Allgemein

Anzeige gegen die NPD wegen Volksverhetzung

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Die Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Dr. Johanna Scheringer-Wright, hat in Heiligenstadt Anzeige gegen die NPD erstattet, weil auf deren Plakaten zur Bundestagswahl eine Diffamierung der Sinti und Roma zu lesen ist und die Aussage des Plakates den Tatbestand der Volksverhetzung darstellt.

„Mit der Aussage des Plakates wird die Bevölkerungsgruppe der Sinti und Roma diffamiert und Volksverhetzung betrieben und dies ist weder mit der Thüringer Verfassung, noch mit dem Grundgesetz vereinbar“ stellt Scheringer-Wright fest. Sinti und Roma haben die gleichen Rechte wie andere Menschen. Viele Sinti und Roma seien zudem deutsche Staatsbürger.
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„Wenn man sich in Erinnerung ruft, dass Sinti und Roma im Deutschen Faschismus von den National-Sozialisten verfolgt und in Konzentrationslagern umgebracht worden sind, dann sind diese Plakate unerträglich“ sagt Scheringer-Wright. Da zeige sich wieder einmal der wahre Charakter der NPD. Auch im 3. Reich seien Menschen erst die Rechte, dann Geldleistungen und Vermögen und dann das Leben genommen worden. Die NPD fange genauso wieder an.

„Dieses Plakat muss weg und überhaupt ist diese gesamte Plakatserie ein Beweis dafür wie verfassungswidrig die NPD ist“ erklärt die Abgeordnete und fordert, dass die NPD endlich verboten wird. Vor diesem Hintergrund sei wirklich unverständlich, dass Manfred Grund, so wie fast alle seiner Fraktionskollegen, gegen einen Antrag zur Einleitung eines Verfahrens zur Feststellung der Verfassungswidrigkeit der NPD im April dieses Jahres gestimmt hatte. „Was muss noch alles passieren, bevor die CDU endlich aufwacht“ fragt sich die Abgeordnete abschließend.

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Landtagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE fragen nach Altschulden

Altschulden für Wohnungseinheiten drücken viele Kommunen in Thüringen. Auch neue kommunale Zusammenschlüsse, wie zum Beispiel die neugegründete Landgemeinde „Am Ohmberg“ konnten sich dieser Altschulden nicht entledigen. Warum das so war und wie sich dies heute auswirkt,  diesen Fragen ging die örtliche Landtagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE Dr. Johanna Scheringer-Wright (Sprecherin für regionale Entwicklung) bei einem Besuch beim  Bürgermeister der Landgemeinde „Am Ohmberg“,  Helmut Kirchner, nach. Dazu lud sie ihre beiden Fraktionskolleginnen Heidrun Sedlacik (wohnungspolitische Sprecherin) und Diana Skibbe (Sprecherin für Bürgeranliegen) ein.

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Johanna Scheringer-Wright, Heidrun  Sedlacik, Diana Skibbe, Helmut Kirchner und Mitarbeiterin Maria Funke vor der Gemeindeverwaltung Am Ohmberg

Für das Kalibergwerk in Bischofferode wurden in DDR-Zeiten ausreichend Wohnungsblöcke gebaut, um den Wohnungsbedarf der Kalikumpel und ihrer Familien zu decken. Die Gemeindeverwaltung Bischofferode wurde nie in Planung und Abrechnung dieser Bauten einbezogen. Die Kosten dieser Häuser tauchten also in der Bilanz der Gemeinde nicht auf. Es wurde auch kein Kreditvertrag mit der Gemeinde geschlossen. Für die damaligen Verantwortlichen war klar, dass sich dieser Wohnungsbau auf jeden Fall rentierte, da mit dem Kalibergwerk Bischofferode ein gewinnbringendes zukunftsfähiges Unternehmen am Ort war, dass auch künftig die Auslastung des Wohnungsbestandes absichern würde.

„Nach der Wende wurde das Kalibergwerk jedoch zugemacht, um Kali & Salz einen Konkurrenten vom Hals zu schaffen, und die DDR-Banken wurden privatisiert  und damit mit den Banken auch deren Forderungen an private Banken veräußert“ fasst Scheringer-Wright zusammen. Da die Staatsschulden der DDR einzelnen Schuldnern – in diesem Fall Bischofferode – zuordenbar waren, wurden die Forderungen nun auf diese übertragen.

So kam es, dass Bischofferode nach dem Bankenverkauf 2,1 Millionen DM Schulden hatte. Heute sind davon noch etwa 800.000 € übrig. Gläubiger ist inzwischen die Helaba (Landesbank Hessen-Thüringen). Von den damaligen Häusern stehen nur noch 4 Blöcke, das entspricht etwa 50 Wohneinheiten. Damit ist eine Refinanzierung der Schulden natürlich nicht möglich. Die Mieteinnahmen reichen noch nicht einmal für eine komplette Sanierung.

DIE LINKE hatte schon mehrmals auf Landes- aber auch auf Bundesebene Anträge eingebracht, um einen Schuldenschnitt von den DDR-Altschulden zu bewirken. Dies wurde jedoch stets von den regierenden Parteien abgeblockt.

Im Ergebnis des Besuches der Landgemeinde „Am Ohmberg“ werden die  Abgeordneten Scheringer-Wright und Heidrun Sedlacik  eine kleine Anfrage in den Landtag einreichen, um von der Landesregierung mehr über die spezifische Altschulden-Problematik zu erfahren und die Möglichkeit eines Schuldenschnittes auszuloten. Denn dieser ist aus Sicht der LINKEN auch 22 Jahre nach der Wende notwendig und gerecht.

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„Mit erneuerbaren Energien aus der Krise des Kapitalismus?“

Ein Vortrag von Prof. Elmar Altvater an der Universität in Witzenhausen

Klimawandel und atomare Katastrophen erfordern einen schnellen Wechsel unserer Energiequellen. Aber die Frage nach einem Energiesystemwechsel muss mit der Frage nach einer Veränderung des Wirtschaftssystems hin zu einer sozial gerechteren Gesellschaft einhergehen.

Daher haben die Landtagsabgeordnete Johanna Scheringer-Wright und DIE LINKE.SDS am 07. August Prof. Dr. Elmar Altvater vom Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaften der FU Berlin an die Universität in Witzenhausen eingeladen, seine Ideen zum Thema erneuerbare Energien und Kapitalismuskrise vorzustellen.

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Elmar Altvater ist einer der führenden Vordenker im Bereich politischen Ökonomie in Nachkriegsdeutschland und trug wesentlich zur Entwicklung einer marxistisch geprägten polit-ökonomischen Theorie bei. Er war als SDS-Mitglied in der 68er-Bewegung aktiv und einer der theoretischen Köpfe des Sozialistischen Büros in Offenbach. Er war Gründungsmitglied der Grünen, trat jedoch aufgrund der Unterstützung des Militäreinsatzes in Afghanistan 2001 aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen aus. Wenige Tage vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 wurde Altvater WASG-Mitglied. Altvater ist außerdem Gründungsmitglied des Instituts „Solidarische Moderne“ und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von attac.

Altvater zeigte in seinem Vortrag auf, dass wir den Höhepunkt der weltweiten Ölförderung bereits überschritten haben. Doch zeitgleich steigt die Nachfrage nach fossilen Energieträgern stetig weiter. Daher werden nun unkonventionelle Gewinnungsmethoden plötzlich rentabel, was wir in Deutschland zur Zeit an der Fracking-Diskussion bereits miterleben. Aber kann das ewig so weiter gehen?

Erneuerbare Energie hat leider nicht dieselben Vorzüge wie fossile Energie, da ihre Effizienz schlechter ist. Das Wettrennen nach den letzten Vorräten der effizienteren, fossilen Rohstoffe verursacht daher weltweiten Konflikten, was wir u.a. an der Außenpolitik der USA beobachten können.

Doch die bald aufgebrauchten fossilen Vorräte und die schlechte Umweltbilanz fossiler Energie sprechen für einen Übergang hin zu erneuerbarer Energie. Aber wir können nicht die Energien einfach austauschen, bevor nicht entsprechende Infrastrukturen und Regulationsinstanzen geschaffen wurden. Denn erneuerbare Energie flächendeckend zu nutzen wäre nur dezentral möglich.
Aber ist das noch möglich in einem kapitalistischen System? Zuvor müssen wir die Organisationsformen, Konsummuster und somit die ganzen Produktionsverhältnisse verändern. Aber müssen wir dann nicht auch die Machtverhältnisse verändern? Doch dagegen wehren sich natürlich die Machthaber und schaffen deshalb neue Kohlekraftwerke. Doch dies kann auf Dauer wiederum nicht funktionieren, da wir den Höhepunkt der Förderung fossiler Energie bereits überschritten haben.

„Wir sind mittendrin und wir müssen verstehen, in welchem historischen Rahmen sich das abspielt.“ erläuterte Altvater seine Ausführungen. Es ist möglich mit erneuerbaren Energien die Krise zu überwinden, aber uns muss bewusst sein, dass wir uns in einen ziemlich harten, weltweiten Konflikt begeben. „Aber wir müssen das ändern, damit für die Zukunft etwas Besseres herauskommt. Denn tuen wir das nicht, machen wir alles kaputt.“

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LINKE bedauert Schließung des Schlachthofs Jena – Prüfung aller Fleischindustriebetriebe notwendig

Die Sprecherin für Agrarpolitik und regionale Entwicklung der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Dr. Johanna Scheringer-Wright, bedauert, dass der Insolvenzverwalter gestern die Schließung des Schlachthofs Jena bekanntgeben musste.

„Seit der Übernahme des Unternehmens Anfang dieses Jahres durch einen Insolvenzverwalter konnte man optimistisch sein, dass der Schlachthof Jena  langsam wieder in ruhiges Fahrwasser gerät. Hygienische und tierschutzrechtliche Missstände wurden analysiert und in konsequenten Schritten nach und nach abgestellt. Dies war sehr positiv“, erklärt Scheringer-Wright.

Die Schließung reiße eine Lücke in die Kette der regionalen Schlachthöfe in Thüringen. Das sei problematisch, denn regionale Schlachthöfe trügen zu Tierschutz, Klimaschutz und regionaler Wertschöpfung bei.

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 Scheringer-Wright warnt gleichzeitig davor, dem Trugschluss zu verfallen, dass laxere Standards eine Weiterführung des Schlachthofs ermöglicht hätten. „Dies wäre mit Sicherheit nicht der Fall gewesen, im Gegenteil, das Durchsetzen der Standards von Anfang an hätte den Schlachthof wahrscheinlich besser in der Region verankert“, verdeutlicht die Abgeordnete. Sie hoffe, dass die 50 entlassenen Mitarbeiter wieder eine adäquate Beschäftigung finden.

Die LINKE Politikerin verweist auch darauf, dass sich in vielen Schlachthöfen in Deutschland Verstöße gegen Arbeitsschutzgesetze, Arbeitnehmerrechte und Tierschutzgesetze häuften. Landesregierungen und Bundesregierung müssten daher endlich kritisch die Fleischindustrie hinterfragen. „In Thüringen war der Schlachthof Jena hoffentlich ein Einzelfall“, sagt Scheringer-Wright. Sie fordert jedoch aus Gründen des Arbeitsschutzes, Tierschutzes und der Lebensmittelhygiene, dass dies auch überprüft werde. Sie habe diese Woche eine erste Kleine Anfrage zum Fleischwerk Kaufland in Heilbad Heiligenstadt auf den parlamentarischen Weg gebracht.

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Denkanstöße und Schlussfolgerungen aus der diesjährigen Sommerexkursion der BAG Agrarpolitik und ländlicher Raum in Bakum und Lohne vom 19. – 20. Juli 2013

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Mit der Besichtigung der Außenstelle der tierärztlichen Hochschule Hannover in Bakum und der Schweineställe in Lohne im Landkreis Veschta hat uns die diesjährige Sommerexkursion ermöglicht eine zentrale Auseinandersetzung in der öffentlichen Debatte, intensive Tierhaltung,  vor Ort zu begutachten und zu bewerten. Durch die Auswahl der  Besichtigungen und Vorträge konnten wir die intensive Tierhaltung von verschiedenen Seiten betrachten.

So wurde durch die Beiträge der Bürgermeister deutlich, dass in einer Region, in der bis zu 5 GV/ha (GV = Großvieheinheit und bedeutet ein Tieräquivalent von 500 kg) Kommunen mit massiven negativen Auswirkungen z.B. auf die Grundwasserqualität und den Tourismus zu kämpfen haben. Die Bürgermeister erhoffen sich, mit der Änderung des § 35 des Baugesetzbuches zukünftig eine bessere Handhabe gegen die weitere Erhöhung der Tierbestände zu haben.

Als wenig hilfreich wurde die Verbringungsverordnung von Gülle gesehen, weil dies zwar die überschüssige Gülle aus der Region wegtransportiert, aber zu zusätzlichem Verkehr führe. Ebenso kritisch wurden die Biogasanlagen bewertet, weil diese leider nicht nur Reststoffe vergären sondern zusätzlich noch extra Mais nur für die Biogasanlagen angebaut würde, was zu einer zusätzlichen „Vermaisung“ der Landschaft führe.

Prof. Blaha von der Außenstelle der tierärztlichen Hochschule Hannover gab einen umfassenden Überblick über die Herausforderungen und Probleme der intensiven Tierhaltung. Eine seiner Thesen war, dass die Tierhaltung heute noch so produziert, wie sie vor dem Hintergrund der Nahrungsmittelknappheit nach dem 2. Weltkrieg entwickelt wurde. Insofern werden neue gesellschaftliche Anforderungen noch nicht umgesetzt. Gerade durch die Probleme mit antibiotikaresistenten Keimen würden die neuen Anforderungen aber besonders deutlich.

Der Betrieb in Lohne war mit Sicherheit ein guter und vorbildlicher Betrieb, wenn wir die Maßstäbe der konventionellen Ferkelerzeugung und Schweinemast ansetzen. Die Tiere wirkten insgesamt gesund und agil und der Betrieb gut geführt. Die Tiere wurden alle in verschiedenen Ställen auf Spaltenböden gehalten.  Die abferkelnden Sauen wurden wie üblich in Abferkelständen, später in Gruppenhaltungen und die abgesetzten Ferkel und Mastschweine in Gruppenbuchten gehalten. Die Besatzdichte, also die Anzahl der Schweine in einer Bucht war im üblichen Rahmen und damit bei den ausgewachsenen Mastschweinen hoch. Das Stallklima war Dank Belüftung gut. Wie in der intensiven Ferkelerzeugung üblich wurden alle Sauen hormonell synchronisiert, um die Belegung (künstliche Befruchtung) wirtschaftlich und arbeitstechnisch  effizienter zu gestalten.

Deutlich wurde in diesen Ställen, dass die Tiere in den Spaltenbodenbuchten keine Beschäftigung finden und daher ständig aneinander herumknabbern. Auch vereinzelt aufgehängtes Spielzeug konnte darüber nicht hinwegtäuschen. Daher ist eine Voraussetzung für so eine Haltung, dass alle Schwänze kupiert werden, weil es sonst ganz schnell zu Verletzungen kommt.

Auslauf und Wühlmöglichkeiten durch Haltung auf Einstreu könnte dieses Problem weitgehend reduzieren. Dies jedoch lehnte der Landwirt aus arbeitstechnischen Gründen ab. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, auf Bio umzustellen, erklärte er „Nein, denn dann wär ich ja kein Bauer mehr“. Das gibt schon einen Hinweis, dass viele Entscheidungen auf den Betrieben eher ideologiegesteuert getroffen werden, anstatt auf der Grundlage von Fakten.

Es wurde auch deutlich, dass es für die Tiere keine Rolle spielt, wie groß die Anzahl der Tiere auf einem Betrieb insgesamt ist, sondern, wie die einzelnen Ställe gestaltet sind und wie viele Tiere in den einzelnen Buchten aufgestallt werden und ob die Tiere ihre natürlichen Verhaltensweisen, bei Schweinen z.B. Wühlen, Laufen, Suhlen nachgehen können oder nicht.

Deshalb werbe ich dafür, Tierhaltende Betriebe nicht nach der Gesamtzahl der Tiere zu beurteilen, sondern tiergerechte Haltungsbedingungen vorzuschreiben.

Dr. Johanna Scheringer-Wright

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Ost-West-Treffen der Kreisverbände Eichsfeld, Unstrut-Hainich und Werra-Meißner

08. Juli 2013  Allgemein, Bundestagswahl

 

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Am Sonnabend, den 06. Juli trafen sich Vertreterinnen der drei Kreisverbände in Bad Sooden-Allendorf, um sich kennzulernen, auszutauschen und die Zusammenarbeit zu intensivieren.

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20 Jahre Arbeitskampf in Bischofferode

Fraktion vor Ort im Bergbaumuseum Bischofferode

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Zum 20. Jahrestag des Hungerstreikes im Kali-Bergwerk Bischofferode am 01. Juli war es der Initiatorin Dr. Johanna Scheringer-Wright ein besonderes Anliegen noch einmal an diesen Ort mit verschiedenen Beteiligten zusammenzukommen.

So trafen sich am Montag ehemalige Kumpel, alte und neue Bürgermeister und die damalige Pastorin der Region mit Mitgliedern der Fraktion DIE LINKE im Bergbaumuseum in Bischofferode.

Es zeigte sich, dass der „20. Jahrestag mehr ist als eine nostalgische Betrachtung“, wie Bodo Ramelow es ausdrückte. „Denn so wirken die nicht eingehalten Versprechen von neuen Arbeitsplätzen der damaligen Kohl-Regierung sich bis heute negativ auf die Region aus.“ erläuterte er. Hinzu kommt, dass der Kali-Fusions-Vertrag, auf dessen Basis das Land Thüringen heute noch Abgaben für Sicherungsarbeiten zu leisten hat, immer noch nicht offen gelegt wurde. Der einstige Betriebsratsvorsitzende des Bergwerkes Gerhard Jüttemann bezeichnete den Fusionsvertrag und dessen Abwicklung kurz als „Schweinerei“.

Der damalige Bürgermeister Herr Nolte schilderte sehr emotional, dass die Gemeinde bis heute noch sogenannte „Alt-Schulden“ abzahlt: Kredite die damals zur Finanzierung von modernen Arbeiterwohnungen aufgenommen wurden. Diese Wohnungen stehen nun nicht mehr, da es keine Arbeiterinnen mehr gibt, die darin wohnen könnten. Geblieben sind nur die Schulden.

Wer Interesse hat mehr über die Geschichte des Kali-Bergwerkes in Bischofferode zu erfahren kann sich an  en Verein Thomas – Müntzer – Kaliverein –  Bischofferode e.V. wenden, welcher auch das Bergbaumuseum betreibt.

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400 Euro Spende an Blinden- und Sehbehindertenverband für Schulprojekt

19. Juni 2013  Allgemein, Lokales
Die Landtagsabgeordnete Dr. Johanna Scheringer-Wright (DIE LINKE) übergibt einen Scheck über 400 Euro an den Kreisvorsitzenden Ralf Lindemann

Die Landtagsabgeordnete Dr. Johanna Scheringer-Wright übergibt einen Scheck über 400 Euro an den Kreisvorsitzenden Ralf Lindemann

© Foto und Text: Silke Senge

„Behinderte im Alltag – Vortragsreihe vor Schülern und Pädagogen“, so heißt das Schulprojekt, das die Kreisorganisation Eichsfeld des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringen e. V. (BSVT) seit 1991 im Landkreis Eichsfeld für Schülerinnen und Schüler der Grund- und Regelschulen, aber auch Gymnasien anbietet. Inzwischen kann Kreisvorsitzender Ralf Lindemann auf eine beachtliche Statistik verweisen. Seit Projektbeginn wurden 2093 Schüler der Klassen 1 bis 11 im Landkreis auf die besondere Situation blinder und sehbehinderter Menschen aufmerksam gemacht.

Bestandteil des Projektes ist unter anderem die Darstellung der Lebenssituation Blinder und Sehbehinderter, Erläuterungen zur Mobilität und die Vorführung von Hilfsmitteln. Die Schüler können sich mit Hilfe von Simulationsbrillen, durch die verschiedene Sehvermögen und Augenerkrankungen dargestellt werden, in die Situation eines Betroffenen versetzen. Und wer möchte, darf mit verbundenen Augen mit dem Langstock gehen, Domino spielen oder auf der Punktschriftmaschine seinen Namen in Blindenschrift schreiben. Außerdem gibt es umfangreiches Informationsmaterial. Das der Blinden- und Sehbehindertenverband das Projekt bereits über so einen langen Zeitraum anbieten kann, ist auch ein Verdienst des Vereins „Alternative 54 e. V. Der 1995 von den Landtagsabgeordneten der PDS (heute DIE LINKE) gegründete Verein spendet die automatischen Erhöhungen der Abgeordneten-Diäten und unterstützt damit soziale, kulturelle und ehrenamtliche Projekte. Seit einigen Jahren auch das Schulprojekt des Blinden- und Sehbehindertenverbandes. Kreisvorsitzender Ralf Lindemann war sehr erfreut, dass auch in diesem Jahr seinem Antrag entsprochen wurde. Die Landtagsabgeordnete Dr. Johanna Scheringer-Wright (DIE LINKE), übergab kürzlich im Beisein von 16 Schülern der 3. Klasse in der Lorenz-Kellner-Grundschule in Heiligenstadt an den Kreisvorsitzenden einen Scheck in Höhe von 400 Euro. „Aufklärung finde ich ganz wichtig“, so die Abgeordnete, die so begeistert ist, daß sie gern den ersten 45 Minuten der „besonderen“ Unterrichtsstunde beiwohnte. So sagte sie im Beisein der Schüler, dass sie bereits an einem „Kaffeetrinken im Dunkeln“ teilgenommen hat, um sich besser in die Situation blinder Menschen versetzen zu können. Ralf Lindemann und sein Team werden die Spende für die Anschaffung neuer Hilfsmittel, Unterrichtsmaterialien, Broschüren, Plakaten, Flyern und Sachkosten im Rahmen des Projektes verwenden.

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Unterwegs mit der AbL auf einem Bio-Hof in Nordosthessen

14. Juni 2013  Allgemein, Landwirtschaft, Lokales, Umwelt

Bio-Bauer und Besuch

Die Abgeordnete Dr. Johanna Scheringer-Wright besuchte gestern gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft Hessen (AbL), der Landtagsabgeordneten Marjana Schott (Linksfraktion Hessen) und dem Kreistagsabgeordneten, Jochen Böhme-Gingold (Linksfraktion Schwalm-Eder-Kreis), den Biohof von Bernhard Wicke in Körle in Nordosthessen.

Diskussionsrunde

Nach einer Hofbesichtigung diskutierten alle Anwesenden angeregt über die GAP (Gemeinsame Agrarpolitik der EU), die Positionen der AbL, sowie des Bündnisses „Agrarzukunft Hessen“ und auch über Pläne, Positionen und Ansichten der LINKEN bezüglich einer nachhaltigen und sozialverträglichen Landwirtschaft.

Dr. Johanna Scheringer-Wright begrüßte in diesem Zusammenhang, dass Einigkeit bei den Agrar-Subventionen darin bestehe, diese an ökologische und soziale Kriterien zu knüpfen, insbesondere auch an den Faktor Arbeit.

die letzen Kartoffeln aus dem letzten Jahr

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Frauenrunde zum Thema Rente

13. Juni 2013  Allgemein, Lokales

Erneut fand am 10.Juni auf Einladung der Abgeordneten Frau Dr. Scheringer-Wright eine Frauengesprächsrunde statt. Dieses Mal zum Thema Rente. Eingeladen war Frau Tometzki von der Deutschen Rentenversicherung. Sie beantwortete uns Frauen Fragen zum Thema Rente. Wir stellten fest, dass wir ohne professionelle Hilfe garnichts verstehen würden. Außerdem, dass die „Ost-Renten“ mit nur 91,5 % des Niveaus der „West-Renten“ immernoch weiter hinter dem Versprechen des Angleichens von Ost und West zurückliegen. Eine jüngere Frau stellte fest, dass sie durch diverse Minijobs und Praktikumszeiten keine klare Rentenkontoführung vorweisen kann und sich besser schon früher als Gedacht um die sogenannte Kontenklärung kümmern müsse. Frauenrunde

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