Mein Wahlkreis

Endlich eine friedliche, menschenbejahende Nutzung der Kaserne in Ohrdruf.

28. August 2015  Lokales, Mein Wahlkreis

Die Landtagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE, Scheringer-Wright, begrüßt die Nutzung der Kaserne in Ohrdruf für die Erstaufnahme von Geflüchteten. Im Vorfeld des Weltfriedenstages sei es eine schöne Botschaft, dass der Bundeswehrstandort in Ohrdruf endlich für friedensstiftende Zwecke genutzt würde. Seit langem setze sich DIE LINKE in Thüringen für eine friedliche Nutzung des Bundeswehrstandortes in Ohrdruf ein. DIE LINKE fordert, den Übungsplatz und den Bundeswehrstandort insgesamt zu schließen und der zivilen Nutzung zur Verfügung zu stellen.

„Ich freue mich, dass über 240 Geflüchtete in der Kaserne erst einmal aufgenommen werden konnten und denke, dass hier auch noch mehr untergebracht werden können“ erklärt Dr. Scheringer-Wright.

Weil die Erstaufnahmestellen in Eisenberg und Suhl überfüllt sind, wäre es ein richtiger Schritt auch in der Kaserne in Ohrdruf eine Erstaufnahmeeinrichtung zu etablieren. Mittel- und langfristig sollte der Standort dann komplett zivil genutzt werden. Für das Areal des Truppenübungsplatzes gäbe es auch schon ein Konzept eines ortsansässigen Landwirtschaftsbetriebes. Deshalb fordert die Abgeordnete erneut, dass die Bundesregierung endlich die entsprechenden Schritte einleitet, damit diese Konversion vollzogen werden kann.

Die Kaserne Ohrdruf, wie auch die anderen Bundeswehrstandorte verfügen über eine gewisse Basisausstattung, die in Deutschland im Jahr 2015 für Geflüchtete leider keine Selbstverständlichkeit mehr zu sein scheint: Einzelne Mehrbettzimmer, feste Wände, ein Dach und Sanitäranlagen.

Dass der kurzfristig anberaumte Einzug der Geflüchteten von Bürgerinnen und Bürgern, sowie einem großen Teil des Stadtrats eher mit Ablehnung, Ängsten und Sorgen aufgenommen wurde sei sehr bedauerlich. Eine bessere Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld wäre vielleicht hilfreich gewesen.

„Ich möchte alle Menschen in Ohrdruf und Umgebung dazu aufrufen sich der neuen Situation zu stellen. Mitmenschlichkeit ist nicht teilbar, und die Unterbringung der Geflüchteten ist  für uns alle eine Chance – eine Chance etwas für das Leben zu tun und gegen den Krieg“ so Johanna Scheringer-Wright.

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Unser redsoxx-Straßenfest in Bildern

27. August 2015  Allgemein, Lokales, Mein Wahlkreis

Am 8. August fand in der Blumenbachstraße unser interkulturelles Straßenfest statt. Zahlreiche Menschen unterstützten uns, halfen beim Auf- und Abbau, brachten Essen oder Kuchen mit, schenkten Kaffee aus, tanzten oder machten Musik.

 

Die Fotos stammen von Mike Wright, der Text unter der Bildergalerie wurde in der UNZ veröffentlicht.

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Scheckübergabe an das Antifa Bündnis Gotha

01. Juli 2015  Antifaschismus, Mein Wahlkreis

Seit über einem Jahrzehnt findet im Landkreis Gotha ein Aufmarsch von Neonazis anlässlich des Volkstrauertages statt. Das sogenannte Heldengedenken von NPD und Kameradschaftsszene hat sich zu einem festen Termin entwickelt. Jedes Jahr 2 Sonntage vor dem ersten Advent trifft sich der harte Kern der Neonazi-Szene um ihrer gefallenen „Helden“ zu gedenken. Im Schein ihrer Fackeln rufen sie die Angehörigen von Heer bis Waffen-SS in ihre Reihen zurück und singen die Lieder aus dem „nationalen Gesangsbuch“.

Über Jahre hat sich kaum jemand an diesem Treiben gestört. Erstmals formierte sich 2009 ein Bündnis antifaschistischer und linker Gruppen und Einzelpersonen, um das „Thüringer Heldengedenken“ nicht unkommentiert in Friedrichroda stattfinden zu lassen. Seit 2012 gibt es eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem „Heldengedenken“ der Neonazis, sowie der deutschen Gedenkpolitik anlässlich des Volkstrauertages.

Zur Arbeit des Antifa-Bündnisses gehörten immer auch inhaltliche und theoretische Auseinandersetzungen mit der Thematik. Diese gesammelten Werke, werden rechtzeitig vor dem diesjährigen Volkstrauertags in Form einer umfangreichen Broschüre erscheinen. Die Alternative 54 unterstützt den Druck dieser Broschüre mit 400€.

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Scheckübergabe an den Verband der Behinderten Gotha

30. April 2015  Allgemein, Lokales, Mein Wahlkreis

Eine besondere Freunde im 20. Jahr des Bestehens der Alternative 54 war es dem Behindertenverband Gotha einen Scheck zu übergeben. Seit der Gründung der Alternative im April 1995, die als Antwort der PDS auf die in der Thüringer Verfassung festgelegten automatischen Diätenerhöhung erfolgte, verteilten die Abgeordneten der PDS und später der Partei DIE LINKE mehr als 1.000.000 Euro aus ihren Diäten.

Die hier überbrachte Spende der Alternative 54 unterstützt eine Fahrt der Mitglieder des Behindertenverbands zu einem Fußballspiel.

 

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„Thügida“ kommt nach Ohrdruf

27. April 2015  Antifaschismus, Mein Wahlkreis

Seit Anfang des Jahres marschieren Neonazis, Rassisten und Wutbürger jeden Montag auf Thüringens Straßen. Nach Suhl, Erfurt und Eisenberg ist für Montag den 27. April eine Demonstration in Ohrdruf geplant. Der Anlass dafür ist die geplante Unterbringung von rund 100 Flüchtlingen, was einem Anteil von etwa 2,2% der Einwohner entspräche.

Organisiert wird Thügida von Neonazis rund um Tommy Frenck (NPD-nahe Bündnis Zukunft Hildburghausen) und David Köckert (NPD). Unterstützt werden sie von zahlreichen lokalen Anti-Asyl-Initiativen, sowie verschiedenen rechten Gruppierungen (Europäische Aktion, Bündnis Zukunft Landkreis Gotha, Pro Ohrdruf,…).

„Es ist unsere moralische Pflicht schutzbedürftigen Menschen Hilfe und Unterstützung zu gewähren“, so Johanna Scheringer-Wright. „Weiterhin wäre es ein fatales Signal den rechten Mob ungestört marschieren zu lassen.“

Am Montag wird es eine Kundgebung unter dem Motto „Ohrdruf für Demokratie und Weltoffenheit“ geben. Johanna Scheringer-Wright ruft dazu auf die Ohrdrufer Zivilgesellschaft zu unterstützen, und sich an der Kundgebung an der Heuwaage (Winzerstraße) ab 18:00 Uhr zu beteiligen.

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Ukraine-Abend im Londoner

25. März 2015  Mein Wahlkreis
Johanna Scheringer-Wright (MdL) und Andrej Hunko (MdB)

Johanna Scheringer-Wright (MdL) und Andrej Hunko (MdB)

Am 24. März war der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko zu Gast in Gotha. Im Londoner schilderte Andrej die Entwicklungen in der Ukraine vom Maidan, über den „Regierungswechsel“, die Toten von Odessa bis hin zur aktuellen Eskalationsstufe. Es wurde ein Überblick über die gesellschaftlichen Strukturen gegeben, und die verschiedenen ukrainischen und internationalen Akteure dieses Konfliktes beleuchtet.

Weiterhin berichtete Andrej von seinem letzten Besuch in der Ukraine. Im Zuge einer Spendenaktion begleitete er einen Konvoi mit Medikamenten, und konnte sich ein Bild von der Situation vor Ort machen.

Im Anschluss an die Ausführungen nutzten die Gäste die Möglichkeit Fragen zu stellen, Einschätzungen und Meinungen zum Thema auszutauschen und zu diskutieren. Alles in allem ein informativer und gelungener Abend.

Zum Abschluss blieb aber das Gefühl dass eine weitere Eskalation wesentlich wahrscheinlicher ist als eine Deeskalation, von einem innerukrainischen Aussöhnungs- und Friedensprozess ganz zu schweigen. Die weiteren Entwicklungen rund um die Ukraine lassen sich kaum abschätzen, einzig und allein die großen Verlierer stehen bereits fest: Die Menschen der Ukraine.

 

 

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Andrej Hunko

Andrej Hunko und Publikum

Andrej Hunko und Publikum

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Neujahrsempfang 2015

13. Februar 2015  Allgemein, Mein Wahlkreis
Johanna Scheringer-Wright Jahresempfang der Linkspartei  im Theatercafè Gotha Foto: Peter Riecke

Johanna Scheringer-Wright Jahresempfang der Linkspartei im Theatercafè Gotha Foto: Peter Riecke

Der gestrige Neujahrsempfang bot den Gästen neben einem schönen Rahmenprogramm auch leckeres Essen. Deswegen an dieser Stelle zuerst ein dickes Dankeschön an die jungen Talente der Musikschule „Louis Spohr“ für ihre tolle musikalische Begleitung des Abends. Ebenso gilt unser Dank Swen Hübner von der Gaststätte „Am Aquarium“ für das leckere Essen.

Die Grundvoraussetzungen für einen schönen Abend, gute Musik und gutes Essen, waren also gegeben. Eröffnet wurde der Abend durch den Kreisvorsitzenden der Linken, Bernd Fundheller, der Bundestagsabgeordneten Martina Renner, und der Landtagsabgeordneten Johanna Scheringer-Wright. In einigen kurzen Worten wurden die aktuellen politischen Schwerpunkte der Linken auf Kreis-, Landes- und Bundesebene zusammengefasst.

Mit Leben gefüllt wurde der Abend aber vor allem durch die zahlreich erschienenen Gäste, kein Stuhl im Theater Café blieb unbesetzt. Neben den eigenen Partei-Mitgliedern und Sympathisanten, waren Vertreter anderer Parteien, der Gewerkschaften, sowie Verbänden und Vereinen der Einladung gefolgt. In den zahlreichen Tischgesprächen konnten die verschiedensten Dinge angesprochen werden, und die drängendsten Themen für das Jahr 2015 umrissen werden.

Wir bedanken uns bei allen Gästen für den schönen gemeinsamen Abend und bei all den fleißigen Helferinnen und Helfern die diesen Abend ermöglicht haben.

 

Jahresempfang der  Linkspartei im Theatercafè Gotha Foto: Peter Riecke

Jahresempfang der Linkspartei im Theatercafè Gotha Foto: Peter Riecke

Martina Renner und Bernd Fundheller Foto: Wolfgang Möller

Martina Renner und Bernd Fundheller
Foto: Wolfgang Möller

Jahresempfang der Linkspartei im Theatercafè Gotha Foto: Peter Riecke

Jahresempfang der Linkspartei im Theatercafè Gotha Foto: Peter Riecke

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In welche Tradition stellt sich Gotha?

09. Januar 2015  Mein Wahlkreis
Friedenskuss am Schloss Friedenstein in Gotha

Friedenskuss am Schloss Friedenstein in Gotha

Anlässlich des Neujahrsempfangs, den die Stadt Gotha wieder einmal zusammen mit dem Landkreis und dem Aufklärungsbataillon 13 in der Friedenstein-Kaserne ausrichtet, stelle ich mir mit Besorgnis die Frage, in welche Tradition sich Gotha stellt.

Das Arrangement des Neujahrsempfangs mit der militärischen Ausrichtung hat mich als Friedensaktivistin abgeschreckt. Da ich mich mit meinem Abgeordnetenbüro aber Stadt und Landkreis Gotha verbunden fühle, bin ich der Einladung zum Jahresempfang von Bürgermeister Kreuch und Landrat Gießmann trotzdem gerne gefolgt.

Jedoch setzt gerade Gotha, das sich auf große Friedenstraditionen, zum Beispiel durch Berta von Suttner stützen kann, seinen Ruf aufs Spiel, wenn es mit dem Aufklärungsbataillon 13 einen gemeinsamen Empfang in der Friedenstein-Kaserne ausrichtet. Ich glaube nicht, dass sich die Mehrheit der Einwohnerinnen und Einwohner von Gotha mit der militärischen Tradition der Stadt und des Landkreises identifiziert. Zwar wurde die Kaserne, die 1934 im Hitlerfaschismus gebaut und 1935 in Betrieb genommen wurde auch in der DDR durch die Nationale Volksarmee genutzt, trotzdem wünschen sich viele Einwohnerinnen und Einwohner, dass endlich mit dieser militärischen Geschichte gebrochen wird. Das zeigen auch die jährlich stattfindenden Friedensmärsche zu Ostern in Ohrdruf.

Im 70. Jahr der Befreiung Deutschlands vom Faschismus und dem Ende des 2. Weltkrieges wäre es ein gutes Signal gewesen, den Neujahrsempfang unter Friedenszeichen zu stellen und nicht mit Militärs in der Kaserne durchzuführen.

Ich rege eine Debatte in Stadt und Landkreis an, um zukünftig Frieden und Abrüstung einen umfassenderen Stellenwert zu geben, der sich auch in der Außenwirkung und dem Image der Stadt niederschlägt.

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Ich wünsche uns allen geruhsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

26. Dezember 2014  Allgemein, Mein Wahlkreis

FB_IMG_1419525189466Ein ereignisreiches Jahr liegt hintern uns – was wird 2015 bringen? 

Die vergangene Landtagswahl hat auch mir den Einzug in den Thüringer Landtag ermöglicht. Mit 28,6% der Erststimmen und 25,5% der Landesstimmen für DIE LINKE ist es gelungen, im Wahlkreis 16 (Gotha III, Sömmerda I) die Stimmenanteile bei den Erststimmen um 6,3% und bei den Landesstimmen um 2,1% zu steigern. Dafür möchte ich allen Wählerinnen und Wählern, aber auch allen Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern noch einmal ausdrücklich danken.

Der Partei DIE LINKE ist es erstmals gelungen in eine Regierung einzutreten unter Führung eines linken Ministerpräsidenten. Die Koalitionsbildung war nicht einfach. SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben sehr große Zugeständnisse von den linken Verhandlungspartnern gefordert, es ging darum, eingeschworen zu werden. Unterschiedliche Auffassungen, wie ein Rechtsstaat definiert wird, oder wie eine Verfassung auszusehen hat, waren und sind nicht erwünscht – mit der Festlegung der DDR als „Unrechtsstaat“ wird die gegenwärtige, euro-zentristische Definitionshoheit des bürgerlichen Mainstreams widergespiegelt. Diese Einseitigkeit kann nicht befriedigen. Bei allem Unrecht, das in der DDR geschehen ist, war dieser Staat doch ein legitimer Versuch nach dem verheerenden Faschismus ein anderes Deutschland, eine bessere Welt aufzubauen: ohne Kapitalismus, eine Gesellschaft der Freien und Gleichen. Auch wenn das im Endeffekt gescheitert ist, wurden in diesem Versuch wertvolle Erfahrungen gewonnen, die es zu nutzen gilt.

Die Losung „eine bessere Welt ist möglich“ ist heute wichtiger denn je. Niemals zuvor gab es so viele Kriege auf der Welt. Mitten drin deutsche Waffen, deutsches Geld. Auch in Thüringen gibt es Waffenschmieden, wird an Universitäten Rüstungsforschung betrieben. Hier gilt es umzusteuern, um die Welt friedlicher zu machen, damit Menschen nicht ständig Opfer von Mord, Gewalt und Vertreibung werden. Gleichzeitig sind Flüchtlinge hier willkommen zu heißen und es ist ihnen sichere Zuflucht zu gewähren. 2015 jähren sich die Befreiung Europas vom Faschismus und das Ende des 2. Weltkrieges zum 70. Mal. Schon das sind Anlässe, um sich erst recht für Frieden, zivile Konfliktlösungen und Menschenrechte einzusetzen. Anti-Militarismus muss die Grundhaltung bleiben aus der wir Lösungsvorschläge entwickeln.

Im neuen Jahr werden auch andere drängende Fragen zu bearbeiten sein: wie geht es weiter mit Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, wie verwirklichen wir eine gute Landnutzungspolitik, die Flächenversiegelung eindämmt. Wie erhalten und erhöhen wir die Vielfalt in der Landwirtschaft und dem Wald und wie befördern wir Biodiversität und Tierschutz. Und last not least, wie setzen wir eine regionale Entwicklung um, die in Stadt und Land gutes Leben für alle ermöglicht. Als Sprecherin für Agrarpolitik und regionale Entwicklung in der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag wird die Bearbeitung solcher Fragen für mich weiterhin Priorität haben. Gleichzeitig bin ich als Abgeordnete Ansprechpartnerin für jegliche Themen und lade alle herzlich ein, mit mir ins Gespräch zu kommen.

Ich möchte allen für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr danken und möchte die Zusammenarbeit für 2015 weiter intensivieren.

Mit besten Grüßen

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Volkstrauertag gestern wie heute

01. Dezember 2014  Mein Wahlkreis

Auch in diesem Jahr hatte eine Kameradschaft der NPD zum Schweigemarsch und Heldengedenkstunde in Friedrichroda aufgerufen. Ein Bündnis aus Gewerkschaft, Vereinen und Verbänden, Parteien und Antifaschistischen Gruppen aus dem Landkreis Gotha haben sich bekannt, einen Aufruf an alle demokratischen Kräfte, Bürgerinnen und Bürger zu richten, in dem sie zur Kundgebung gegen das Heldengedenken und gegen die nationalistische Verherrlichung der Kriege an diesem Tag aufrufen.
Am Sonntagnachmittag des Volkstrauertages kamen viele antifaschistische Gruppen, Mitglieder aus den verschiedenen demokratischen Parteien und Bürgerinnen und Bürger der Stadt Friedrichroda dem Aufruf nach. Auf der Kundgebung wurde deutlich gemacht, dass es gilt, den Volkstrauertag in dieser Form abzuschaffen, dass es gilt, dem Heldengedenken und der Ehrung der faschistischen Schergen Einhalt zu gebieten und dass es gilt, der Gleichsetzung von Opfern und Tätern des verbrecherischen Nazisystems entgegen zu wirken.
In fast allen Reden kam ein Unverständnis über das Verhalten der kommunalen Verantwortlichen mit deren Spitze des Bürgermeisters Herr Klöppel zum Ausdruck. Sein Agieren gegen das Auftreten und gegen diese Aktionen konnte das Bündnis nicht verstehen. In einer vorrausgegangenen Pressekonferenz gab Herr Klöppel zum Ausdruck, dass das Verständnis bei den Bürgern sehr verhalten ist. Grund dafür seien die Tradition des Volkstrauertages und die unbegründeten Aktionen durch die antifaschistischen Gruppen und Vereine in „seiner“ Stadt. Zudem ist Herr Klöppel der Meinung, dass dieser Aufmarsch nichts mit Friedrichroda zu tun habe, sondern von außen hereingetragen würde.
Johanna Scheringer-Wright, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag betonte in ihrer Rede, dass es wichtig sei, gemeinsam gegen Faschismus, Heldengedenken und NS-Verharmlosung aktiv zu werden. Deshalb freute sie sich, dass endlich auch der Bürgermeister der Stadt Friedrichroda Gesicht zeigte gegen die Neonazis und an der Antifa-Kundgebung teilnahm. Scheringer-Wright lobte auch die Initiative der Antifa-Gruppen zur Abschaffung des Volkstrauertages. „Dieser Tag wurde in der Bundesrepublik schon immer dazu genutzt, die Geschichte zu verharmlosen – anstelle aktiv für Frieden einzutreten wurde der Toten gedacht und damit eine Heroisierung der Gefallenen vorgenommen“ erklärte Scheringer-Wright.
Das Bündnis im Landkreis Gotha hat sich auch für das nächste Jahr vorgenommen, Aktionen und Veranstaltungen gegen den Naziaufmarsch in Friedrichroda und gegen ein Heldengedenken an diesem Tag zu organisieren.

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