Beiträge vom Oktober 2013

Dramatisch niedriger Bienenbestand in Thüringen

In seinem Bericht im Ausschusses für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz erklärte Landwirtschaftsminister heute auf Anfrage der Fraktion DIE LINKE, dass für eine ausreichende Bestäubungsleistung drei Bienenvölker pro Quadratkilometer notwendig wären, in Thüringen aber durchschnittlich nur 1,8 Völker vorhanden seien. „Diese Tatsache ist dramatisch und zeigt, dass die Maßnahmen, die zur Förderung von Bienen und Imkern ergriffen werden zu wenig greifen“, erklärt die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Dr. Johanna Scheringer-Wright.

Biene

Vor dem Hintergrund, dass die Imker und Naturschutzverbände schon seit Jahren Vorschläge machen, um diese Situation zu verbessern, sei auch der leichte Aufwärtstrend, der seit 2008 zu verzeichnen sei, nicht ausreichend. „Es reicht eben nicht, nur Einzelmaßnahmen zu fördern, vielmehr muss es einen Gesamtplan geben, um systematisch die Bienenbestände langfristig zu sichern“ fordert Frau Scheringer-Wright. Dazu gehöre auch, dass sich die Landesregierung intensiv mit den Zwischenergebnissen des seit 2004 durchgeführten Bienen-Monitorings auseinandersetzen sollte. Es müsse deutlich werden, wo es weiße Flecken auf der Landkarte gibt und welche Faktoren ursächlich für die hohen Verlustraten bei Bienenvölkern verantwortlich sind. „Zudem müssen Analysen durchgeführt werden, um herauszufinden, welche Faktoren zusammenwirken, das heißt also, die Forschung muss verstärkt werden“, regt Scheringer-Wright an. „Nur wenn man einen abgestimmten Maßnahmenkatalog umsetzt, kann mehr Bienenfreundlichkeit erreicht werden. Das bedeute aber eben auch, weniger populäre Maßnahmen in Landwirtschaft und Landschaftsbau in Angriff zu nehmen“, erklärt Frau Dr. Scheringer-Wright. Die LINKE-Abgeordnete will daher durch eine parlamentarische Initiative ein umfassendes Paket anstoßen lassen.

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Herausforderung Inklusion

15. Oktober 2013  Allgemein, Lokales, Politik

Inklusion ist für Schulen eine besondere Herausforderung. Sie ist nur zu bewerkstelligen, wenn die Landesregierung und die Schulverwaltungsämter  auch dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen stimmen.

In Gesprächen mit Eltern und Fachleuten konnte sich die Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag einen Überblick in die besonderen Gegebenheiten in der Grundschule „Tillmann Riemenschneider“ im Wohngebiet „Auf den Liethen“ verschaffen. „Wenn auf besondere Herausforderungen nicht reagiert wird, werden diese zu Problemen“ fasst  Scheringer-Wright die Lage zusammen.

Gerade im Wohngebiet „Auf den Liethen“ kämen verschiedene Faktoren zusammen. So wurde bei ihrem Besuch in der Tafel im Sommer dieses Jahres wieder deutlich, welches Armutsrisiko und welche Existenznot gerade in diesem Wohngebiet bestehen. Seit langem beklagten die Einrichtungen im Wohngebiet „Auf den Liethen“ Personalmangel.

In der Grundschule Tilmann Riemenschneider haben von den gegenwärtig 100 angemeldeten Kindern 47 einen Migrationshintergrund und 11 einen besonderen Förderbedarf. Diese Vielfalt könnte eine Bereicherung sein. Gleichzeitig fehlen jedoch Lehrkräfte. „Für jedes Kind, dass kein Deutsch spricht oder dessen Deutschkenntnisse unzureichend sind, stehen  je eine Stunde Sprachförderung pro Woche zu“ erklärt Scheringer-Wright. Gegenwärtig könnten aber nur 10 Wochenstunden gegeben werden. Das ist nur 21 % des aktuellen Bedarfes moniert die Abgeordnete. „Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden, denn diese Unterversorgung ist nicht hinzunehmen“ fordert die Abgeordnete. Alle Kinder in unserem Land müssten die Möglichkeit haben, sich bestmöglich entwickeln zu können. Die notwendige schulische Ausstattung, insbesondere mit Personal, sei dafür Voraussetzung. Daher hat Scheringer-Wright eine mündliche Anfrage für die nächste Landtagssitzung eingereicht, in der sie nachfragt, warum die Sprachförderung so extrem unzureichend sei und ob das in allen Grundschulen des Stadtgebietes in Heiligenstadt so sei. Sie fragt auch,  wie und wann die Landesregierung dieses Problem abstellen will. Weiterhin möchte sie wissen, ob Eltern es tatsächlich vorzögen, ihre Kinder in anderen Grundschulen anzumelden, nur um den Schulbesuch in der Tilmann Riemenschneider Schule im Wohngebiet „Auf den Liethen“  zu vermeiden.

„Ich kämpfe dafür, dass die Einwohner von Wohngebieten nach ihren tatsächlichen Bedarfen gefördert werden und das fängt bei der Grundschule an“ sagt Scheringer-Wright. Landesregierung und Schulverwaltungsamt müssten endlich aktiv werden

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