Beiträge vom August 2017

Redsoxx Straßenfest

29. August 2017  Mein Wahlkreis

Deutschland, Europa, ja die Welt steht vor einer Zäsur: Für mehr und mehr Menschen nimmt soziale Sicherheit ab und unsichere Lebens- und Arbeitsverhältnisse werden die Regel. Es wird Krieg geführt, gegen Menschen, gegen soziale Sicherheit und gegen die Umwelt. Die Gründe für diese Entwicklung werden tatkräftig verschleiert. Ursache und Wirkung werden gezielt durcheinandergeworfen und Sündenböcke geschaffen. Das schafft Ängste, Unbehagen und Wut, und öffnet die Tür für alte und neue rechte Demagogen.

Da möchten wir dagegen halten, nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch hier im Landkreis Gotha.

Das RedSoxx Festival bietet in lockerer Atmosphäre die Gelegenheit bei einem Imbiss mit vielen verschiedenen hier lebenden Menschen ins Gespräch zu kommen. Für die kleinen Besucher gibt es Spielangebote und Graffiti, für die politisch Interessierten wird Ali Al-Dailami (DIE LINKE Sprecher für Migrationspolitik) einen Vortrag über Migrationspolitik halten und der Kulturverein Mesopotamien wird über die aktuelle Situation in Kurdistan berichten.

Auch ich und unsere Direktkandidatin Anke Hofmann-Domke stehen für alle Fragen gerne zur Verfügung, ob es nun um unsere Partei DIE LINKE geht, die bevorstehende Bundestagswahl oder um was auch immer.

Ich freue mich auf jedes Gespräch und jeden Beitrag!

Wann: Samstag, der 02. September 14:00 bis 19:00 Uhr

Wo: Blumenbachstraße 5 – 7, vor dem Gothaer Wahlkreisbüro

Was: leckeres Essen, gute Musik, politische Vorträge, Tanz und Graffiti

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Stellenausschreibung: Persönliche/r MitarbeiterIn – Bewerbungszeitraum verlängert

18. August 2017  Allgemein

Zum 1. Oktober 2017 suche ich eine/n persönliche/n MitarbeiterIn für meine politische und organisatorische Arbeit als Abgeordnete des Thüringer Landtages.

Der/die MitarbeiterIn befindet sich in einem besonderen Vertrauensverhältnis mit der Arbeitgeberin.

Anforderungen:

  • flexibel und aufgeschlossen, zuverlässig, unbestechlich und loyal
  • in Übereinstimmung mit den Zielen der Partei DIE LINKE.
  • sehr gute Kommunikationsfähigkeiten (schriftlich und mündlich)
  • Erfahrungen mit Öffentlichkeitsarbeit und Internet Präsentationen
  • Computerkenntnisse und Organisationstalent
  • Interesse an Agrarpolitik, Landwirtschaft, ländlichen Räumen und regionaler Entwicklung und an aktuellen politischen Themen
  • Erfahrung in Kampagnenarbeit

Dienstort ist das Abgeordnetenbüro/Kampagnenbüro im Landkreis Gotha und der Thüringer Landtag. Bereitschaft für Dienstreisen muss gegeben sein.

Die Stelle umfasst 50% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit und ist befristet bis zum Ende der laufenden 6. Legislatur, voraussichtlich bis September 2019.

Die Vergütung erfolgt nach TV-L (Thüringen) in der Entgeltgruppe 9, Stufe 4.

 Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht und werden im Zusammenhang mit den Gegebenheiten im Abgeordnetenbüro bevorzugt gesichtet/bewertet.

Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnissen, Referenzen etc. (bitte keine Originale, denn Unterlagen werden nicht zurückgeschickt), per Post oder per Email bis zum 24.September 2017 an:

 

MdL Dr. Johanna Scheringer-Wright, Steingraben 36, 37318 Hohengandern

oder johanna@scheringer.de

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Für eine Atomwaffenfreie Zukunft

10. August 2017  Friedenspolitik

Rede auf der Mahnwache zum Hiroshima-Nagasaki-Tag in Erfurt

Dr. Johanna Scheringer-Wright, Mitglied des Bundesvorstands der Partei DIE LINKE und Mitglied im Thüringer Landtag für DIE LINKE.

Heute ist der letzte Einsatz einer Atomwaffe auf den Tag genau 72 Jahre her. Am 9. August 1945 wurde über Nagasaki die Plutoniumbombe „Fat Man“ abgeworfen. Zwei Tage vorher, am 7. August, wurde die Uranbombe „Little Boy“ über Hiroshima abgeworfen.

Die Bomben töteten etwa 100.000 Menschen sofort. Unter den Opfern waren nahezu ausschließlich Zivilisten und in die Städte verschleppte Zwangsarbeiter. Im darauffolgenden Jahr starben weitere 130.000 Menschen. Bis 1950 war die Zahl der Spätopfer in beiden Städten auf 230.000 Menschen angestiegen.

So etwas darf sich nicht wiederholen. Wir müssen dafür kämpfen dass diese Waffen aus den Arsenalen verschwinden. Wir müssen Druck auf unsere eigene Bundesregierung aufbauen, dass endlich die letzten Atomwaffen aus Büchel abgezogen werden! Deutschland muss die sogenannte „nukleare Teilhabe“ beenden.
Laut der aktuellen Sipri-Studie im letzten Jahr ist die Zahl er Atomwaffen im letzten Jahr erneut zurückgegangen. Heute gibt es 460 Atomwaffen weniger als noch im letzten Jahr. Damit verfügen die Atomwaffenstaaten USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea über knapp 15.000 (laut Studie 14.935) atomare Sprengköpfe.

Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges warteten noch über 70.000 Atomwaffen in den Silos auf ihre Einsatzbefehle. Beide Seiten waren in ihrer Logik von Abschreckung, Erst- und Zweitschlagspotential und nuklearem Overkill gefangen. Allein in der Bundesrepublik waren damals ca. 5.000 Atomwaffen stationiert.

Man könnte also meinen dass die Welt doch eigentlich auf einem guten Weg ist. Eine Verringerung der Anzahl von Atomwaffen um mehr als 75%. In Deutschland sind es nicht mehr tausende von Sprengköpfen, sondern nur noch zwischen 10 und 20 amerikanische Atombomben. Die Atomwaffen die auf dem Gebiet des Warschauer Paktes stationiert waren, sind alle nach Russland verlegt oder demontiert worden.

Aber alleine von diesen Zahlen darf man sich nicht täuschen lassen. Die militärische Strategie der beiden großen Atommächte ist immer noch die des Overkills. Das heißt das jedes relevante Ziel, sei es eine gegnerische Militärbasis, ein Staudamm oder eine Großstadt mit mehr als einer Bombe bedacht wird. Und auch wenn die Anzahl an Nuklearwaffen in den nächsten Jahren weiter abnehmen wird, weil Restbestände aus dem Kalten Krieg demontiert werden, laufen sowohl in den USA als auch in Russland umfangreiche Modernisierungsprojekte. Alleine die USA wollen in den nächsten 10 Jahren etwa 400 Mrd. $ in ihre Atomstreitkräfte investieren.

Und die Welt ist komplizierter geworden. Heute stehen sich nicht mehr zwei unversöhnliche Machtblöcke gegenüber. Aus einer bilateralen Welt ist eine multilaterale Welt geworden. Heute ist der Konflikte zwischen der NATO und Russland Einer von Vielen. Im Kaschmir-Gebirge stehen sich mit Pakistan und Indien zwei Atommächte feindlich gegenüber. Die Spannungen zwischen China und den USA im pazifischen Raum werden größer. Die Nordkoreanische Bombe ist eine reale Gefahr. Auch hier werden die Drohkulissen zwischen USA und Nordkorea immer heftiger.

Doch für viele Menschen scheinen die Gefahren die durch diese Waffen ausgehen vor allem abstrakter und theoretischer Natur zu sein. Menschen verdrängen gerne, das wissen wir alle.

Aber angesichts des Vernichtungspotentials das diese Länder ausüben können, darf keiner dieser Konflikte unterschätzt werden.
Kürzlich haben 122 Nationen haben bei den Vereinten Nationen für ein Verbot von Atomwaffen gestimmt. Auch wenn die 9 Atommächte sich gar nicht beteiligt haben, was an sich ein Skandal ist, ist dieser Vertragsabschluss dennoch eine große Sache, denn der Vertrag verpflichtet die Unterzeichner, niemals, ich betone niemals Atomwaffen zu entwickeln, zu testen, zu erwerben oder zu lagern. Damit bekennen sich 122 konkret und aktiv dazu mit der vorherrschenden Kriegslogik, der Abschreckung zu brechen.

Deshalb macht mir das Mut und sollte uns darin bestärken, von die Regierungen und Bevölkerungen der Atommächte zu fordern: Verschrottet die Atomwaffen, reißt die Atomkraftwerke, die Wiege der Bomben, ab, sofortigen Stopp des Exports von Atomkraftwerkstechnologie und Atomwaffentechnologie!

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