Allgemein

Versuchswesen und Beratung für Landwirtschaft, Gartenbau und Forst müssen gestärkt werden

Zu den Beratungen im Kabinett über die Vorschläge der Regierungskommission zur Reform im Landwirtschaftsressort fordert die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Dr. Johanna Scheringer-Wright, die Landesregierung auf, die Forschung und Beratung im Bereich Landwirtschaft, Gartenbau und Forst in Thüringen zu erhalten und zu stärken.

„Es ist unverantwortlich, dass die Landesregierung das landwirtschaftliche Versuchswesen systematisch demontieren will und die Beratungsleistungen für Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe ganz abbauen will. Aus- und Fortbildung werden nach den Vorstellungen der Landesregierung in diesen Bereichen ebenfalls zurückgestutzt“, kritisiert Scheringer-Wright.

Besonders entsetzt ist die Agrarpolitikerin darüber, dass gut entwickelte Tätigkeitsbereiche, wie das landwirtschaftliche und gärtnerische Versuchswesen, einfach gestrichen werden sollen. Die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) zum Beispiel erledige seit Jahren hervorragende Versuchs- und Forschungsarbeiten mit länderübergreifender Resonanz. Trotzdem werde die TLL seit Jahren systematisch personell ausgeblutet.

„Jetzt soll sie faktisch ganz abgeschafft werden, das ist angesichts der Herausforderungen, vor der die landwirtschaftlichen Betriebe hinsichtlich Klima- und Wasserschutz, Artenvielfalt und Tierschutz stehen, unverantwortlich“, so Scheringer-Wright. Im Gegensatz zu den Vorschlägen der Regierungskommission müsse die Forschung und Beratung für Landwirtschaft, Gartenbau und Wald intensiviert werden, um Thüringen in diesem Bereich zukunftsfähig zu machen.

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Fraktion vor Ort in Rastenberg – Energiewende im Fokus

Mit fast 50 Gästen war die Veranstaltung „Fraktion DIE LINKE vor Ort“ im Bürgerhaus Rastenberg gut besucht. Die Landtagsabgeordneten Dr. Johanna Scheringer-Wright und Dirk Möller stellten sich den Fragen und Problemen der Bürgerinnen und Bürger zu den Themen erneuerbare Energien sowie zur Inklusion im Thüringer Bildungswesen. Als Experte konnte Detlef Hauthal vom Projekt Energiegenossenschaften in Thüringen gewonnen werden.

Rastenberg

Dr. Johanna Scheringer-Wright erläuterte unter der Überschrift „Vom Windpark bis zur Solarpark“, wie in Thüringen der Stand der Nutzung erneuerbarer Energien ist und wie dieser nachhaltig erhöht werden kann. Genutzt werden sollen demnach die bisherigen erneuerbare Energien wie auch die alten wie Wasserkraft. Potenzial sieht sie dabei im Bereich Solar und Biomasse mit direkten Quellen in der Region. Mögliche Flächen bieten sich beispielweise an Autobahnrändern, auf Deponieplätzen und  Dachflächen.

Frau Dr. Scheringer-Wright brachte ihre ablehnende Haltung gegenüber der 380kV-Stromleitung über den Thüringer Wald zum Ausdruck. Hieran zeige sich, dass es in Thüringen keine nachhaltige Energieerzeugung und – versorgung gibt, welche sowohl den Ansprüchen der Verbraucher wie auch der Bewohner und der Umwelt gerecht werde. Generell sei die LINKE für Dezentralisierung und Kommunalisierung in Energiefragen unter aktiver Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger.

Genossenschaften kennen viele von früher, heute wächst wiederum ihre Bedeutung mit dem Verlangen Bürgerinnen und Bürger an der Energiewende zu beteiligen. Detlef Hauthal gab an diesem Abend einen kleinen aber detaillierten ersten Eindruck über eine solche Genossenschaft. Seine Solidarische Energiegenossenschaft Thüringen e.V. (SOLide) hat es geschafft, Leute mit dem Ziel der aktiven Teilhabe an der Energiewende zu gewinnen. „ Schaut in euren Gemeinden und Städten nach Flächen, Möglichkeiten und Ideen, um die Energiewende regional zu nutzen und voran zu bringen“, forderte Hauthal in Rastenberg auf.

In Rastenberg ist ein heftiger Streit um die Vergabe im Zusammenhang mit einem Solarpark entbrannt, der auch den weiteren Verlauf der Veranstaltung prägte. Einmal mehr wurde deutlich, wie wichtig transparente Entscheidungsprozesse im Zuge der Energiewende sind. Schon deshalb und auf Grund der großen Resonanz kündigte Dirk Möller, zuständiger Abgeordneter der LINKEN  in der Region, eine Nachfolgeveranstaltung an. Dann sollen Fragen der Funktional-, Verwaltungs- und Gebietsreform sowie die Kommunalfinanzen auf der Tagesordnung stehen.

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Kompromiss zu EU-Agrarbeihilfen leider ohne Überraschungen

Als „vorhersehbar und einfallslos“ beurteilt Dr. Johanna Scheringer-Wright, die agrarpolitische Sprecherin der LINKE-Landtagsfraktion, den Kompromiss der deutschen Agrarminister.

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„Die Minister sind in ihrem eng gesteckten Zankbereich geblieben und haben dort einen Kompromiss gefunden, der eigentlich niemanden glücklich macht“, bemerkt Frau Dr. Scheringer-Wright.

Vorschläge, wie die Berücksichtigung der Arbeitsplätze bei der Verteilung von Agrarbeihilfen, so wie DIE LINKE das in ihrem Konzept vorgeschlagen hatte, wurden auch vom Thüringer Minister nicht in die Debatte eingebracht. „Damit vergeben sich gerade die ostdeutschen Länder Verteilungschancen für eine dynamische Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums insgesamt“, so Scheringer-Wright. Die LINKE-Abgeordnete kritisiert, dass sich damit alles in der Debatte auf das Ausspielen „großer Betrieb gegen kleiner Betrieb“ reduziert. „Das hilft weder den einen, noch den anderen.

Es muss doch darum gehen, eine finanzielle Förderung zu gewährleisten, bei der sowohl ökologische wie auch soziale Kriterien  angewendet werden“, fordert  Scheringer-Wright. Das bedeute, arbeitsintensive Betriebszweige anzuerkennen und deren Arbeitsplätze auch zu erhalten. Sonst bestünde die Gefahr, dass durch die finanzielle Agrarförderung der Zwang zur verstärkten Automatisierung gerade in der Tierhaltung forciert wird und Arbeitsplätze wegrationalisiert werden. „Das wiederum schwächt den ländlichen Raum und da müsste gerade mit den Agrarbeihilfen  dagegengehalten werden“, ist sich Scheringer-Wright sicher.

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Herausforderung Inklusion

15. Oktober 2013  Allgemein, Lokales, Politik

Inklusion ist für Schulen eine besondere Herausforderung. Sie ist nur zu bewerkstelligen, wenn die Landesregierung und die Schulverwaltungsämter  auch dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen stimmen.

In Gesprächen mit Eltern und Fachleuten konnte sich die Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag einen Überblick in die besonderen Gegebenheiten in der Grundschule „Tillmann Riemenschneider“ im Wohngebiet „Auf den Liethen“ verschaffen. „Wenn auf besondere Herausforderungen nicht reagiert wird, werden diese zu Problemen“ fasst  Scheringer-Wright die Lage zusammen.

Gerade im Wohngebiet „Auf den Liethen“ kämen verschiedene Faktoren zusammen. So wurde bei ihrem Besuch in der Tafel im Sommer dieses Jahres wieder deutlich, welches Armutsrisiko und welche Existenznot gerade in diesem Wohngebiet bestehen. Seit langem beklagten die Einrichtungen im Wohngebiet „Auf den Liethen“ Personalmangel.

In der Grundschule Tilmann Riemenschneider haben von den gegenwärtig 100 angemeldeten Kindern 47 einen Migrationshintergrund und 11 einen besonderen Förderbedarf. Diese Vielfalt könnte eine Bereicherung sein. Gleichzeitig fehlen jedoch Lehrkräfte. „Für jedes Kind, dass kein Deutsch spricht oder dessen Deutschkenntnisse unzureichend sind, stehen  je eine Stunde Sprachförderung pro Woche zu“ erklärt Scheringer-Wright. Gegenwärtig könnten aber nur 10 Wochenstunden gegeben werden. Das ist nur 21 % des aktuellen Bedarfes moniert die Abgeordnete. „Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden, denn diese Unterversorgung ist nicht hinzunehmen“ fordert die Abgeordnete. Alle Kinder in unserem Land müssten die Möglichkeit haben, sich bestmöglich entwickeln zu können. Die notwendige schulische Ausstattung, insbesondere mit Personal, sei dafür Voraussetzung. Daher hat Scheringer-Wright eine mündliche Anfrage für die nächste Landtagssitzung eingereicht, in der sie nachfragt, warum die Sprachförderung so extrem unzureichend sei und ob das in allen Grundschulen des Stadtgebietes in Heiligenstadt so sei. Sie fragt auch,  wie und wann die Landesregierung dieses Problem abstellen will. Weiterhin möchte sie wissen, ob Eltern es tatsächlich vorzögen, ihre Kinder in anderen Grundschulen anzumelden, nur um den Schulbesuch in der Tilmann Riemenschneider Schule im Wohngebiet „Auf den Liethen“  zu vermeiden.

„Ich kämpfe dafür, dass die Einwohner von Wohngebieten nach ihren tatsächlichen Bedarfen gefördert werden und das fängt bei der Grundschule an“ sagt Scheringer-Wright. Landesregierung und Schulverwaltungsamt müssten endlich aktiv werden

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Anzeige gegen die NPD wegen Volksverhetzung

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Die Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Dr. Johanna Scheringer-Wright, hat in Heiligenstadt Anzeige gegen die NPD erstattet, weil auf deren Plakaten zur Bundestagswahl eine Diffamierung der Sinti und Roma zu lesen ist und die Aussage des Plakates den Tatbestand der Volksverhetzung darstellt.

„Mit der Aussage des Plakates wird die Bevölkerungsgruppe der Sinti und Roma diffamiert und Volksverhetzung betrieben und dies ist weder mit der Thüringer Verfassung, noch mit dem Grundgesetz vereinbar“ stellt Scheringer-Wright fest. Sinti und Roma haben die gleichen Rechte wie andere Menschen. Viele Sinti und Roma seien zudem deutsche Staatsbürger.
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„Wenn man sich in Erinnerung ruft, dass Sinti und Roma im Deutschen Faschismus von den National-Sozialisten verfolgt und in Konzentrationslagern umgebracht worden sind, dann sind diese Plakate unerträglich“ sagt Scheringer-Wright. Da zeige sich wieder einmal der wahre Charakter der NPD. Auch im 3. Reich seien Menschen erst die Rechte, dann Geldleistungen und Vermögen und dann das Leben genommen worden. Die NPD fange genauso wieder an.

„Dieses Plakat muss weg und überhaupt ist diese gesamte Plakatserie ein Beweis dafür wie verfassungswidrig die NPD ist“ erklärt die Abgeordnete und fordert, dass die NPD endlich verboten wird. Vor diesem Hintergrund sei wirklich unverständlich, dass Manfred Grund, so wie fast alle seiner Fraktionskollegen, gegen einen Antrag zur Einleitung eines Verfahrens zur Feststellung der Verfassungswidrigkeit der NPD im April dieses Jahres gestimmt hatte. „Was muss noch alles passieren, bevor die CDU endlich aufwacht“ fragt sich die Abgeordnete abschließend.

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Landtagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE fragen nach Altschulden

Altschulden für Wohnungseinheiten drücken viele Kommunen in Thüringen. Auch neue kommunale Zusammenschlüsse, wie zum Beispiel die neugegründete Landgemeinde „Am Ohmberg“ konnten sich dieser Altschulden nicht entledigen. Warum das so war und wie sich dies heute auswirkt,  diesen Fragen ging die örtliche Landtagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE Dr. Johanna Scheringer-Wright (Sprecherin für regionale Entwicklung) bei einem Besuch beim  Bürgermeister der Landgemeinde „Am Ohmberg“,  Helmut Kirchner, nach. Dazu lud sie ihre beiden Fraktionskolleginnen Heidrun Sedlacik (wohnungspolitische Sprecherin) und Diana Skibbe (Sprecherin für Bürgeranliegen) ein.

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Johanna Scheringer-Wright, Heidrun  Sedlacik, Diana Skibbe, Helmut Kirchner und Mitarbeiterin Maria Funke vor der Gemeindeverwaltung Am Ohmberg

Für das Kalibergwerk in Bischofferode wurden in DDR-Zeiten ausreichend Wohnungsblöcke gebaut, um den Wohnungsbedarf der Kalikumpel und ihrer Familien zu decken. Die Gemeindeverwaltung Bischofferode wurde nie in Planung und Abrechnung dieser Bauten einbezogen. Die Kosten dieser Häuser tauchten also in der Bilanz der Gemeinde nicht auf. Es wurde auch kein Kreditvertrag mit der Gemeinde geschlossen. Für die damaligen Verantwortlichen war klar, dass sich dieser Wohnungsbau auf jeden Fall rentierte, da mit dem Kalibergwerk Bischofferode ein gewinnbringendes zukunftsfähiges Unternehmen am Ort war, dass auch künftig die Auslastung des Wohnungsbestandes absichern würde.

„Nach der Wende wurde das Kalibergwerk jedoch zugemacht, um Kali & Salz einen Konkurrenten vom Hals zu schaffen, und die DDR-Banken wurden privatisiert  und damit mit den Banken auch deren Forderungen an private Banken veräußert“ fasst Scheringer-Wright zusammen. Da die Staatsschulden der DDR einzelnen Schuldnern – in diesem Fall Bischofferode – zuordenbar waren, wurden die Forderungen nun auf diese übertragen.

So kam es, dass Bischofferode nach dem Bankenverkauf 2,1 Millionen DM Schulden hatte. Heute sind davon noch etwa 800.000 € übrig. Gläubiger ist inzwischen die Helaba (Landesbank Hessen-Thüringen). Von den damaligen Häusern stehen nur noch 4 Blöcke, das entspricht etwa 50 Wohneinheiten. Damit ist eine Refinanzierung der Schulden natürlich nicht möglich. Die Mieteinnahmen reichen noch nicht einmal für eine komplette Sanierung.

DIE LINKE hatte schon mehrmals auf Landes- aber auch auf Bundesebene Anträge eingebracht, um einen Schuldenschnitt von den DDR-Altschulden zu bewirken. Dies wurde jedoch stets von den regierenden Parteien abgeblockt.

Im Ergebnis des Besuches der Landgemeinde „Am Ohmberg“ werden die  Abgeordneten Scheringer-Wright und Heidrun Sedlacik  eine kleine Anfrage in den Landtag einreichen, um von der Landesregierung mehr über die spezifische Altschulden-Problematik zu erfahren und die Möglichkeit eines Schuldenschnittes auszuloten. Denn dieser ist aus Sicht der LINKEN auch 22 Jahre nach der Wende notwendig und gerecht.

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„Mit erneuerbaren Energien aus der Krise des Kapitalismus?“

Ein Vortrag von Prof. Elmar Altvater an der Universität in Witzenhausen

Klimawandel und atomare Katastrophen erfordern einen schnellen Wechsel unserer Energiequellen. Aber die Frage nach einem Energiesystemwechsel muss mit der Frage nach einer Veränderung des Wirtschaftssystems hin zu einer sozial gerechteren Gesellschaft einhergehen.

Daher haben die Landtagsabgeordnete Johanna Scheringer-Wright und DIE LINKE.SDS am 07. August Prof. Dr. Elmar Altvater vom Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaften der FU Berlin an die Universität in Witzenhausen eingeladen, seine Ideen zum Thema erneuerbare Energien und Kapitalismuskrise vorzustellen.

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Elmar Altvater ist einer der führenden Vordenker im Bereich politischen Ökonomie in Nachkriegsdeutschland und trug wesentlich zur Entwicklung einer marxistisch geprägten polit-ökonomischen Theorie bei. Er war als SDS-Mitglied in der 68er-Bewegung aktiv und einer der theoretischen Köpfe des Sozialistischen Büros in Offenbach. Er war Gründungsmitglied der Grünen, trat jedoch aufgrund der Unterstützung des Militäreinsatzes in Afghanistan 2001 aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen aus. Wenige Tage vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 wurde Altvater WASG-Mitglied. Altvater ist außerdem Gründungsmitglied des Instituts „Solidarische Moderne“ und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von attac.

Altvater zeigte in seinem Vortrag auf, dass wir den Höhepunkt der weltweiten Ölförderung bereits überschritten haben. Doch zeitgleich steigt die Nachfrage nach fossilen Energieträgern stetig weiter. Daher werden nun unkonventionelle Gewinnungsmethoden plötzlich rentabel, was wir in Deutschland zur Zeit an der Fracking-Diskussion bereits miterleben. Aber kann das ewig so weiter gehen?

Erneuerbare Energie hat leider nicht dieselben Vorzüge wie fossile Energie, da ihre Effizienz schlechter ist. Das Wettrennen nach den letzten Vorräten der effizienteren, fossilen Rohstoffe verursacht daher weltweiten Konflikten, was wir u.a. an der Außenpolitik der USA beobachten können.

Doch die bald aufgebrauchten fossilen Vorräte und die schlechte Umweltbilanz fossiler Energie sprechen für einen Übergang hin zu erneuerbarer Energie. Aber wir können nicht die Energien einfach austauschen, bevor nicht entsprechende Infrastrukturen und Regulationsinstanzen geschaffen wurden. Denn erneuerbare Energie flächendeckend zu nutzen wäre nur dezentral möglich.
Aber ist das noch möglich in einem kapitalistischen System? Zuvor müssen wir die Organisationsformen, Konsummuster und somit die ganzen Produktionsverhältnisse verändern. Aber müssen wir dann nicht auch die Machtverhältnisse verändern? Doch dagegen wehren sich natürlich die Machthaber und schaffen deshalb neue Kohlekraftwerke. Doch dies kann auf Dauer wiederum nicht funktionieren, da wir den Höhepunkt der Förderung fossiler Energie bereits überschritten haben.

„Wir sind mittendrin und wir müssen verstehen, in welchem historischen Rahmen sich das abspielt.“ erläuterte Altvater seine Ausführungen. Es ist möglich mit erneuerbaren Energien die Krise zu überwinden, aber uns muss bewusst sein, dass wir uns in einen ziemlich harten, weltweiten Konflikt begeben. „Aber wir müssen das ändern, damit für die Zukunft etwas Besseres herauskommt. Denn tuen wir das nicht, machen wir alles kaputt.“

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LINKE bedauert Schließung des Schlachthofs Jena – Prüfung aller Fleischindustriebetriebe notwendig

Die Sprecherin für Agrarpolitik und regionale Entwicklung der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Dr. Johanna Scheringer-Wright, bedauert, dass der Insolvenzverwalter gestern die Schließung des Schlachthofs Jena bekanntgeben musste.

„Seit der Übernahme des Unternehmens Anfang dieses Jahres durch einen Insolvenzverwalter konnte man optimistisch sein, dass der Schlachthof Jena  langsam wieder in ruhiges Fahrwasser gerät. Hygienische und tierschutzrechtliche Missstände wurden analysiert und in konsequenten Schritten nach und nach abgestellt. Dies war sehr positiv“, erklärt Scheringer-Wright.

Die Schließung reiße eine Lücke in die Kette der regionalen Schlachthöfe in Thüringen. Das sei problematisch, denn regionale Schlachthöfe trügen zu Tierschutz, Klimaschutz und regionaler Wertschöpfung bei.

Schlachthof Jena

 Scheringer-Wright warnt gleichzeitig davor, dem Trugschluss zu verfallen, dass laxere Standards eine Weiterführung des Schlachthofs ermöglicht hätten. „Dies wäre mit Sicherheit nicht der Fall gewesen, im Gegenteil, das Durchsetzen der Standards von Anfang an hätte den Schlachthof wahrscheinlich besser in der Region verankert“, verdeutlicht die Abgeordnete. Sie hoffe, dass die 50 entlassenen Mitarbeiter wieder eine adäquate Beschäftigung finden.

Die LINKE Politikerin verweist auch darauf, dass sich in vielen Schlachthöfen in Deutschland Verstöße gegen Arbeitsschutzgesetze, Arbeitnehmerrechte und Tierschutzgesetze häuften. Landesregierungen und Bundesregierung müssten daher endlich kritisch die Fleischindustrie hinterfragen. „In Thüringen war der Schlachthof Jena hoffentlich ein Einzelfall“, sagt Scheringer-Wright. Sie fordert jedoch aus Gründen des Arbeitsschutzes, Tierschutzes und der Lebensmittelhygiene, dass dies auch überprüft werde. Sie habe diese Woche eine erste Kleine Anfrage zum Fleischwerk Kaufland in Heilbad Heiligenstadt auf den parlamentarischen Weg gebracht.

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Denkanstöße und Schlussfolgerungen aus der diesjährigen Sommerexkursion der BAG Agrarpolitik und ländlicher Raum in Bakum und Lohne vom 19. – 20. Juli 2013

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Mit der Besichtigung der Außenstelle der tierärztlichen Hochschule Hannover in Bakum und der Schweineställe in Lohne im Landkreis Veschta hat uns die diesjährige Sommerexkursion ermöglicht eine zentrale Auseinandersetzung in der öffentlichen Debatte, intensive Tierhaltung,  vor Ort zu begutachten und zu bewerten. Durch die Auswahl der  Besichtigungen und Vorträge konnten wir die intensive Tierhaltung von verschiedenen Seiten betrachten.

So wurde durch die Beiträge der Bürgermeister deutlich, dass in einer Region, in der bis zu 5 GV/ha (GV = Großvieheinheit und bedeutet ein Tieräquivalent von 500 kg) Kommunen mit massiven negativen Auswirkungen z.B. auf die Grundwasserqualität und den Tourismus zu kämpfen haben. Die Bürgermeister erhoffen sich, mit der Änderung des § 35 des Baugesetzbuches zukünftig eine bessere Handhabe gegen die weitere Erhöhung der Tierbestände zu haben.

Als wenig hilfreich wurde die Verbringungsverordnung von Gülle gesehen, weil dies zwar die überschüssige Gülle aus der Region wegtransportiert, aber zu zusätzlichem Verkehr führe. Ebenso kritisch wurden die Biogasanlagen bewertet, weil diese leider nicht nur Reststoffe vergären sondern zusätzlich noch extra Mais nur für die Biogasanlagen angebaut würde, was zu einer zusätzlichen „Vermaisung“ der Landschaft führe.

Prof. Blaha von der Außenstelle der tierärztlichen Hochschule Hannover gab einen umfassenden Überblick über die Herausforderungen und Probleme der intensiven Tierhaltung. Eine seiner Thesen war, dass die Tierhaltung heute noch so produziert, wie sie vor dem Hintergrund der Nahrungsmittelknappheit nach dem 2. Weltkrieg entwickelt wurde. Insofern werden neue gesellschaftliche Anforderungen noch nicht umgesetzt. Gerade durch die Probleme mit antibiotikaresistenten Keimen würden die neuen Anforderungen aber besonders deutlich.

Der Betrieb in Lohne war mit Sicherheit ein guter und vorbildlicher Betrieb, wenn wir die Maßstäbe der konventionellen Ferkelerzeugung und Schweinemast ansetzen. Die Tiere wirkten insgesamt gesund und agil und der Betrieb gut geführt. Die Tiere wurden alle in verschiedenen Ställen auf Spaltenböden gehalten.  Die abferkelnden Sauen wurden wie üblich in Abferkelständen, später in Gruppenhaltungen und die abgesetzten Ferkel und Mastschweine in Gruppenbuchten gehalten. Die Besatzdichte, also die Anzahl der Schweine in einer Bucht war im üblichen Rahmen und damit bei den ausgewachsenen Mastschweinen hoch. Das Stallklima war Dank Belüftung gut. Wie in der intensiven Ferkelerzeugung üblich wurden alle Sauen hormonell synchronisiert, um die Belegung (künstliche Befruchtung) wirtschaftlich und arbeitstechnisch  effizienter zu gestalten.

Deutlich wurde in diesen Ställen, dass die Tiere in den Spaltenbodenbuchten keine Beschäftigung finden und daher ständig aneinander herumknabbern. Auch vereinzelt aufgehängtes Spielzeug konnte darüber nicht hinwegtäuschen. Daher ist eine Voraussetzung für so eine Haltung, dass alle Schwänze kupiert werden, weil es sonst ganz schnell zu Verletzungen kommt.

Auslauf und Wühlmöglichkeiten durch Haltung auf Einstreu könnte dieses Problem weitgehend reduzieren. Dies jedoch lehnte der Landwirt aus arbeitstechnischen Gründen ab. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, auf Bio umzustellen, erklärte er „Nein, denn dann wär ich ja kein Bauer mehr“. Das gibt schon einen Hinweis, dass viele Entscheidungen auf den Betrieben eher ideologiegesteuert getroffen werden, anstatt auf der Grundlage von Fakten.

Es wurde auch deutlich, dass es für die Tiere keine Rolle spielt, wie groß die Anzahl der Tiere auf einem Betrieb insgesamt ist, sondern, wie die einzelnen Ställe gestaltet sind und wie viele Tiere in den einzelnen Buchten aufgestallt werden und ob die Tiere ihre natürlichen Verhaltensweisen, bei Schweinen z.B. Wühlen, Laufen, Suhlen nachgehen können oder nicht.

Deshalb werbe ich dafür, Tierhaltende Betriebe nicht nach der Gesamtzahl der Tiere zu beurteilen, sondern tiergerechte Haltungsbedingungen vorzuschreiben.

Dr. Johanna Scheringer-Wright

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Ost-West-Treffen der Kreisverbände Eichsfeld, Unstrut-Hainich und Werra-Meißner

08. Juli 2013  Allgemein, Bundestagswahl

 

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Am Sonnabend, den 06. Juli trafen sich Vertreterinnen der drei Kreisverbände in Bad Sooden-Allendorf, um sich kennzulernen, auszutauschen und die Zusammenarbeit zu intensivieren.

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