Politik

Für Verkehrs-, Agrar- und Energiepolitik werden in Brüssel die Weichen neu gestellt

13. November 2017  Landwirtschaft, Umwelt

Vom 6. bis 9. November fand die gemeinsame Informationsreise des Landtagsausschusses für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten und des Ausschusses für Umwelt, Energie und Naturschutz statt. Die Vertretung des Freistaates Thüringen bei der Europäischen Union organisierte für beide Ausschüsse ein ausführliches Programm. Als Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag vertraten Dr. Gudrun Lukin, Ute Lukasch, Diana Skibbe, Dr. Johanna Scheringer-Wright und Tilo Kummer die Thüringer Interessen vor Ort.

 

Schwerpunkte der Reise war unter anderem die anstehende Reform der gemeinsamen Agrarpolitik mit der drohenden Kappung und Degression der Direktbeihilfen für Agrarbetriebe. Dass diese Kürzungen besonders die ostdeutschen Agrargenossenschaften treffen würden, darüber waren sich alle Ausschussmitglieder einig. Dr. Johanna Scheringer-Wright, agrarpolitische Sprecherin, begrüßte die Diskussion, zukünftig die Direktzahlungen auch an die Zahl der Arbeitskräfte zu koppeln. Auch die weitere Zulassung von Glyphosat wurde kontrovers diskutiert. Auf der einen Seite stehen, so Diana Skibbe, Sprecherin für Verbraucherschutz, die Ablehnung der Bevölkerung und das cancerogene Potential des Totalherbizids. Andererseits gibt es noch keine unbedenklicheren chemischen Alternativen für die pfluglose Bodenbearbeitung. „Glyphosat steht damit exemplarisch für eine Form der Landwirtschaft, die in der gesellschaftlichen Diskussion steht“, gibt Johanna Scheringer-Wright zu bedenken.

Im Verkehrsbereich wurde deutlich, dass zukünftige Entwicklungsziele zur CO2-Reduktion auf Elektromobilität und alternative Antriebe, wie Wasserstoffbrennzellen, ausgerichtet werden. Klar wurde auch, dass in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wie z.B. der Schweiz ein deutliches Defizit im Schienenausbau besteht. Darüber hinaus gibt es im gesamten Europa ein enormes Investitionsdefizit beim Schienennetz. Ein angekündigtes neues EU-Großprojekt der internationalen Lückenschlüsse macht Hoffnung darauf, europäische Hilfe für den einen oder anderen grenzübergreifenden Lückenschluss in Thüringen beantragen zu können. Die verkehrspolitische Sprecherin Dr. Gudrun Lukin machte sich dabei besonders für den Lückenschluss bei Höllentalbahn und Werrabahn in Thüringen stark.

Im Bereich Energiepolitik wurde von den Gesprächspartnern unterstrichen, dass man auf einen gesamteuropäischen Strommarkt aufgrund eines europaweiten Stromnetzes baut. Tilo Kummer, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion, kritisiert in diesem Zusammenhang, dass die EU nicht plant, Anreize für Speichersysteme zu schaffen. „Regionale Energieerzeugung wird durch das Setzen auf große Erzeuger und Übertragungsnetze benachteiligt“, so Kummer.

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Pressemitteilung: Wo ist die Haltelinie?

12. November 2017  Antifaschismus, Mein Wahlkreis, Politik

Gedenken an Reichspogromnacht in Gotha durch Nazis bedroht

Am Donnerstag, den 9. November jährte sich die Reichspogromnacht in Deutschland zum 79. Mal. Wie in vielen anderen Städten und Gemeinden wurde auch in Gotha die Synagoge niedergebrannt und 52 Jüdinnen und Juden im direkten Anschluss daran inhaftiert. 28 von ihnen wurden direkt ins KZ Buchenwald deportiert. Kaum jemand von ihnen hat überlebt.

Wie jedes Jahr gedachte das Gothaer Bündnis gegen Rechts mit einer Kranzniederlegung direkt auf dem Jüdischen Friedhof und einem Lichterlauf vom Friedhof zur Gedenkstätte am Platz der ehemaligen Synagoge den Opfern der Reichspogromnacht und warnte gleichzeitig vor den aktuellen rassistischen Entwicklungen und Pogromen. Auch die Stadt gedachte wie immer der jüdischen Opfer.

Neben der offiziellen Gedenkveranstaltung der Stadt und dem Lichterlauf des Bürgerbündnis gab es auch zwei genehmigte Kundgebungen von Neonazis. Wenige Meter vom Haupteingangs des Jüdischen Friedhofs entfernt, forderte der in Gotha stadtbekannte Neonazi Marko Zint mit einigen Militanten auf einem Transparent „Schluss mit dem Schuldkult“.

„Es ist ein Skandal, dass eine Neonazikundgebung an diesen beiden jüdischen Gedenkorten vom Landratsamt Gotha genehmigt wurde“ erklärt die Abgeordnete der Landtagsfraktion DIE LINKE Scheringer-Wright. „Die Instinktlosigkeit des CDU-Landrates und seiner Ordnungsbehörde offenbart eine absolute Ignoranz und befördert die Verhöhnung der Opfer “ so die Abgeordnete weiter.

Jahrelang verlief das Gedenken an die Opfer der Pogromnacht am 9. November in Gotha ungestört, fast schon unbeachtet. Dass in 2017, dem Jahr, in dem der Thüringische AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Höcke die Forderung nach einer 180 Grad-Wende in der Erinnerungspolitik gefordert hat, Neonazis die Pogromnacht öffentlichkeitswirksam besetzen und damit eine direkte Drohung gegen Juden und Gedenkende demonstrieren können ist kein Zufall.

„Ich bin entsetzt, dass das Landratsamt Gotha diese antisemitische Einschüchterung vor Ort zugelassen hat“, beschwert sich Scheringer-Wright. Auch der Vorsitzende des Gothaer Bündnis gegen Rechts ist außer sich: „Ich bin traurig und wütend über die eingetretene Situation. Es zeigt sich dass das Brecht´sche Zitat „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“ nichts an Aktualität eingebüßt hat“.

Scheringer-Wright kündigt an, dass dieser Vorfall nicht zu den Akten gelegt werden kann, sie werde mit den verantwortlichen Behörden des Landkreises Gotha das Gespräch suchen und Aufarbeitung verlangen.

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Artgerechte Tierhaltung in Fachgespräch diskutiert

18. Oktober 2017  Landwirtschaft

Mit Verweis auf das heutige Fachgespräch der Linksfraktion im Thüringer Landtag „Artgerechte Tierhaltung – Wie soll das gehen und rechnet sich das?“ sagt Dr. Johanna Scheringer-Wright, landwirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion: „Kein Thema wird derzeit in der Agrarpolitik so kontrovers diskutiert wie die Tierhaltung. Die Vorstellungen der Gesellschaft stehen der wirtschaftlichen Machbarkeit gegenüber. Auf der einen Seite gibt es den Verbraucherwunsch nach ökologisch produzierten Tieren auf der anderen Seite steht die Bereitschaft höhere Preise zu zahlen.“

Vorgestellt wurden in dem Fachgespräch wirtschaftliche Konzepte die Offenstallhaltung von Schweinen und ein wirtschaftliches System der Milchviehhaltung ohne Kraftfuttereinsatz. „Deutlich wurde, dass es niemals nur um einzelne Faktoren geht, die geändert werden müssen, sondern um die Betrachtung des ganzen Systems“, betont die Abgeordnete.

Prof. Dr. Onno Poppinga sprach vor allem die Möglichkeit, in der Milchviehhaltung mehr Grundfutter einzusetzen, sowie weiteren Forschungsbedarf bei der Weidehaltung an. Es ging ihm aber auch um die verbesserter Milchqualität, die  Lebensleistung und die Gesundheit der Tiere. Der Fachmann für Schweinehaltung Rudolf Wiedmann zeigte mit seinem Stallkonzept nicht nur die wirtschaftliche Machbarkeit von Offenstallhaltung bei Schweinen auf, sondern auch die Vorteile, die durch den verbesserten Gesundheitszustand der Tiere entstehen. Annika Bromberg vom Tierzuchtfonds betonte vor allem die Notwendigkeit, eigenständige Zuchtlinien für die ökologische Tierproduktion zu schaffen.

„Außerdem, das wurde deutlich, muss besonders in der Politik flexibler für neue Rahmenbedingungen für alternative Haltungsformen gesorgt werden. Das geänderte Agrarinvestitionsprogramm ist in der jetzigen Neufassung ein guter Kompromiss, um Modernisierungen für mehr Tiergerechtigkeit und weniger Umweltbelastungen in der Tierhaltung voranzubringen“, sagt Scheringer-Wright abschließend.

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Thüringer Landwirtschaft fit machen für mehr Tierwohl

25. September 2017  Landwirtschaft

In der heutigen Sitzung (21.09.) des Ausschusses Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten, die aufgrund eines einstimmigen Beschlusses aller Abgeordneten öffentlich durchgeführt wurde, beschäftigten sich die Abgeordneten vor allem mit Tierhaltung in Thüringen.

Im Bericht der Landesregierung wurde deutlich, dass es in den letzten fünf Jahren in 17 von 67 kontrollierten Betrieben Tierschutzverstöße gab. Das sind 25 Prozent aller kontrollierten Betriebe. Im Fall des Betriebes in Aschara waren diese Verstöße so massiv, dass den Leitern des Betriebes ein Tierhaltungsverbot auferlegt wurde. Bei diesen Verstößen handelte es sich insbesondere darum, dass kranke Tiere nicht einzeln durch einen Tierarzt behandelt wurden, sondern alle Tiere behandelt wurden – ob krank oder nicht.

Dazu erklärt die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Dr. Johanna Scheringer-Wright: „Solche Zustände sind nicht tragbar und auch nicht zu entschuldigen. Diese Vorfälle zeigen aber auch, wie notwendig es ist, sich damit auseinanderzusetzen, wie in Thüringen die Tierhaltung vorangebracht werden kann.“

Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft sei die Tierhaltung notwendiger Baustein. Zum einen werden die für den menschlichen Verzehr nicht geeigneten Pflanzen durch die Tiere veredelt und damit Wiesen und Weiden sowie eine vielfältige Fruchtfolge auf den Feldern erhalten. Zum anderen erbringen Tiere wertvollen Wirtschaftsdünger, welcher die Bodenfruchtbarkeit viel besser erhält als mineralische Düngemittel. Ein Instrument zur Förderung nachhaltiger, artgerechter Tierhaltung ist das Thüringer Agrarinvestitionsförderprogramm. Für mehr Tierwohl und Umweltverträglichkeit ist es besonders wichtig, Zuschüsse und Kredite für Modernisierungen bestehender Ställe und Ersatzneubauten ohne Tierzahlenobergrenzen zu vergeben. Für Ersatzneubauten kann die volle Förderung selbst dann ausgeschöpft werden, wenn der Tierbestand um 10 Prozent erhöht wird.

„Letztendlich wird es jedoch für mehr Tierwohl unabhängig von der Stallgröße unabdingbar sein, gut ausgebildetes und ausreichend Personal in den Betrieben zu haben, die sich um die Tiere kümmern. Und dafür sind die Betriebsleiter verantwortlich und müssen diese Verantwortung auch wahrnehmen“, so Scheringer-Wright.

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Für eine Atomwaffenfreie Zukunft

10. August 2017  Friedenspolitik

Rede auf der Mahnwache zum Hiroshima-Nagasaki-Tag in Erfurt

Dr. Johanna Scheringer-Wright, Mitglied des Bundesvorstands der Partei DIE LINKE und Mitglied im Thüringer Landtag für DIE LINKE.

Heute ist der letzte Einsatz einer Atomwaffe auf den Tag genau 72 Jahre her. Am 9. August 1945 wurde über Nagasaki die Plutoniumbombe „Fat Man“ abgeworfen. Zwei Tage vorher, am 7. August, wurde die Uranbombe „Little Boy“ über Hiroshima abgeworfen.

Die Bomben töteten etwa 100.000 Menschen sofort. Unter den Opfern waren nahezu ausschließlich Zivilisten und in die Städte verschleppte Zwangsarbeiter. Im darauffolgenden Jahr starben weitere 130.000 Menschen. Bis 1950 war die Zahl der Spätopfer in beiden Städten auf 230.000 Menschen angestiegen.

So etwas darf sich nicht wiederholen. Wir müssen dafür kämpfen dass diese Waffen aus den Arsenalen verschwinden. Wir müssen Druck auf unsere eigene Bundesregierung aufbauen, dass endlich die letzten Atomwaffen aus Büchel abgezogen werden! Deutschland muss die sogenannte „nukleare Teilhabe“ beenden.
Laut der aktuellen Sipri-Studie im letzten Jahr ist die Zahl er Atomwaffen im letzten Jahr erneut zurückgegangen. Heute gibt es 460 Atomwaffen weniger als noch im letzten Jahr. Damit verfügen die Atomwaffenstaaten USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea über knapp 15.000 (laut Studie 14.935) atomare Sprengköpfe.

Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges warteten noch über 70.000 Atomwaffen in den Silos auf ihre Einsatzbefehle. Beide Seiten waren in ihrer Logik von Abschreckung, Erst- und Zweitschlagspotential und nuklearem Overkill gefangen. Allein in der Bundesrepublik waren damals ca. 5.000 Atomwaffen stationiert.

Man könnte also meinen dass die Welt doch eigentlich auf einem guten Weg ist. Eine Verringerung der Anzahl von Atomwaffen um mehr als 75%. In Deutschland sind es nicht mehr tausende von Sprengköpfen, sondern nur noch zwischen 10 und 20 amerikanische Atombomben. Die Atomwaffen die auf dem Gebiet des Warschauer Paktes stationiert waren, sind alle nach Russland verlegt oder demontiert worden.

Aber alleine von diesen Zahlen darf man sich nicht täuschen lassen. Die militärische Strategie der beiden großen Atommächte ist immer noch die des Overkills. Das heißt das jedes relevante Ziel, sei es eine gegnerische Militärbasis, ein Staudamm oder eine Großstadt mit mehr als einer Bombe bedacht wird. Und auch wenn die Anzahl an Nuklearwaffen in den nächsten Jahren weiter abnehmen wird, weil Restbestände aus dem Kalten Krieg demontiert werden, laufen sowohl in den USA als auch in Russland umfangreiche Modernisierungsprojekte. Alleine die USA wollen in den nächsten 10 Jahren etwa 400 Mrd. $ in ihre Atomstreitkräfte investieren.

Und die Welt ist komplizierter geworden. Heute stehen sich nicht mehr zwei unversöhnliche Machtblöcke gegenüber. Aus einer bilateralen Welt ist eine multilaterale Welt geworden. Heute ist der Konflikte zwischen der NATO und Russland Einer von Vielen. Im Kaschmir-Gebirge stehen sich mit Pakistan und Indien zwei Atommächte feindlich gegenüber. Die Spannungen zwischen China und den USA im pazifischen Raum werden größer. Die Nordkoreanische Bombe ist eine reale Gefahr. Auch hier werden die Drohkulissen zwischen USA und Nordkorea immer heftiger.

Doch für viele Menschen scheinen die Gefahren die durch diese Waffen ausgehen vor allem abstrakter und theoretischer Natur zu sein. Menschen verdrängen gerne, das wissen wir alle.

Aber angesichts des Vernichtungspotentials das diese Länder ausüben können, darf keiner dieser Konflikte unterschätzt werden.
Kürzlich haben 122 Nationen haben bei den Vereinten Nationen für ein Verbot von Atomwaffen gestimmt. Auch wenn die 9 Atommächte sich gar nicht beteiligt haben, was an sich ein Skandal ist, ist dieser Vertragsabschluss dennoch eine große Sache, denn der Vertrag verpflichtet die Unterzeichner, niemals, ich betone niemals Atomwaffen zu entwickeln, zu testen, zu erwerben oder zu lagern. Damit bekennen sich 122 konkret und aktiv dazu mit der vorherrschenden Kriegslogik, der Abschreckung zu brechen.

Deshalb macht mir das Mut und sollte uns darin bestärken, von die Regierungen und Bevölkerungen der Atommächte zu fordern: Verschrottet die Atomwaffen, reißt die Atomkraftwerke, die Wiege der Bomben, ab, sofortigen Stopp des Exports von Atomkraftwerkstechnologie und Atomwaffentechnologie!

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Erklärung der Teilnehmer des Bundestreffens 2017 der Ökologischen Plattform

17. Juli 2017  Landwirtschaft, Umwelt

Die TeilnehmerInnen des Treffens bedauern die Aussparung ökologischer Themen bei den Hauptreferaten des Parteitages in Hannover (z. B. Riexinger, Kipping, Wagenknecht, Bartsch, Gysi). Eine ganze Reihe Änderungsanträge zur Stellung der Ökologie in der LINKEN fanden nicht den Weg ins Wahlprogramm. Die Ergebnisse der Landtagswahlen 2017 zeigen, dass allein mit sozialen Themen im Wahlkampf zu wenige Wähler angesprochen werden, die LINKE zu wählen. Ohne eine grundlegende sozial-ökologische Änderung der Wirtschaftsordnung und Wirtschaftsweise und ohne Brechung des kapitalistischen Wirtschafts- und Profitzwang wird es keine soziale Gerechtigkeit und keinen Schutz der Umwelt geben. Das spüren auch viele potentielle linke Wählerinnen und Wähler.

Dennoch ist das beschlossene Wahlprogramm (https://www.die-linke.de/fileadmin/download/wahlen2017/wahlprogramm2017/wahlprogramm2017.pdf) eine gute Grundlage, um auch auf ökologischen Gebieten einen erfolgreichen Wahlkampf führen zu können. Den Mitgliedern der Ökologischen Plattform, der Bundestagsfraktion und des Parteivorstandes, die an der Aufnahme klarer ökologischer Positionen in das Wahlprogramm mitgewirkt haben, sprechen wir unseren Dank aus.

Vielen links und ökologisch eingestellten Menschen ist für ihre Wahlentscheidung wichtig, was die LINKE zu den Überlebensfragen der Menschheit zu sagen hat und welche politischen Vorschläge sie bereits macht. Die LINKE muss die WählerInnen über ihre Vorstellungen zum sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft und Wirtschaft aufklären, denn auch dieses Thema kommt im Wahlprogramm zu kurz, ist aber wesentlicher Inhalt der Programmatik der LINKEN.

Daher kommt es jetzt darauf an, dass die KandidatInnen, die zur Wahl stehen, die WahlkämpferInnen, Mitglieder der Ökologischen Plattform und alle ökologisch engagierten in der LINKEN die im Programm enthaltenen ökologischen Positionen kennen und im Wahlkampf aktiv vertreten.

Die TeilnehmerInnen des Bundestreffens begrüßen deshalb die Aktivitäten des SprecherInnenrates zur Vervollständigung der Wahlkampfmaterialien durch Darstellung ökologischer Ziele in Flyern und Plakaten und die geplante Konferenz „Ökologisches Profil der LINKEN im Wahlkampf“.

Erfurt, 24.6.2017

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Ausstellungseröffnung und public viewing

30. Mai 2017  Antifaschismus, Mein Wahlkreis

Nächste Woche gibt es in Gotha zwei Veranstaltungen, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Kommenden Dienstag, den 6. Juni um 15:00 Uhr findet die Ausstellungseröffnung zur grafischen Reportage WEISSE WÖLFE im Neuen Rathaus in Gotha statt.

Hier ein kleiner Auszug aus dem Teaser:

Warum fahren Nazis aus Thüringen ausgerechnet nach Dortmund, um dort einen Türken zu ermorden? Auf der Suche nach einer Antwort hat Autor David Schraven zusammen mit dem Zeichner Jan Feindt eine grafische Reportage entwickelt. Anhand der Biographie eines Dortmunder Jugendlichen, der immer tiefer in eine Welt aus Hass und Rassenwahn abtaucht, deckt WEISSE WÖLFE die internationalen Verflechtungen rechtsradikaler Terrorgruppen auf.

Die Ausstellung wird bis zum 5. Juli im Neuen Rathaus gastieren.

Und am 10. Juni zeigt das Gothaer Bündnis gegen rechts, zusammen mit MOBIT ihre Kurzfilmreihe auf dem Gothaer Neumarkt. Wer sich die Filme nicht alleine auf YouTube angucken möchte, sondern in netter Runde und vielleicht auch noch die ein oder andere Frage zur Thematik hat, ist herzlich eingeladen. Los geht´s gegen 18:00 Uhr.

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Bundestreffen der ÖPF 2017 in Erfurt

29. Mai 2017  Umwelt

Das diesjährige Bundestreffen der Ökologischen Plattform findet in Erfurt statt. Alle Infos stehen unten. Wer Interesse an der Arbeit der Plattform hat, findet die Ökologische Plattform auch im Internet, genauso wie die Thüringer LAG.

Zeit

24. und 25.6.2017
Beginn 10 Uhr; Ende am Sonntag ca. 12 Uhr

Ort

Jugendherberge „Hochheimer Straße“ (klick zur Karte)
Hochheimerstr. 12
99094 Erfurt

Tel: +49 361 56267-05
Fax: +49 361 56267-06
erfurt@jugendherberge.de
Webseite der Jugendherberge „Hochheimer Straße“ (klick)

vorgeschlagene Inhalte der Tagesordnung

  • Arbeit der Plattform im letzten Jahr
  • Auswertung der Wahlen in Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfahlen
    „Welche Rolle hat die Ökologie für das Wahlergebnis DER LINKEN gespielt?“
  • Auswertung des Wahlparteitages
  • Bundestagswahlkampf
  • Umweltpolitik in Thüringen
  • Exkursion: Saatzucht Rose (http://www.rose-saatzucht.de)

Wie üblich trifft sich der Koordinierungsrat bereits am Freitag, dem 23.6.2017.

 

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Endlich Urteilsverkündung im sogenannten „Ballstädt-Prozess“

29. Mai 2017  Antifaschismus, Mein Wahlkreis

Die Landtagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE, Johanna Scheringer-Wright, ist erleichtert, dass nun endlich ein Urteil im „Ballstädt-Prozess“ gefallen ist, der den Überfall von 15 Neonazis auf eine Kirmesgesellschaft in Ballstädt im Februar 2014 verhandelt hatte.

Dieser Überfall durch Neonazis, die sich zum Teil selbst im „gelben Haus“ im Dorf angesiedelt hatten, war stabsmäßig organisiert und zeigte, dass die Täter die Kirmesgesellschaft und damit die gesamte Einwohnerschaft terrorisieren und einschüchtern wollten. „Das war damals brauner Terror pur und hat das Dorf verstört“ erinnert sich Scheringer-Wright, die sich damals gerade entschieden hatte in dem Wahlkreis, in dem auch Ballstädt liegt, für den Landtag zu kandidieren.

Durch die Urteilsverkündung können die zehn Opfer, die damals schwer verletzt wurden, erst einmal aufatmen und zur Ruhe kommen.

Der Richter führte aus, dass es sich nicht um „normale“ Körperverletzung handelte, sondern eine sehr schwere Tat vorliege. Jedoch erkannte er die politische Motivation der Täter nicht an, sondern bezog sich in der Urteilsbegründung auf die Schwere der Körperverletzung. Von den 15 Angeklagten mussten vier aus Mangel an Beweisen freigesprochen werden, 11 andere wurden verurteilt. Die Haftstrafen rangierten von 3 Jahren und 6 Monaten für die Haupttäter und Initiatoren des Überfalls bis zu zwei Jahren und 2 Monaten. Nur dem Angeklagten, der durch seine Aussagen sich und acht andere schwer belastet hatte, wurde von der Kammer dieser Umstand strafmildernd ausgelegt und er bekam demzufolge mit einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung und der Auflage gemeinnützige Arbeit durchzuführen ein vergleichsweise mildes Urteil.

„Ich spreche dem Dorf und den Opfern meine Hochachtung aus, dass sie standhaft geblieben sind und sich nicht einschüchtern ließen“ so die Abgeordnete. In Ballstädt setzt ein Banner an einem zentralen Haus in der Dorfmitte noch heute ein klares Zeichen gegen rechts. „Das finde ich toll und ich hoffe, dass sich das Dorf weiter gut entwickelt“ so Scheringer-Wright abschließend.

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Aufruf zur Beteiligung an den Ostermärschen 2017

07. April 2017  Friedenspolitik

Ostermarsch Ohrdruf

Syrien, Irak, Jemen, Afghanistan und die Ukraine sind nur einige der Länder in denen Krieg herrscht und tagtäglich Menschen ermordet werden.

Deutschlands Rolle bestand bislang vor allem darin Waffen, Munition und militärische Ausrüstung in alle Welt zu verkaufen. Jedoch plant die Bundesregierung die eigenen Militärausgaben von 32. Mrd. auf etwa 60 Mrd. € zu erhöhen und eine Führungsrolle in der NATO zu übernehmen. Die NATO umzingelt mit ihren jüngsten Stationierungen im Baltikum faktisch Russland.

US-Präsidenten Trump markiert den starken Mann und macht die Welt noch unsicherer.

Mit ihm werden auch das nukleare Wettrüsten und die Gefahr eines Einsatzes von Atomwaffen wieder real.

Donald Trump: „Wenn wir doch Atomwaffen haben, warum benutzen wir sie dann nicht?“

Friedenspolitik beginnt vor der eigenen Haustür:

Auch von Thüringen aus werden logistische Maßnahmen der Bundeswehr koordiniert wie am Truppenübungsplatz in Ohrdruf, zu dessen Aufrüstung bis zu 8 Millionen Euro investiert werden sollen. In Gotha stationierte Truppen nehmen auch an Auslandseinsätzen in Afghanistan und Mali teil. U.a. der größte Auslandseinsatz in Mali wird durch das Logistikkommando der Bundeswehr in Erfurt koordiniert.

Für uns sind Bundeswehrauslandseinsätze, Krieg und Gewalt kein Mittel der Politik!

Wir fordern das Ende der deutschen Rüstungsexporte!

Wir fordern den Stopp der immer weiter steigenden Rüstungsausgaben!

Wir fordern Konversion und Abrüstung anstelle von Drohnenprogrammen und weltweiten Militäreinsätzen!

Wir fordern die Auflösung der NATO und den Aufbau eines kollektiven Sicherheitsbündnisses unter Beteiligung Russlands!

Deshalb auf zum Ostermarsch 2017:

am Samstag um 10.00 Uhr in Ohrdruf am Todesmarschdenkmal in der Waldstraße Ohrdruf, Marsch zum Truppenübungsplatz, 12.00 Uhr Abschlusskundgebung am Truppenübungsplatz.

Weitere Termine

13.04.2017 um 15.00 Uhr: Friedenspolitik beginnt vor der eigenen Haustür – Kundgebung vor dem Erfurter Logistikzentrum der Bundeswehr (Zeppelinstr. 18)

13.04.2017 um 17.00 Uhr: Kundgebung des Bündnisses für Gerechtigkeit am Erfurter Anger

15.04.2017 um 11.00 Uhr: Auftaktkundgebung Holzmarkt Jena

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