Beiträge vom August 2018

redsoxx Festival: update

29. August 2018  Allgemein


Die Vorbereitungen laufen, das Programm steht und auch der Zeitplan nimmt langsam Form an.

Los geht´s um 14:00 Uhr mit Kaffee und Kuchen.

Ab 15:00 Uhr findet im kubixx ein Workshop zum Thema Klimagerechtigkeit statt:

Klimakrise? Ende Gelände!

Die aktuellen politischen Antworten auf die fortschreitende
Klimaerwärmung sind absolut unzureichend. Es wird Zeit, dass die
Zivilgesellschaft, dass die einfachen Menschen wie du und ich, die
Veränderung selbst in die Hand nehmen. Der Workshop wirft einen Blick
auf die konkrete Utopie der Klimagerechtigkeit und auf verschiedene
soziale Kämpfe, die derzeit rund um klimaschädliche Industrien und
Lebensweisen geführt werden – zum Beispiel der Einsatz gegen den
Braunkohleabbau in Deutschland und das Abbagern des Hambacher Forsts.

Im Anschluss (~16 / 16:30 Uhr) berichtet Günter Guttsche von der Deutsch-Russischen Freundschaftsgesellschaft in Thüringen e.V. über das Verhältnis zu Russland. Sanktionen, Militärmanöver und eine feindselige Rhetorik bestimmen die aktuelle Lage. Herr Guttsche fragt: „Wer hat Angst vor dem russischen Bären?!“ und lädt zur anschließenden Diskussion ein.

Workshops, Vortrag und Diskussion finden im kubixx statt. Draußen gibt´s Musik, und Hüpfburg. Kommt vorbei!

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Klimacamp Leipziger Land

24. August 2018  Energie, Umwelt

Der kleine Ort Pödelwitz bei Leipzig ist im Ausnahmezustand. Einen Steinwurf vom Gelände der Kohlegesellschaft MIBRAG hat sich eine Gruppe von über 1000 Menschen einen Ort zum Diskutieren, Aktivieren, Vernetzen und nicht zuletzt zum sozialen Austausch geschaffen. Basisdemokratisch und friedlich setzen sich die bunt gemischten Menschen für Klimaschutz und die Abschaffung von Energie aus Kohleverbrennung ein.
Zum Aktionstag am Samstag wurde auch an verschiedenen Positionen das Kraftwerk in Lippstadt besetzt, ein beeindruckender aber bedrückender Bau. Aus den Kühltürmen tritt weißer Rauch und im Sekundentakt fahren Einsatzwagen der Polizei an den Aktivistas vorbei. Sie erreichen ihr Ziel und es bleibt weitgehend friedlich. „Ich sitz und schwitz für Pödelwitz“ sagt eines der Transparente.
Pödelwitz ist ein Beispiel für Zweierlei. Ein vom Tagebau bedrohter Ort, zum Teil leergezogen und in den Händen der Braunkohleindustrie, aber auch eine idyllische Siedlung mit altem Baumbestand und alten Häusern, verschlafen und ein bisschen vergessen. Umgeben ist alles von einer Tagebaubedingten Mondlandschaft, hunderte Meter breite Krater, nachts beleuchtet, wie ein UFO Landeplatz. Der Raubbau als mahnende Kulisse. Hier ist der beste Ort um zu sehen, wofür es sich lohnt zu kämpfen: Klimagerechtigkeit, Investitionen in erneuerbare Energien und einen Stopp von Kohleabbau und –verbrennung. Ein Kampf der im Camp mit friedlichen Mitteln geführt wurde, Worte und Taten für eine gemeinsame Zukunft.

Mittendrin Johanna Scheringer-Wright, die Abgeordnete des Thüringer Landtags und landwirtschaftliche Sprecherin der Partei DIE LINKE. Sie hat immer ein offenes Ohr und offene Augen, um zu unterstützen, Neues zu erfahren und ins Gespräch zu kommen, denn Klimapolitik ist ihr ein Anliegen. Zu Beginn führte sie ein langes Hintergrundgespräch mit den Vertretern der IGBCE (Gewerkschaft) vor Ort. Es arbeiten 2500 Menschen bei der MIBRAG, davon 300 Beschäftigte im Tagebau Vereinigtes Schleenhain, also maximal 300 Personen, die umgeschult und anderweitig beschäftigt werden müssten. Das könnte im Sektor erneuerbare Energien und Rekultivierung erfolgen und Pödelwitz wäre gerettet. Zudem hat Johanna Scheringer-Wright das Argument der IGBCE entkräftet, dass wir Kohlestrom bräuchten, weil wir nicht genügend Speicher für erneuerbare Energien hätten. Denn das Festhalten am Kohlestrom ist es, was dem Ausbau der Speicher entgegensteht. Erst kürzlich erklärte das Unternehmen TRIANEL, die Pläne zum Bau eines Pumpspeicherwerkes im Thüringer Wald ad acta zu legen, weil dieser Bau nicht lukrativ genug sei. Der Grund dafür war zu viel Kohlestrom im System. An diesem Beispiel zeigt sich der argumentative Teufelskreis des herkömmlichen Stromsystems. „Zudem sollte die Energiegewinnung und Energiebereitstellung als Teil der Daseinsvorsorge dezentral in öffentliche Hand überführt werden, also direkt von den einzelnen Bundesländern betrieben werden“, fügt sie hinzu.
Während ihres Workshops im Open Space des Camps kam sie auch persönlich in Kontakt und ins Gespräch mit Teilnehmer*innen. Angereist aus Berlin bis Konstanz gab es eigene Eindrücke über Klimaworkshops und ökologischen Gemüsebau zu hören. Die politische Dimension von Protest war das gesetzte Thema. Mit „Politik kann nur mit kritischem Input von der Basis funktionieren“, „Beschäftigung in der Landwirtschaft als Spiegel der Gesellschaft und des Fortschritts“, wie auch „jeder Mensch muss seinen Weg finden um Klimagerechtigkeit zu unterstützen“ sei hier als eine kleine Auswahl der Themen genannt.
Die Abgeordnete erlangte intensive Einblicke ins Geschehen, nicht zuletzt als parlamentarische Beobachterin bei den Protesten. Sie will wiederkommen und bis dahin weitere Aktionen unterstützen – Für Klimagerechtigkeit und erneuerbare Energien.

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RedSoxx 2018

13. August 2018  Allgemein, Mein Wahlkreis

Unser RedSoxx-Straßenfest findet dieses Jahr am Weltfriedenstag, dem 01. September statt. Wie in den letzten Jahren wird es wieder Livemusik, Essen aus aller Welt und Kinderspiele geben.

Dieses Jahr mit Hüpfburg und mehr Input und Vorträgen. Seit gespannt und haltet euch den Termin frei!

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