Wir rufen euch auf, am 1.10.2016 in Gotha für Mitmenschlichkeit auf die Straße zu gehen.

26. September 2016  Antifaschismus, Mein Wahlkreis

0110_1809_1125Aufruf des Bündnis gegen Rechts. Gotha ist BUNT e. V. zu den Gegenprotesten am 01.10. in Gotha. Angemeldet sind drei Kundgebungen ab 13:00 Uhr. Unterstützt die Proteste, teilt den Aufruf, bringt Plakate und Protestschilder mit. Kommt zu den Kundgebungen.

– Bahnhofsvorplatz

– Arnoldiplatz

– Hersdorfstraße


Die Neonazis aus dem „Bündnis Zukunft Landkreis Gotha“ (BZLG) mobilisieren zu einem Aufmarsch unter dem Titel „Gegen linke Gewalt“. Die geplante Aktion gehört zu der ständig steigenden Zahl von extrem rechten Aufmärschen, Konzerten und anderen öffentlichen Auftritten in Thüringen, bei denen sich die Neonazis gerne als Opfer geben.

Ein Blick auf das vergangene Jahr und die ersten sechs Monate des laufenden Jahres entlarvt diese Haltung als billige Heuchelei. In ihrer Jahresbilanz für 2015 registriert die „Mobile Beratung für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“ (ezra) mehr als doppelt so viele Fälle rechtsmotivierter Gewalt als im Vorjahresvergleich. Und auch im ersten Halbjahr 2016 sind die Fälle rechter und rassistisch motivierter Gewalt in Thüringen um fast das Doppelte angestiegen.

Während Flüchtlingsunterkünfte brennen und immer mehr Menschen um Gesundheit, Leib und Leben fürchten müssen, betreiben die Neonazis vom BZLG eine billige Täter-Opfer-Umkehr, um ihre menschenverachtenden Parolen auf die Straße zu tragen.

Tatsächlich dürften die meisten Neonazis aus der Szene des BZLG Erfahrungen mit Gewalt gemacht haben, denn aus diesem Umfeld stammen auch einige der Angeklagten, die momentan wegen des gewalttätigen Überfalls auf die Kirmesgesellschaft in Ballstädt im Landkreis Gotha vor dem Landgericht Erfurt stehen. Wir erinnern an die mindestens acht Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 in Thüringen sowie an die unzähligen Verletzten und Betroffenen des rechten Terrors und rufen zum Protest gegen den Aufmarsch der Neonazis am 1.10. auf.

Der Verein Bündnis gegen Rechts. Gotha ist BUNT e. V. ist ein Zusammenschluss von 0110h_1809_1209Vertretern der Parteien „Die Grünen“, der SPD, „Die Linke“, der Piratenpartei, der christlichen Kirchen, des VVN/BdA, der Gewerkschaften des DGB, verschiedener Vereine und Verbände sowie weiteren Einzelpersonen. Wir rufen gemeinsam dazu auf, auch am 01.10.2016 Flagge zu zeigen für eine tolerante, weltoffene Stadt. Stellen Sie sich gemeinsam mit uns dem menschenverachtenden Mob des „Bündnis Zukunft Landkreis Gotha“ und seinen Nazikumpanen entgegen!

Nur gemeinsam können wir zeigen, dass Gotha BUNT ist und bleibt!

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Antrag zur Einschränkung des Einsatzes von Glyphosat beschlossen

05. September 2016  Aus dem Landtag, Landwirtschaft, Umwelt

Zum Beschluss des Koalitionsantrages „Glyphosat-Einsatz begrenzen“ erklärt die Sprecherin für Agrarpolitik und regionale Entwicklung, Dr. Johanna Scheringer-Wright: „Es ist gut, dass endlich konkrete Schritte auf den Weg gebracht werden für mehr Gesundheit der Menschen und Artenschutz in Thüringen.“

Unter anderem im Kleingartenbereich, an öffentlichen Verkehrsflächen, in öffentlichen Anlagen und bei der Vorerntebehandlung müsse die Verwendung von Glyphosat endlich vorbei sein. „Wir brauchen diese klare Aussage in entsprechenden Handreichungen oder Erlassen, damit Kommunen und Anwender genau wissen, was erlaubt ist und was nicht“, erläutert Scheringer-Wright. Zu oft würden gerade in Kommunen und von Hauseigentümern chemische Pflanzenschutzmittel entgegen der Anwendungsvorschriften des Herstellers ausgebracht.

Gleichzeitig müssten sich Agrarforschung sowie Aus- und Weiterbildung in den grünen Berufen darauf vorbereiten, dass es mittelfristig zu einem generellen Verbot von Glyphosat komme. „Auch dann wird noch eine leistungsfähige Landwirtschaft möglich sein, nur müssen sich die Bauern wieder auf die Ackerbaumethoden ohne Glyphosat-Einsatz besinnen“, so die Abgeordnete.

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Aktion und kleine Anfrage zum Weltfriedenstag

02. September 2016  Friedenspolitik, Mein Wahlkreis
Kundgebung am Weltfriedenstag 2016 auf dem Gothaer Neumarkt

Kundgebung am Weltfriedenstag 2016 auf dem Gothaer Neumarkt

Am gestrigen Weltfriedenstag gab es auch auf dem Gothaer Neumarkt einen Infostand. Es wurden Flugblätter (siehe unten) verteilt und einige interessante Gespräche geführt.

Der Gothaer Kreisverband der Partei Die LINKE. und das Abgeordnetenbüro verteilten im Rahmen einer satirischen Aktion etwa 100 Wasserflaschen an die Gothaer, die es bis zum jetzigen Zeitpunkt versäumt haben ihren Lebensmittelvorrat anzulegen.

An dieser Stelle dokumentieren wir die Pressemitteilung der Landtagsfraktion von Mittwoch, dem 31.08., sowie das zur Kundgebung verteilte Flugblatt.

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Trauerfeier am 27.08.16 um 11:00 Uhr

25. August 2016  Allgemein
Konrad Scheringer (* 17. Oktober 1938 † 16. August 2016)

Konrad Scheringer (* 17. Oktober 1938 † 16. August 2016)

Konrad Scheringer, mein Onkel und politischer Mentor ist tot. Er wird in Gedanken immer bei mir sein.

Die Trauerfeier findet am 27. August 2016 um 11:00 Uhr im Gemeindesaal in Großfahner statt.

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01. September Weltfriedenstag – Kriegen entgegentreten, Fluchtursachen beseitigen!

25. August 2016  Friedenspolitik, Mein Wahlkreis
Friedenstaube auf einer Hauswand in den palästinensischen Gebieten

Friedenstaube auf einer Hauswand in den palästinensischen Gebieten

Am 01. September, dem Weltfriedenstag, wird DIE LINKE und das Kampagnenbüro der Landtagsabgeordneten Scheringer-Wright auf dem Gothaer Neumarkt ein Zeichen gegen Krieg und Militarisierung setzen. Dabei wird sowohl gegen die weltweiten Kriegseinsätze von Bundeswehr und NATO protestiert, als auch aufgeklärt über die Orte der Kriegsvorbereitung in unserer Nachbarschaft – wie den Übungsplatz in Ohrdruf und der Friedensteinkaserne.

Wir laden alle Mitbürgerinnen und Mitbürger ein, am 01. September zwischen 12:00 und 15:00 Uhr an unserem unseren Infostand auf dem Gothaer Neumarkt vorbeizuschauen oder mitzumachen.

Seit Jahren kämpfen Friedensaktivisten und Mitglieder der Partei DIE LINKE darum den Truppenübungsplatz Ohrdruf stillzulegen und das Gelände nach über 100 Jahren Kriegsübungen endlich friedlich zu nutzen. Im Dezember 2013 wurde der Truppenübungsplatz zum Standortübungsplatz herabgestuft, und erste Überlegungen wie eine zivile Nutzung aussehen könnte nahmen Gestalt an. Am 09. August 2016 besuchte die Bundesverteidigungsministerin von der Leyen den Übungsplatz, sie gab ein klares Standortbekenntnis ab und stellte 8 Millionen Euro zur Renovierung des Standortes zur Verfügung.

Die Abgeordnete Johanna Scheringer-Wright kritisiert von der Leyen scharf: „Das ist eine klare Ansage, den Truppenübungsplatz wieder aufzurüsten. Damit werden Ohrdruf und Gotha Teil der Aufrüstungsstrategie Deutschlands, damit Deutschland, wie von der Bundesregierung und dem Bundespräsidenten Gauck gefordert, endlich eine führende Rolle in der NATO einnehmen kann.

Alle Friedensaktivisten sollten den Weltfriedenstag nutzen um Aktionen zu machen und für eine friedliche Welt zu werben, denn jeder Euro der in die Rüstung gesteckt wird, schafft Tod und Flüchtlinge und fehlt bei Renten, Sozialleistungen und in der Bildung“, so die Abgeordnete abschließend.

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Remilitarisierung zerstört alternative, friedliche Nutzungsmöglichkeiten in Ohrdruf

10. August 2016  Bundespolitik, Lokales, Mein Wahlkreis

Die von der Bundesverteidigungsministerin angekündigte Wiederaufrüstung des Standortübungsplatzes in Ohrdruf wird von Dr. Johanna Scheringer-Wright aufs Schärfste kritisiert. „Nachdem der Truppenübungsplatz vor Jahren zum Standortübungsplatz herabgestuft wurde und im letzten Jahr auch für einen  friedlichen Zweck als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge genutzt wurde, war eine Konversion, das heißt eine zivile Nutzung des Geländes, zum Greifen nahe.“

Ostermarsch 2016 in Ohrdruf

Ostermarsch 2016 in Ohrdruf

 

Die Gothaer Wahlkreisabgeordnete und Sprecherin für Agrarpolitik und regionale Entwicklung der Fraktion die DIE LINKE im Thüringer Landtag, verweist darauf, dass durch einen großen ortsansässigen Agrarbetrieb in Crawinkel für den Truppenübungsplatz ein Konversionskonzept ausgearbeitet wurde, das eine umweltgerechte, ganzjährige Beweidung des Übungsplatzes mit Pferden, Rindern, Ziegen und Schafen vorsieht. Schon jetzt wird auf den an den Übungsplatz angrenzenden Flächen durch den Agrarbetrieb diese Bewirtschaftung mit ökologischer Zertifizierung praktiziert. Artenschutz, Landschaftspflege und die Produktion hervorragenden Fleisches, das regional vermarktet wird, sind Kernelemente des Agrarbetriebes. Dazu werden extensive Rassen und sogar Rückkreuzungen, wie das Heckrind und die alte, auch wildlebende Ponyrasse Konik gehalten. Auch Tierbeobachtungsfahrten in Kremserkutschen werden angeboten, um Besuchern die Schönheit der Landschaft und die verschiedenen Tier- und Pflanzenarten nahezubringen. Und nicht zuletzt werden Reit- und Zuchttiere aufgezogen und regelmäßig auf eigenen öffentlichen Auktionen, die Volksfestcharakter haben, versteigert.

Weidelandschaft

Weidelandschaft

„Diese extensive Weidehaltung auf dem großen Truppenübungsplatz wäre naturschutzfachlich sehr wertvoll, böte für die Weidetiere optimale Bedingungen und könnte als interessanter Besuchermagnet für die Region zwischen Hainich und Rennsteig touristisch ausgebaut werden. Leider verstaubt dieses Konzept aber in irgendwelchen Schubladen der Verantwortlichen“, so Scheringer-Wright. Nun scheint eine Entscheidung gefallen zu sein: im Zuge der geplanten massiven Aufrüstung der Bundeswehr soll auch der Truppenübungsplatz Ohrdruf wieder intensiv militärisch genutzt werden. Die erklärten acht Millionen Euro sollen aber offenbar erst einmal in die Sanierung der Kasernen am Truppenübungsplatz gesteckt werden.

„Dennoch ist das eine eindeutige Absage an die Konzepte zur friedlichen Nutzung des Geländes“, erklärt die Landtagsabgeordnete. „Die Anwohner und Akteure, die Hoffnungen auf die zivile Nutzung und die dadurch beförderte bessere Entwicklung des Tourismus gesetzt haben, sehen sich erst einmal enttäuscht. Auch für Friedensaktivisten ist die Nachricht niederschmetternd, denn sie zementiert die Vorbereitung deutscher Soldaten auf Auslandseinsätze im Aufklärungsbataillon 13 in Gotha.“ Für Scheringer-Wright ist dazu aber noch nicht das letzte Wort gesprochen, sie will mit einer Anfrage im Landtag jetzt ermitteln, wie die Landesregierung zu den Ankündigungen der Bundesministerin steht.

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Thüringeti

Heinz Bley über touristische Konzepte, Landschaftspflege und Ökofleisch

Heinz Bley über touristische Konzepte, Landschaftspflege und Ökofleisch

Am 05. August 2016 besuchte eine Delegation linker Kommunalpolitiker, und die Landtagsabgeordneten Johanna Scheringer-Wright und Steffen Harzer die Agrar GmbH Crawinkel. Der Betrieb bewirtschaftet etwa 2.500 ha Weidefläche. Durch extensive und ganzjährige Beweidung mit Schafen, Ziegen, Rindern und Pferden trägt der Betrieb zur Erhaltung der Wiesen- und Heckenlandschaft rund um Crawinkel bei.

 

Konik-Ponys mit weißem Deckhengst

Konik-Ponys mit weißem Deckhengst

Neben der Landschaftspflege produziert und vermarktet der Betrieb Bio-Rindfleisch, züchtet Sport- und Freizeitpferde und hat mit der „Thüringeti“ ein touristisches Standbein. Zu Fuß, mit der Pferdekutsche oder im amerikanischen Schulbus kann die Landschaft erkundet werden, die vorbeiziehenden Pferde- und Rinderherden sorgen für Safarifeeling am Rande des Thüringer Waldes.

 

Johanna Scheringer-Wright, Heinz Bley, Steffen Harzer und Holger Auerswald (v.l.n.r.)

Johanna Scheringer-Wright, Heinz Bley, Steffen Harzer und Holger Auerswald (v.l.n.r.)

Diese Mischung aus ökologischer Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus ließe sich auf eine weitere angrenzende Region übertragen. Der Standortübungsplatz der Friedenstein-Kaserne, seit über 100 Jahren in militärischer Nutzung, könnte sinnvoller und friedensschaffend genutzt werden. Eine Konversion des Geländes nach dem Konzept „Thüringeti“ (Öko-Landwirtschaft, Naturschutz, Tourismus) hat das Potential zivile Arbeitsplätze zu schaffen, die Kulturlandschaft langfristig zu erhalten und  Thüringens Tourismusangebot zwischen Hainich und Thüringer Wald zu erweitern.

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Entwicklungschancen im ländlichen Raum – gemeinsam Handeln

22. Juli 2016  Allgemein, Mein Wahlkreis
Dr. Klaus Sühl, Dr. Johanna Scheringer-Wright und Bürgermeisterin Martina Rieke

Dr. Klaus Sühl, Dr. Johanna Scheringer-Wright und Bürgermeisterin Martina Rieke

Im Zuge eines Besuchs in der VG Mittleres Nessetal der linken Abgeordneten Dr. Johanna Scheringer-Wright, konnten Bürgermeister, Gemeindevertreter und die Verwaltung ihre Probleme, Ideen und Konzepte für ihre Region direkt an das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft weitergeben. Der Staatssekretär Dr. Klaus Sühl nahm gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten und den Kreistagsabgeordneten Vera Fitzke und Bernd Fundheller an einer Gesprächsrunde mit der VG-Vorsitzenden Cornelia Frohn, der Bürgermeisterin Martina Rieke aus Wangeheim, den Bürgermeistern Heiner Both aus Brüheim und Horst Dünkel aus Ballstädt teil.

Inhalt der Gespräche waren unter anderem die Gestaltung des Erholungsgebietes rund um den Wahngenheimer Stausee, eine Erweiterung der Landstraße als Zubringerstr. zum Gewerbegebiet in Sonneborn und die bessere Nutzung des Bahnhofes in Brühheim. So beklagte die Bürgermeisterin Frau Rieke, das sie die nutzbaren Flächen um den Stausee nicht erweitern kann, da es sich derzeit im Regionalplan größten Teils um Vorrangflächen für Landwirtschaft bzw. Freiraum Sicherung handelte. Hier steht auch immer noch das Ergebnis einer Flurneuordnung, die seit vielen Jahren schon aus. Bürgermeister Heiner Both aus Brühheim gab mit den Plänen der Erweiterung des Gewerbegebietes, durch die Firma VELUX zu Bedenken, das die vorhandene Landstraße innerhalb der Ortsdurchfahrung Brühheim zum Problem werden könnte. Die vorhandene Engstelle könnten bei ansteigendem LKW Verkehr zum Nadelöhr dieser Strecke werden. Schon heute ist die Belastbarkeit und Zumutung für die Einwohner dieser Straße, als Zubringer für das Gewerbegebiet an seine Grenzen gekommen.

Der neugewählte Bürgermeister Horst Dünkel möchte für eine Idee sich Herr Dünkel in seiner Amtsperiode besonders stark machen, das wäre eine Baumaßnahme für ein altersgerechtes Wohnen im Kern des Dorfes, auf den Grundmauern eines alten Rittergutes. Alle drei Bürgemeister_Innen wünschten sich, dass der bereits begonnen Radweg endlich in Richtung Gotha fertiggestellt würde und alle Gemeinden des Mitteleren Nessetals angebunden würden um auch den Touristischen Wert der Gemeinde zu erhöhen. Die VG Chefin, Cornelia Frohn begrüßte unter anderem die Möglichkeiten die aus der Gebietsreform resultieren und sagte die einzelnen Gemeinden würden schon immer auf Augenhöhe zusammen arbeiten und die Probleme gemeinsam meistern, daher wäre es für sie eine gute Lösung in eine Landgemeinde überzugehen. Ihr Großes Sorgenkind ist der Abwasser-Zweckverband Mittleres Nessetal, der auf Grund von hohen Schulden nicht in der Lage ist Neuinvestitionen zu planen. Alle Versuche diesen Zweckverband mit anderen zu fusionieren sind bisher gescheitert.

Dr. Klaus Sühl, nahm die Anregungen und Probleme gern mit und versprach, sich für Lösungen einzusetzen. Einen kleinen Hinweis gab es dann doch noch vom Staatssekretär. Um das touristische Image des ländlichen Raumes in Thüringen zu stärken könnte sich das Ministerium vorstellen, ein Programm für Feriensiedlungen aufzulegen. Dazu bräuchte es die Stellungnahmen der Gemeinden. Das Mittlere Nessetal, besonders Wangenheim hätte dafür die besten Voraussetzungen.

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Landwirtschaft – leistungsfähig, sozial und umweltverträglich

07. Juli 2016  Allgemein, Landwirtschaft

Dr.Johanna Scheringer-WrightUm zu aktuellen Problemen der Landwirtschaft Stellung zu beziehen, hatte der Kreisverband DIE LINKE.LIPPE Dr. Johanna Scheringer-Wright am Mittwoch, 29. Juni in die Kulturkneipe in Blomberg-Dalborn eingeladen. Die diplomierte Agrarwissenschaftlerin ist Sprecherin für Agrarpolitik und Regionale Entwicklung der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. Die thüringische Landesregierung wird vom Ministerpräsidenten Bodo Ramelow von der Linken geführt.
In Zentrum der Diskussion stand die Frage: Was verstehen wir unter gesunden Lebensmitteln? Es sind Pflanzen, die wir selbst erzeugen. Bei der Solidarischen Landwirtschaft Dalborn pflanzen und ernten durchschnittlich 80 Familien Salate und standortgerechte Gemüsesorten für den eigenen Bedarf auf einer etwa zwei Hektar großen Kulturfläche. Sie teilen somit solidarisch den Erfolg, aber auch den naturbedingten Misserfolg miteinander. Karen Wüllenweber stellte die Gemeinschaft bei einer Hof- und Feldbesichtigung vor.
Im Anschluss daran dokumentierte Dr. Johanna Scheringer-Wright mit Hilfe des sogenannten „Ökologischen Fußabdruckes“ das erschreckende Ungleichgewicht der pro Kopf benötigten Ackerfläche und des freigesetzten Kohlenstoffdioxids zwischen der Bevölkerung, den Industriestaaten und den Entwicklungsländern. Die Spitze bilden die Nordamerikaner mit einem bis zu fünffachen Ressourcenverbrauch. Scheringer-Wright forderte daher eine radikale Kehrtwende in der Agrarpolitik, denn nur so könne man ein weiteres Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich verhindern und weiterer Klimaerwärmung entgegenwirken. Statt von Großkonzernen beherrschte Mono- und Megabetriebe, müssten wieder nachhaltige Kreislaufwirtschaften und eine bodengebundene, tiergerechte Nutztierhaltung angestrebt werden. Sie forderte, Landgrabbing zu verbieten, um das Grundeigentum denen zu überlassen, die es bearbeiten.
Alternativ zu den Lebensmittelmonopolen der Industriestaaten, seien Agrar- und Absatzgenossenschaften zu stärken. Außerdem seien Importverbote für genveränderte und glyphosathaltige Futtermittel zu verhängen. Des Weiteren fordert Dr. Scheringer-Wright die sofortige Umwandlung der flächenabhängigen EU-Prämien und stattdessen Fördermaßnahmen für Nachhaltigkeit und mehr Umweltschutz einzusetzen. Somit könne man gleichzeitig auch die strukturellen Benachteiligungen ländlicher Räume wirkungsvoll ausgleichen.
Die Agrarwissenschaftlerin verheimlichte nicht, dass ein Ausstieg aus der jetzigen verhängnisvollen Agrarpolitik kaum durchsetzbar sei. Landwirte und Verbraucher könnten gemeinsam nur erfolgreich sein, wenn sie ihren Druck auf die gewählten Vertreter drastisch intensivieren. Mit ihrem Schlussappell „sprechen Sie ihre Volksvertreter persönlich an“, schloss Scheringer-Wright ihren Beitrag und eröffnete damit eine anregende Diskussion. Kreisvorstandsmitglied Fritz Ehlert bedankte sich beim Biolandwirt Ulf Allhoff-Cramer für die Räumlichkeiten.

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Öffentliche Anhörung zur Milchkrise

16. Juni 2016  Aus dem Landtag, Landwirtschaft

800px-milk_-_olly_claxtonIm Vorfeld der morgen (am 16.06.) stattfindenden öffentlichen Anhörung zur Milchkrise im Ausschuss für Infrastruktur und Landwirtschaft im Thüringer Landtag erklärt Dr. Johanna Scheringer-Wright, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:

„Ich bin gespannt auf die Stellungnahmen der Milchbauern, der Interessenverbände und der Handelsverbände zum Thema Milchkrise und wie den Milchbauern geholfen werden kann. Ich möchte mit den Betroffenen auch über Marktregulierung sprechen und ihre Meinung dazu hören.“

Die Abgeordnete unterstreicht ihre Auffassung, „dass ein freier Markt, für den alle gleichen Zugang und Rechte haben, eine Utopie ist. In der Realität des Kapitalismus bedeutet der Markt immer, dass einige Akteure leer ausgehen oder zum Ausscheiden gezwungen werdenDas wird oft mit ‚effizient‘ bezeichnet, ist aber unmenschlich. Deutlich wird dies daran, dass bei zeitgleicher Überproduktion Menschen verhungern. Ich kann das nicht akzeptieren und daher kämpfe ich dafür, dass Märkte so reguliert werden, dass niemand sterben muss – keine Menschen und auch keine Höfe.“

Es gibt die „Gemeinsame Agrarpolitik“ in der Europäischen Union. In diesem Rahmen werden Subventionen (Flächenbeihilfen) an die Landwirte ausgezahlt – mit und ohne Regulierung und Bedingungen. Die Regulierung des Milchmarktes (z.B. die Milchquote) komplett aufzugeben, war ein Fehler, der nur einigen Großen hilft, und der Konzentration im Sektor Vorschub leistet. Deshalb möchte ich eine Mengenregulierung diskutieren, die ein ausgewogenes Instrument ist, das den milchproduzierenden Landwirtschaftsbetrieben eine Zukunft sichert. Bei der Gestaltung dieses Regulierungsinstrumentes müssen die Erfahrungen der alten Milchquote eingebracht werden. Und bei den großen Handelsketten möchte ich die Durchsetzung der Wettbewerbsregeln, die z.B. Dumping untersagen.“

Wie solche Vorschläge von den Praktikern gesehen werden wird auch Gegenstand der morgigen Anhörung sein.

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Pressemitteilungen der Fraktion

28. September 2016 Presse

Anlässlich der heutigen außerplanmäßigen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Wissenschaft...

28. September 2016 Presse

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