Beiträge vom April 2014

DIE LINKE Landtagsfraktion vor Ort in Gotha

24. April 2014  Allgemein, Aus dem Landtag, Lokales

gierstedtDIE LINKE Fraktion machte heute im Rahmen ihrer einwöchigen Fraktionstour Station im Landkreis Gotha.

Dr. Johanna Scheringer-Wright konnte neben Ihren Fraktionskollegen und ihrem Fraktionsvorsitzenden  auch die Spitzenkandidatin für die Europawahl und jetzige Fraktionsvorsitzende der der Fraktion Vereinigte Europäische Linke/Nordische Grüne Linke Gabi Zimmer begrüßen. Einen ersten Aufschlag mit Pressekonferenz gab es im Stadteilzentrum Gotha West. Danach ging es zu weiteren Stationen, wie der Baugesellschaft Gotha, aber auch zum Sorgenkind unter den Schulen, dem Ernestinum Gymnasium.

Dr. Johanna Scheringer-Wright, die ja Sprecherin für Agrarpolitik ihrer Fraktion ist, war es besonders wichtig, auch einen landwirtschaftlichen Betrieb in ihrem Wahlkreis zu besuchen. Mit dem Fraktionsvorsitzenden Bodo Ramelow besichtigte sie daher die Betriebe der  „Fahner Obst“ e.G. in Gierstädt.

Einen Überblick über die Obstbaugenossenschaft wurde den Besuchern vom Leiter der Genossenschaft Herrn Dornberger gegeben. Dornberger stellte dar, dass Fahner Obst etwa 1000 ha mit Obstbäumen bewirtschaftet. Davon sind etwa 50% Apfelbäume, 15% Pflaumender Rest sind Sauer- und Süßkirschen. Auf einigen wenigen Hektaren sind auch Holunder und Mirabellen angepflanzt. Dornberger erklärte, dass die Betriebe sich ganz gut am Markt behaupten können, zeigte aber auch die Schwierigkeiten auf, mit denen gerade der Obstbau konfrontiert ist. Neben Wetterunbilden sind hohe Investitionskosten für Baumersetzungen zu nennen. Dornberger erklärte in der Plantage auch, dass oft die Wasserversorgung für die Bäume aufgrund der niedrigen Niederschläge ein Problem sei. Bewässerung wäre jedoch teuer, obwohl Thüringen insgesamt ein hohes Aufkommen an Wasser habe. Auch die Modernisierung des Betriebsgeländes sei eine Herausforderung, die aber gut bewältigt werde. Selbst ein „grünes Klassenzimmer“ wird nun gebaut, um Schülerinnen und Schülern und anderen Besuchern einen Raum für Vorträge und Studium zu bieten. Anschließend konnten die Abgeordneten dann in der  Absatzgenossenschaft mit dem Leiter Herrn Kirchner genau besichtigen, wie Äpfel für den Verkauf verpackt werden.

Scheringer-Wright zeigte sich beeindruckt, welche Entwicklung und Aufbauleistung dieser Genossenschaftsverbund gemacht hat.  Insbesondere die Idee mit dem „grünen Klassenzimmer“ verdiene besondere Anerkennung.  „Es war eine sehr  fruchtbare Diskussion, die auch uns wieder einmal die Sinne geschärft haben, welche Rahmenbedingungen Produktionsbetriebe im ländlichen Raum brauchen“ stellte Scheringer-Wright am Ende fest.

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Ostermarsch zum Truppenübungsplatz Ohrdruf: Gegen Kriege, Neonazismus und Rassismus

19. April 2014  Allgemein, Lokales, Politik

ostermarsch 2014Für eine zivile Nutzung des Truppenübungsplatzes Ohrdruf, gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr, gegen Kriege, Neonazismus und Rassismus demonstrierten am Ostersonnabend etwa 100 Engagierte von Friedensinitiativen aus Gotha, Arnstadt, Suhl und Erfurt, Gewerkschafter, Vertreter der LINKEN – unter ihnen die Landtagsabgeordneten Johanna Scheringer-Wright, Ina Leukefeld, Sabine Berninger und Frank Kuschel.

Die Ostermarschierer wandten sich insbesondere dagegen, dass der Ohrdrufer Truppenübungsplatz weiter militärisch genutzt werden soll für die Ausbildung von Bundeswehrsoldaten an Drohnen und zur Vorbereitung auf Auslands- und Kriegseinsätze. Sie verwiesen auf die Bürgerbewegung zu Beginn der 90er Jahre und die damaligen Kreistagsbeschlüsse von Arnstadt und Gotha zur zivilen Nutzung des Truppenübungsplatzes.

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Grußwort von Johanna Scheringer-Wright beim 24. Landesjägertag in Stadtroda:

12. April 2014  Allgemein

Sehr geehrter Herr Präsident Liebig, sehr geehrte Vorstandsmitglieder, sehr geehrte Vertreter der Landesregierung, sehr geehrte Ehrengäste, liebe Jägerinnen und Jäger.

Ich komme wenn immer es mir möglich ist zu den Veranstaltungen des Landesjagdverbandes, weil für mich, die ich aus einer Jägerfamilie komme, die Atmosphäre anheimelnd ist. Ich bedanke mich für die Einladung und überbringe die Grüße der Faktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

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Die Jagd hat eine tragende Rolle in der Pflege unserer Kultur- und Naturlandschaft. Als aktive Naturschützer hegen und pflegen sie das Wild und betreiben damit aktiven Artenschutz.

Dabei bewegen sich  Jagd und die Jägerinnen und Jäger oft im einem Spannungsfeld in der Gesellschaft, das von extremen Ansichten eingerahmt wird. So gibt es auf der einen Seite des Spektrums die Auffassung, die Jägerinnen und Jäger in Thüringen würden viel zu wenig schießen, sie würden ihr Wild hätscheln und alle Bäume würden verbissen. Auf der anderen Seite

Des Spektrums wiederum sieht man alle Jägerinnen und Jäger ALS Mörder; die alles totschössen, was vor die Flinte kommt.

Während die Vertreter der einen Seite den Wald und Bäume nur als Holzlieferant und damit als reine Einnahmequelle sehen, ist auf der anderen Seite oft grenzenlose Unwissenheit die Ursache solcher Positionen. Beiden gilt es durch Aufklärung entgegenzutreten. Der Wald ist Lebensraum für Bäume, Waldpflanzen und Wild und soll das auch bleiben und des sind die Jägerinnen und Jäger, die durch besonnene Regulierung, Hege und Pflege Artenschutz betreiben und Lebensräume schützen und verbessern. Dabei werden sie mit Lebensraumzerstörungen konfrontiert, die natürlich auch das Wild betreffen. Die fortschreitende Zersiedelung unserer Landschaft, der Flächenverlust durch Bebauung und Versiegelung treibt natürlich auch das Wild. Auch die Verarmung der Kulturartenvielfalt in der Landwirtschaftlichen Nutzfläche wirkt sich negativ auf die Wildbestände aus. Hier ist  vor allem auch das Engagement der Jägerschaft zu nennen, die in vielen Projekten hier in Thüringen einen positiven Beitrag leisten, dass die landwirtschaftliche Nutzfläche wieder artenreicher wird, so dass auch das Niederwild, auch Rebhuhn und Feldhase sich stabilisieren können, wenn auch auf niedrigem Niveau. In diesem Bereich sollte noch stärker zwischen Landwirten und Jägerschaft zusammengearbeitet werden, einige sehr gute Beispiel gibt es. Als agrarpolitische Sprecherin setze ich mich in meiner Arbeit im Landtag auch dafür vehement ein.

Es wurde schon berichtet, dass wir Abgeordnete im Ausschuss für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz uns fraktionsübergreifend gegen die Abschaffung der Jagdabgabe einsetzen.  Und es wurde schon angesprochen, dass die Frage der Verwendung von Bleimunition, Bleischrot auf Bundesebene auch gesetzgeberisch bearbeitet wird.

Liebe Jägerinnen und Jäger, wir sollten uns alle gemeinsam dafür einsetzen, die Bleibelastung der Umwelt und des Wildbrets zu verringern. Natürlich muss aber festgestellt werden, dass die Bleibelastung nur zum geringsten Teil von der Bleimunition die verschossen wird kommt. Trotzdem ist Handlungsbedarf gegeben. Und da brauchen wir Ihre Erfahrungen, liebe Jägerinnen und Jäger um hier in Gesetzgebungsverfahren zu guten und tragbaren Ergebnissen kommen. Deshalb will ich mich hiermit für die gute Zusammenarbeit bedanken und hoffe, dass wir auch zukünftig alle Fragen auf dem kurzen Weg beraten können. Vielen Dank!

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Johanna Scheringer-Wright beim 19. DELITZSCHER GESPRÄCH

08. April 2014  Allgemein, Landwirtschaft, Umwelt
Am 08. April 2014 hat das 19. DELITZSCHER GESPRÄCH stattgefunden. Es stand in diesem Jahr unter dem Thema:
„Genossenschaftliche Antworten auf regionale Herausforderungen im ländlichen Raum“.
Die Verwirklichung des Grundgesetzauftrages zu gleichen Lebensbedingungen in Stadt und Land ist, besonders im Hinblick auf die „Überalterung“ der Gesellschaft, immer stärker in Frage zu stellen. Strukturabbau und Privatisierung tragen nämlich aus ökonomischen Erwägungen in Dörfern und Kleinstädten zur Ausdünnung von Bereichen des öffentlichen Lebens und der Daseinsvorsorge bei. Damit schwindet zunehmend die Attraktivität des ländlichen Lebens für nachwachsende Generationen. Bevölkerungsschwund, Vergreisung oder mangelnde Investitionsbereitschaft sind die Folge.
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Es wurde die Frage gestellt, inwieweit es Genossenschaften gelingt, sich dieser Entwicklung entgegenzustemmen und im Rahmen bürgerlichen Engagements Lösungen für die Daseinsvorsorge anzubieten. Besonders Aufgaben der Nahversorgung, der Gesundheitsfürsorge, der regionalen Energieversorgung im Rahmen des genossenschaftlichen Wohnens sowie die Schaffung lebenswerter sozialer Rahmenbedingungen für Familien mit Kindern sollten dabei im Mittelpunkt der Betrachtung stehen.

Interessante Redebeiträge und Diskussionen gab es unter anderem von und mit Prof. Dr. Markus Hanisch (Institut für Genossenschaftswesen, Humboldt-Universität zu Berlin), Ralf Leimkühler (stellv. Geschäftsführer des Sächsischen Städte- und Gemeindebundes), Dr. Johanna Scheringer-Wright MdL (Sprecherin für Agrarpolitik und regionale Entwicklung der Fraktion DIE LINKE, Thüringer Landtag), Gunter Hommel (Agrargenossenschaft Theuma-Neuensalz eG), Dr. med. Wolfram Oettler (Octamed Ärztegenossenschaft Görlitz), Andreas Kock (Leiter Personalwesen NOWEDA eG), Dr. Eckehard Ott (Vorstandsvorsitzender DGRV), Stefan Weber (Vorstandsvorsitzender der Sächsischen Aufbaubank SAB), Wilfried Hollmann (Präsident des Mittelstandsverbundes ZGV) oder Dr. Gerald Thalheim Staatssekretär a. D. (Bereichsleiter Genossenschaftsverband).

In  ihrem Statement sprach  Dr. Johanna Scheringer-Wright über „Agrargenossenschaften als Zukunftsmodelle  für den sozial-ökologischen Umbau im ländlichen Raum“
Ein Fazit der Gespräche war, dass Genossenschaften den ländlichen Raum lebendig halten, Arbeitsplätze schaffen und zur Sicherstellung der Daseinsvorsorge beitragen können, dass sie aber nicht das Solidarprinzip ersetzen können und als „Reparaturbetrieb“ das Zurückziehen von Kommunen und Staat aus der Daseinsvorsorge kompensieren können.
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Grußwort auf dem Thüringer Imkertag 2014

05. April 2014  Allgemein, Landwirtschaft, Umwelt

In ihrem Gruimkertagßwort bedankte sich die Abgeordnete für die gute Zusammenarbeit. Sie wies darauf hin, dass der von ihr eingebrachte Antrag „Bienenschutz grundlegend verbessern“ (Drucksache 5/7017 in den Ausschuss für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz überwiesen wurde und nun beraten werde. Dabei zähle sie wiederum auf die Wortmeldung der Thüringer Imker.  Es sei dringend geboten den Bienenschutz grundlegend zu verbessern. Denn der Rückgang der Bienenvölker in Thüringen sei dramatisch: während 1989 in Thüringen noch 100.000 Völker vorhanden waren, waren es 1995 nur noch 21.000 Völker und letztes Jahr waren nur noch 19.842 Völker bei der Tierseuchenkasse in Thüringen registriert.

Ähnlich alarmierend sind die Rückgange der wilden Bestäuber. Aus diesen Gründen ist  dringend Handlungsbedarf erforderlich.

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