Beiträge vom November 2018

Abgeordnete Scheringer-Wright (DIE LINKE) ruft dazu auf das Gedenken an die Reichspogromnacht überall zu stärken

07. November 2018  Antifaschismus, Lokales

Am Freitag, den 09. November, jährt sich die Pogromnacht in Deutschland zum 80. Mal. Wie in vielen anderen Städten und Gemeinden wurde auch in Gotha die Synagoge niedergebrannt. 52 Jüdinnen und Juden wurden im direkten Anschluss an das Pogrom inhaftiert, 28 von ihnen direkt ins KZ Buchenwald deportiert. Dr. Johanna Scheringer-Wright, Abgeordnete für DIE LINKE im Thüringer Landtag ruft dazu auf, sich zahlreich an den Gedenkveranstaltungen zu beteiligen.

Wie in den Jahren zuvor, wird das Gothaer Bündnis gegen Rechts eine Kranzniederlegung auf dem Jüdischen Friedhof und anschließend einen Lichterlauf zur ehemaligen Synagoge durchführen.

„Wir dürfen nie vergessen, welche Konsequenzen völkische und faschistische Ideologien nach sich ziehen.“ so Scheringer-Wright. Auch heute ist Gewalt gegen Andersdenkende, religiöse Minderheiten, linke Politiker oder kritische Journalisten wieder ein Mittel, das gezielt zur Einschüchterung eingesetzt wird. „In Eisenach werden linke Jugendliche regelmäßig bedroht und angegriffen, im Eichsfeld wurden Journalisten von Neonazis überfallen und Gewalt gegen Geflüchtete ist leider auch in Thüringen an der Tagesordnung. Die politische Rechte, ihr militanter Arm auf der Straße und ihr parlamentarischer Flügel sind im Aufwind. Dagegen müssen wir mit allen notwendigen Mitteln ankämpfen – sei es durch Aufklärung, Demonstrationen gegen Rechts, das alltägliche Eintreten für eine offene Gesellschaft und eine antifaschistische Erinnerungskultur!“, resümiert die Abgeordnete, die an der Veranstaltung teilnehmen wird.

Treffpunkt ist am Freitag, dem 9. November 2018 um 16:30 Uhr vor dem Jüdischen Friedhof in der Eisenacher Straße. Dort werden Kranzniederlegungen stattfinden. Anschließend wird gemeinsam zum Gedenkstein an der ehemalige Synagoge in der Moßlerstraße gegangen. Auch dort gibt es ab 17.00 Uhr Kranzniederlegungen und kurze Ansprachen.

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Bewerbung zur Europa-Wahl 2019

05. November 2018  Allgemein

 

Ich bewerbe mich um einen aussichtsreichen Platz auf der Bundesliste unserer Partei DIE LINKE für die Europawahlen, um im und außerhalb des Europäischen Parlaments gemeinsam mit allen linken Kräften für ein besseres Europa für alle zu kämpfen. Dafür bitte ich um Eure Unterstützung.

 

 

 

 

Liebe Genossinnen und Genossen,

seit Jahrzehnten arbeite ich beruflich und politisch daran, dass der Hunger in der Welt besiegt wird, sich alle gut ernähren können, und dass das Klima und die Ressourcen geschützt werden. Gerade diese Politikbereiche werden maßgeblich durch die EU-Ebene bestimmt. Dabei werden jedoch in erster Linie die Interessen der Konzerne bedient. Ob im Bereich Energie, Verkehr, der Gemeinsamen Agrarpolitik, dem Klimaschutz oder den Handelsabkommen, die starken Mitgliedsstaaten unterstützen ihre Wirtschaft und Firmen zu Lasten der schwächeren EU-Länder und Drittstaaten. Dies trifft die Bevölkerungen dieser Länder hart und verursacht Arbeitslosigkeit und Abwanderung. Das Referendum in Großbritannien für den Brexit hat gezeigt, dass sich Menschen von der EU abwenden. Viele Enttäuschte sehen ihr Heil gar in rechten Parteien und Bewegungen.

Ich bin davon überzeugt, dass wir die Kritik an der EU nicht den Rechten überlassen dürfen. Wir müssen sagen was ist: die EU ist gegenwärtig unsozial, undemokratisch, militaristisch und unökologisch. Dagegen treten wir LINKE an. Wir wollen ein Europa, das humanistisch, friedlich, sozial und ökologisch ist. Wir wollen mehr Demokratie, die Bevölkerungen sollen sich in Referenden beteiligen können und so Politik direkt mitgestalten. Die Austeritätspolitik und der Druck zu Privatisierungen muss gebrochen werden. Deutschlands wirtschaftliche Dominanz mit seinem Handelsbilanzüberschuss schafft viele Verlierer in der EU und in Drittstaaten. Im Bereich des Klimaschutzes wird das aktuell besonders deutlich. Die Bundesregierung schützt z.B. die deutschen Autokonzerne, die mit ihren Betrugsmanövern bei den Abgaswerten den Klimaschutz mit Füßen treten. Auch das Festhalten an der Kohleförderung garantiert nur die Profite der Energiekonzerne. Anstelle einen Investitionsfonds zur Schaffung neuer Arbeitsplätze aufzulegen, sollen weitere Dörfer und Wälder weggebaggert werden.

38% der Haushaltsmittel der EU gehen direkt in die Gemeinsame Agrarpolitik und ländliche Entwicklung. Es wird eine Subventionspolitik forciert, die zu einer zunehmenden Konzentration in der Landwirtschaft führt mit immer höheren Erträgen, Schäden der Umwelt und dem Verlust von Arbeitsplätzen. Die Menschen ziehen aus den ländlichen Gebieten weg in die Städte und die Dörfer veröden. Diese Entwicklung kann man in allen EU-Staaten beobachten und sie ist nicht hinzunehmen. Ich möchte daher mit linken Partnern aus den anderen Mitgliedsstaaten in einer starken linken EU-Fraktion genau diese Missstände angreifen.

Persönliches: 55 Jahre alt, wohnhaft im Dreiländereck Thüringen, Hessen und Niedersachsen

Beruf/ausgeübte Tätigkeiten:

  • Landwirtschaftliche Beraterin in der Entwicklungszusammenarbeit (DED) in Ghana
  • Agrar-Umweltwissenschaftlerin
  • Gutachterin für die Generaldirektion Forschung der EU in Brüssel
  • Sprecherin für Agrarpolitik und regionale Entwicklung der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag
  • Mitglied des Parteivorstandes DIE LINKE.

 

 

 

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