiß aber doch aus eigener Anschauung, dass sowohl in den Dörfern rund um Gotha, wie auch in der Stadt Gotha selbst viele Gebäude leer stehen“ sagt Scheringer-Wright. Viele davon seien ehemalige Hotels oder Landgaststätten, oftmals mit Saal, Küche und Zimmern. „So zum Beispiel die ehemalige Fischerstube, Hotel St. Gambrin, in Gotha, die steht leer und wäre vorzüglich geeignet. Aber da muss Landrat Gießmann eben mal das Telefon in die Hand nehmen und mit den privaten Besitzern das Gespräch führen“ fordert die Landtagsabgeordnete. Wenn sich nur auf die unter seiner Ägide stehenden Schulgebäude und Turnhallen konzentriert würde, erledige der Landrat seine Aufgabe nicht, und schaffe wie z.B. in Waltershausen unnötig Wut und Enttäuschung. „Das braucht es doch wirklich nicht, es gibt genügend andere Möglichkeiten, die dann zum Wohle aller genutzt werden können“ ist sich Scheringer-Wright sicher.

Innenansicht Turnhalle

Innenansicht Turnhalle

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„Falsche Freunde“ in Waltershausen

28. September 2015  Antifaschismus, Lokales, Mein Wahlkreis

[Foto: W. Möller]: Gegenkundgebung Bildmitte: Johanna Scheringer-Wright

[Foto: W. Möller]: Gegenkundgebung
Bildmitte: Johanna Scheringer-Wright

Am Montag den 14. September fand in Waltershausen eine Demonstration des Landesverbandes der Thüringer NPD statt. Aufhänger war die kurzfristig bekanntgegebene Umnutzung einer Förderschule zur Unterkunft für Asylsuchende.

Aufgerufen hatte der Landesvorsitzende der NPD Tobias Kammler, trotz der kurzen Mobilisierungszeit von 4 Tagen folgten dem Aufruf zwischen 500 und 700 Menschen. Vertreten war das gesamte Spektrum der „rechten Zivilgesellschaft“, sowie einige der direkt von der Schulschließung betroffene Schüler_innen und deren Eltern.

Den größten Teil der Demonstration stellten augenscheinlich die „besorgten Bürger_innen“ von Waltershausen, eingerahmt von NPD-Anhängern und Mitgliedern der regionalen Kameradschaftsszene aus Gotha. Die Berührungsängste zwischen sich selbst als „normale Bürger“ verstehenden Menschen auf der einen Seite und NPD, bzw. militanter Kameradschaftsszene auf der anderen Seite, scheinen endgültig verschwunden zu sein.

Die Gegenkundgebung wurde von der Landtagsabgeordneten Johanna Scheringer-Wright

[Foto: W. Möller]: Gegenkundgebung Grüne, Linke, Jusos, Antifa und wegen der besorgten Bürgern besorgte Menschen

[Foto: W. Möller]: Gegenkundgebung
Grüne, Linke, Jusos, Antifa und wegen der besorgten Bürgern besorgte Menschen

angemeldet. An der Kundgebung in der Nähe zum Auftaktort der NPD-Demo beteiligten sich etwa 100 Menschen, aus dem Parteispektrum von die LINKE, Grüne und SPD (und deren Nachwuchsorganisationen), Leute von „der Antifa“, und Bürgerinnen und Bürger aus Waltershausen die besorgt sind wegen der „besorgten Bürger“.

Die Abschluss-Kundgebung der NPD und ihrer zahlreichen Sympathisanten fand auf dem Waltershäuser Marktplatz statt, auch hier gelang es zumindest Protest in Hör- und Sichtweite durchzusetzen. Ein heftiger Wolkenbruch sorgte schließlich dafür dass sich das Verhältnis von NPD-Demonstranten zu Gegendemonstranten schlagartig umkehrte, als die „besorgten Bürger“ vor dem Wetter die Flucht ergriffen. So schnell wird man zum „Klimaflüchtling“…

Die Erfolge die die NPD und andere rechte Akteure momentan für sich verbuchen können, beruhen keineswegs auf der eigenen Stärke der rechten Szene, ihren rhetorischen Fähigkeiten oder ihrem Organisationstalent. Ob nun bewusst oder unbewusst treiben Teile des konservativ-bürgerlichen Establishments den braunen Rattenfängern die Menschen in die Arme. Im Landkreis Gotha beteiligen sich an der „Schützenhilfe“ für die NPD allen voran der Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski, sowie der Landrat Konrad Gießmann (beide CDU). Herr Schipanski echauffiert sich darüber wenn Einrichtungen des Bundes (Truppenübungsplatz Ohrdruf) sich bereit erklären Flüchtlinge aufzunehmen. Allerdings geht der Vorwurf nicht an den Bund, bzw. die Bundeswehr, sondern richtet sich gegen die Landesregierung, die über die Köpfe der Ohrdrufer Bevölkerung hinweg den Bundeswehrstandort in Beschlag genommen hätte.

[Foto: sb]: Kameradschaftsmitglieder des "Bündnis Zukunft Landkreis Gotha"

[Foto: sb]: Kameradschaftsmitglieder des „Bündnis Zukunft Landkreis Gotha“

Genau das was Herr Schipanski (CDU) der Landesregierung vorwirft: keine Beteiligung der Bevölkerung, keine Transparenz in der Entscheidungsfindung, keine Vorwarnung, usw. – genau nach diesem Muster verteilt das Landratsamt unter Konrad Gießmann (CDU) die Geflüchteten im Landkreis Gotha. Da werden quasi über Nacht Turnhallen zu Unterkünften, bzw. Förderschulen geschlossen und umgewidmet. Dass die Schule in Waltershausen, wegen geringer Schülerzahlen und der Inklusion, sowieso kurz vor der Schließung stand, wird nicht erwähnt. So kann eine unpopuläre Entscheidung, die die Schließung einer Schule wohl immer ist, auf die Asylbewerber abgewälzt werden.

[Foto: sb]: Neben Deutschlandfahnen, NPD-Flaggen, schwarzen Kameradschaftsfahnen auch "Schwarz-Weiß-Rote"-Beflaggung des "Bürgerprotests"

[Foto: sb]: Neben Deutschlandfahnen, NPD-Flaggen, schwarzen Kameradschaftsfahnen auch „Schwarz-Weiß-Rote“-Beflaggung des „Bürgerprotests“

Ob sich Herr Gießmann (CDU) und Herr Schipanski (CDU) der Auswirkungen ihres Handelns und ihrer medialen Hetze bewusst sind, kann nur gemutmaßt werden. Das vermeintliche Kalkül dahinter, die Wähler_innen die jetzt eventuell zur AfD und NPD überlaufen an die CDU zu binden, wird wohl kaum aufgehen. Sie tragen vielmehr dazu bei das dieser Prozess noch beschleunigt wird. Das sah man in Waltershausen, und das sieht man jetzt jeden Mittwoch in Erfurt, wenn nicht nur hunderte, sondern tausende „besorgte Bürger“ und Neonazis gemeinsame durch die Straßen ziehen.

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NEIN zu „falschen Freunden“

14. September 2015  Antifaschismus, Mein Wahlkreis

Heute wird die NPD in Waltershausen eine Demonstration gegen eine geplante Unterkunft für Asylsuchende durchführen.

Wir rufen dazu auf, den Nazis und Rassisten nicht unkommentiert die Straße zu überlassen, kommt deshalb heute nach Waltershausen und schließt euch dem Protest gegen diese menschenfeindliche Propaganda an!

WO: Waltershausen, Hörselgauer Straße 2

WANN: 17:00 Uhr

TREFFPUNKT: 16:00 Uhr – Parkplatz gegenüber des alten ZOB (Mühlgrabenweg)

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Scheckübergabe an das Antifa Bündnis Gotha

01. Juli 2015  Antifaschismus, Mein Wahlkreis

Seit über einem Jahrzehnt findet im Landkreis Gotha ein Aufmarsch von Neonazis anlässlich des Volkstrauertages statt. Das sogenannte Heldengedenken von NPD und Kameradschaftsszene hat sich zu einem festen Termin entwickelt. Jedes Jahr 2 Sonntage vor dem ersten Advent trifft sich der harte Kern der Neonazi-Szene um ihrer gefallenen „Helden“ zu gedenken. Im Schein ihrer Fackeln rufen sie die Angehörigen von Heer bis Waffen-SS in ihre Reihen zurück und singen die Lieder aus dem „nationalen Gesangsbuch“.

Über Jahre hat sich kaum jemand an diesem Treiben gestört. Erstmals formierte sich 2009 ein Bündnis antifaschistischer und linker Gruppen und Einzelpersonen, um das „Thüringer Heldengedenken“ nicht unkommentiert in Friedrichroda stattfinden zu lassen. Seit 2012 gibt es eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem „Heldengedenken“ der Neonazis, sowie der deutschen Gedenkpolitik anlässlich des Volkstrauertages.

Zur Arbeit des Antifa-Bündnisses gehörten immer auch inhaltliche und theoretische Auseinandersetzungen mit der Thematik. Diese gesammelten Werke, werden rechtzeitig vor dem diesjährigen Volkstrauertags in Form einer umfangreichen Broschüre erscheinen. Die Alternative 54 unterstützt den Druck dieser Broschüre mit 400€.

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„Thügida“ kommt nach Ohrdruf

27. April 2015  Antifaschismus, Mein Wahlkreis

Seit Anfang des Jahres marschieren Neonazis, Rassisten und Wutbürger jeden Montag auf Thüringens Straßen. Nach Suhl, Erfurt und Eisenberg ist für Montag den 27. April eine Demonstration in Ohrdruf geplant. Der Anlass dafür ist die geplante Unterbringung von rund 100 Flüchtlingen, was einem Anteil von etwa 2,2% der Einwohner entspräche.

Organisiert wird Thügida von Neonazis rund um Tommy Frenck (NPD-nahe Bündnis Zukunft Hildburghausen) und David Köckert (NPD). Unterstützt werden sie von zahlreichen lokalen Anti-Asyl-Initiativen, sowie verschiedenen rechten Gruppierungen (Europäische Aktion, Bündnis Zukunft Landkreis Gotha, Pro Ohrdruf,…).

„Es ist unsere moralische Pflicht schutzbedürftigen Menschen Hilfe und Unterstützung zu gewähren“, so Johanna Scheringer-Wright. „Weiterhin wäre es ein fatales Signal den rechten Mob ungestört marschieren zu lassen.“

Am Montag wird es eine Kundgebung unter dem Motto „Ohrdruf für Demokratie und Weltoffenheit“ geben. Johanna Scheringer-Wright ruft dazu auf die Ohrdrufer Zivilgesellschaft zu unterstützen, und sich an der Kundgebung an der Heuwaage (Winzerstraße) ab 18:00 Uhr zu beteiligen.

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Friedenskundgebung und Gedenken an die Opfer Todesmarsches

08. April 2015  Antifaschismus, Lokales

Am frühen Ostersamstag fand in Ohrdruf die traditionelle Friedenskundgebung statt. Am Gedenkstein für die 5.000 Opfer des Außenlagers Ohrdruf SIII (Außenlager des KZ Buchenwald), in der Waldstraße, versammelten sich die überschaubare Gruppe. Neben der musikalischen Begleitung, gab es eine Rede von Johanna. Thematisiert wurden die aktuelle Außen- und Rüstungspolitik der BRD, die Situation rund um den Truppenübungspatz von Ohrdruf, die Ehrung der Opfer des historischen Nationalsozialismus und die Gefahren durch die aktuelle rassistische Mobilisierungswelle (Rede im Anhang).

Anschließend ging es mit dem Bus ins Jonastal. Anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung des Außenlagers erinnerte ein Sternmarsch an die Todesmärsche der KZ-Häftlinge. Etwa 300 Menschen beteiligten sich an der Gedenkzeremonie. Unter ihnen der ehemalige Häftling Petro Mischtschuk, der Veteranen der US-Army Douglas Dillard und Dmitry Baskakov (russisches Generalkonsulat).

Nur wenige Stunden nach der Veranstaltung wurde die neu gestaltete Gedenkstätte geschändet. Eine Tafel wurde beschädigt und die Blumengebinde zerstört.

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Theodor-Neubauer Gedenken

06. Februar 2015  Antifaschismus, Lokales
Rede von Johanna Scheringer-Wright (MdL)

Rede von Johanna Scheringer-Wright (MdL)

Am 5. Februar 2015, dem 70. Todestag von Theodor Neubauer, versammelten sich etwa 40 Menschen am Theodor-Neubauer-Park in Tabarz, um dem kommunistischen Widerstandskämpfer zu gedenken.

Auf der, vom VVN-BdA organisierten, Gedenkkundgebung sprachen neben dem Kreisvorsitzenden der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Martin Mürb, auch die Landesvorsitzende Elke Pudszuhn, die Beigeordnete des Gemeinderates Tabarz Susanne Hoske, Professor Peter Arlt, Gerald Möller von der DKP sowie die Landtagsabgeordnete Johanna Scheringer-Wright.

Die verschiedenen Redner und Rednerinnen gingen auf das Leben und Wirken Neubauers, seinen Kampf gegen den Faschismus, sowie seine Hinrichtung durch die Nazis ein. Das Gedenken an die Ermordung Neubauers ist zugleich eine Mahnung an die Gegenwart. „Gerade für die heutige Zeit sollten wir aus Neubauers Leben Ideen schöpfen“ forderte die Abgeordnete Scheringer-Wright. Die Unzufriedenen dürften nicht Nazis und Volksverhetzern überlassen werden. Hier und heute müssen Alternativen entwickelt werden, die der Spaltung der Gesellschaft effektiv entgegenwirken und die Rassismus, Nazismus und Ausgrenzung den Boden entziehen, so Scheringer-Wright abschließend.

Theodor-Neubauer-Gedenkstein.

Theodor-Neubauer-Gedenkstein.

In diesem Sinne wurde während der Gedenkkundgebung der Theodor-Neubauer-Preis ausgelobt.

„In dieser Zeit, in der erneut der Mob die Straßen gewinnt, müssen wir uns des Lebens und Kampfes solcher Menschen, wie Theo Neubauer, in Erinnerung rufen und aus ihrem Schicksal Einsicht, Kraft und Hoffnung gewinnen und aktiv werden.“ (Auszug aus dem Auslobungstext)

 

 

Im Anhang findet ihr die Rede von Johanna Scheringer-Wright, sowie einige weitere Bilder der Kundgebung

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